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Schwule Männer dürfen zukünftig in malaysischen Kinos gezeigt werden; allerdings nur, wenn sie als Happy End hetero werden.

Ahmad Puad Onah, der Präsident der malaysischen Gesellschaft der Filmproduzenten, erklärte im Interview mit der Nachrichtenagentur AFP, dass die Zensurbehörde ihre Richtlinien gegenüber Homosexualität geändert habe. "Wir werden fortan erlauben, diese Szenen zu zeigen", so Puad Onah großmütig. Es gibt allerdings einen gewichtigen Haken: "Wir zeigen Szenen, solange das Gute über das Böse siegt und man so etwas in dem Film lernen kann – beispielsweise eine schwule Figur, die zum heterosexuellen Mann wird."

Auch in anderen Fragen wird die malaysische Zensur "liberaler". So ist erst am Wochenende ein Film angelaufen, in dem erstmals ein illegales Autorennen gezeigt wird. Hier konnten sich die Zuschauer am Sieg des Guten berauschen: Alle illegalen Rennfahrer sind am Ende tot oder verhaftet.

Zuvor seien jedoch kontroverse Szenen immer verboten worden, so Puad Onah. Nach der Liberalisierung hätten die Filmmacher so gut wie alle Freiheiten: "Wir können jetzt fast alles tun", jubelt Puad Onah. Produzenten müssten lediglich darauf achten, dass sie die öffentliche Ordnung, die Religion und moralische Werte nicht beeinträchtigten.

Im vergangenen Jahr hatte Malaysia den Film "Brüno" verboten, weil die Sexszenen der einheimischen Kultur widersprächen (queer.de berichtete).

Insgesamt geht das 27 Millionen Einwohner zählende asiatische Land nicht zimperlich mit Schwulen um: Auf Homosexualität stehen bis zu 20 Jahre Gefängnis sowie Auspeitschung. Im mehrheitlich muslimischen Malaysia gibt es aber ein ausgeprägtes Stadt-Land-Gefälle: Während in schwach besiedelten Gegenden, in denen die Scharia gilt, Schwulsein lebensgefährlich ist, gibt es in der Hauptstadt Kuala Lumpur gibt es eine große schwule und transsexuelle Szene, die vom liberalen Nachbarland Thailand beeinflusst wird. (dk)



11 Kommentare

#1 Pole-PlowerAnonym
  • 23.03.2010, 17:31h
  • Malaysia hat aber auch gar nichts gelernt! Als ob man alle schwulen Männer umpolen könnte! Das hat mit der Realität nichts zu tun und gehört ins Reich der Märchen und Mythen.
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#2 seb1983
  • 23.03.2010, 18:57h
  • Da ist jetzt mal Saschis Einsatz gefragt, denn das geht mal so richtig gegen jede ansatzweise Anerkennung von Homosexualität.
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#3 Liedel
#4 eMANcipationAnonym
#5 seb1983
#6 eMANcipationAnonym
  • 24.03.2010, 01:16h
  • Antwort auf #5 von seb1983
  • Vielleicht hast du's noch nicht gemerkt, aber ich sehe unsere schwule Community schon als Teil der gesellschaftlichen Entwicklung insgesamt, auf nationaler wie internationaler Ebene.

    Manchmal verrenne ich mich dabei, wie neulich im Westerwelle-Thread, als ich in eigentlich guter Absicht die üblichen xenophoben Töne der Massenmedien hervorheben wollte, auf die ich nicht nur, wenn es um "uns" geht, allergisch reagiere.

    Es tut mir ehrlich leid, dass ich dabei mit anderen Usern, vor allem mit @hw, der mit seiner Schwerpunktsetzung - Politiker wie Westerwelle müssen schnellstens weg von solchen Positionen, auch im Interesse unserer Community - völlig Recht hatte, sehr unfreundlich und unangemessen umgegangen bin.

    Zum Glück gehe ich aber auch wieder in mich und versuche das, was ich hier an fundierten Beiträgen so alles finde, auch zur Schärfung meines Bewusstseins zu nutzen. Dazu gehört dann auch der Gedanke, dass die Duldung permanenter staatlich organisierter Gewalt und Aggression niemals richtig sein kann. Deutschland führt doch angeblich "Krieg gegen den Terror" in Afghanistan (in der Realität eher gegen afghanische Zivilisten), aber scheint sich herzlich wenig für die Wirkungsmechanismen einer Gewaltspirale zu interessieren, wie sie drastischer und exemplarischer kaum sein könnte als in dem zitierten Konflikt, oder?!
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#7 MartinRAnonym
  • 24.03.2010, 08:35h
  • gibts den hier keine bi-frauen? hab wieder lust auf cunnilingus.
    ich zumindest lese hier nur zu 99 % (verklemmt-fauchende) Homos.
    war "Queer” doch nur eine riesen luftblase?! Tja, die diskrepanz zwischen soll-und ich-zustand ist wie überall riesig.
    Aight.
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#8 brittaAnonym
#9 seb1983
  • 24.03.2010, 09:48h
  • Antwort auf #6 von eMANcipation
  • Alles wo es hingehört, ich kann jetzt auch mit rettet die Wale und der Abholzung des Regenwaldes durch Japan bzw. Brasilien kommen, den versteckten Zusatzstoffen in meinen Lebensmitteln und dem völlig praxisfernen EU Verbrauch meines Autos, der Impfmüdigkeit in Deutschland, sinkenden Renten und der Überalterung.
    Alles Themen die unsere Gesellschaft und auch uns Schwule betreffen, das eine mehr das andere weniger.
    Wenn du nun die Kölner Szenekneipe als Brennpunkt für die Diskussion des Afghanistan Einsatzes und Nahostkonfliktes sieht, ok, ich bin erstaunt, ich hätte das dort eher zwischen Kölsch und ficken verortet, aber du siehst wohl wieder das größere Ganze.
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#10 brittaAnonym