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Ein Schwuler hat Strafanzeige gegen Theo Zwanziger gestellt, weil der DFB-Chef Homosexualität mit Pädophilie gleichgesetzt haben soll.

Der Saarbrücker Bürokaufmann Mirko Welsch erklärte gegenüber der "Sport Bild", die Aussagen von Zwanziger erfüllten seiner Meinung nach den Tatbestand der Volksverhetzung: "Aufgrund der Aussage des Herrn Zwanziger, in der er eine homosexuelle Beziehung mit den pädophilen Auswüchsen in der katholischen Kirche gleichstellt, habe ich Strafanzeige gestellt", sagte der 32-Jährige.

Er bezog sich dabei auf eine Aussage, die Zwanziger während der Affäre um den Schiedsrichter Michael Kempter und den Ex-Funktionär Manfred Amerell gemacht hatte. Der 64-jährige Fußballboss hatte erklärt: "Nur durch den Mut von Herrn Kempter konnten wir die Missstände aufdecken und können nun darauf reagieren. In anderen Bereichen dauert es bis zu 40 Jahre, ehe sich die Leute zu so etwas äußern." Amerell hatte bereits in der vergangenen Woche eine Einstweilige Verfügung gegen Zwanzigers Vergleich erwirkt (queer.de berichtete).

"Wolf im Schafspelz"

"Zwanziger hat damit nur gezeigt, dass sein Engagement für mehr Toleranz offenbar nur scheinheilig ist und er ein Wolf im Schafspelz zu sein scheint. Die Homophobie beim DFB ist nicht länger akzeptabel", begründet Welsch seine Anzeige. Bei einer Verurteilung wegen Volksverhetzung sieht der Gesetzgeber bis zu fünf Jahre Haft vor.

Noch bis vor wenigen Monaten galt Zwanziger als Hoffnungsträger im Kampf gegen Homophobie im Fußball. So stellte der DFB erst im Oktober 2009 ein Fußballländerspiel unter das Motto "Gegen Homophobie im Fußball" (queer.de berichtete). Allerdings wurde sein Krisenmanagement in der Schiedsrichter-Affäre scharf kritisiert. Daraufhin erklärte der einzige schwule Präsident eines Porfifußballvereins, Corny Littmann vom Zweitligisten FC St. Pauli, dass der DFB generell ein Problem mit Schwulen habe: "Schwule Schiris sind nicht wohlgelitten im deutschen Schiedsrichterwesen, wenn sie sich offen verhalten", so Littmann (queer.de berichtete). (dk)



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29 Kommentare

#1 KonstantinEhemaliges Profil
#2 BCAnonym
  • 24.03.2010, 18:39h
  • Ich frage Euch, müssen wir uns in diesen Kindergarten nun wirklich einmischen?

    (Und es mag vllt komisch sein, aber ich fühlte mich durch die Aussage nicht beleidigt, den Vergleich habe ich nicht gezogen...)
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#3 chrollifan78Profil
  • 24.03.2010, 18:54hWetzlar
  • So?

    Ich finde das überhaupt nicht wunderbar,
    sonder total übertrieben, um
    nicht zu sagen fanatisch.

    Dr. Zwanziger hat sich meiner Meinung
    nach überhaupt nichts zu Schulden kommen lassen.

    Ich weiß jetzt nicht ob Kempter Opfer ist,
    aber wenn, dann hat Amerell in
    der Tat seine Machtpostion missbraucht.

    Und das ist sexuelle Nötigung und das
    ist nun mal strafbar.

    Und Dr. Zwanziger jetzt wegen diese
    harmlosen Aussage einen Strick drehen zu wollen,
    finde ich lächerlich.
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#4 chrollifan78Profil
#5 eMANcipationAnonym
  • 24.03.2010, 19:06h
  • Und einmal mehr setzt queer.de sexuellen Missbrauch an Kindern mit Pädophilie gleich.

    Wie sollen wir ernsthaft und glaubwürdig gegen die laufenden Medienkampagnen vorgehen, wenn wir genau dasselbe machen, was wir anderen vorwerfen???
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#6 TheoAnonym
  • 24.03.2010, 19:18h
  • Antwort auf #3 von chrollifan78
  • Naja seht ihn euch an den armen Irren, der hat nichts anderes als andere leute anzuzeigen und mit vollkommen überzogenem handeln zu reagieren...

    diese sich emanzipierenden schwulen können echt peinlich sein!
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#7 mirko_welschProfil
  • 24.03.2010, 19:20h-
  • Antwort auf #1 von Konstantin
  • Kempter, das Opfer? Er ist ein erwachsener Mann und hat sich seine Schiedsrichter-Position erschlafen wie es ausschaut. Hier sollte man überlegen und sich fragen ob man keinen Kodex bei DFB für gewisse Positionen braucht.

    Vielmehr muss man erkennen, dass hier etwas derart durch Zwanziger aufgebauscht worden ist was es bei einem ähnlichen Fall mit einer Sekretärin nie gegeben hätte. Dies aber zeigt mir wie stark die homophoben Strukturen im DFB noch verankert sind.
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#8 XDAAnonym
#9 Dr.P.EnisAnonym
  • 24.03.2010, 19:44h
  • Das wird nichts mit der Anzeige, was Zwanziger gesagt ist durch Meinungsfreiheit gedeckt. Da ist nichts "verhetzendes" dabei.
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#10 eMANcipationAnonym
  • 24.03.2010, 20:12h
  • Antwort auf #6 von Theo
  • Was dir als heteronormiertem Idioten "peinlich" ist oder nicht, geht mir am A... vorbei!

    Oder besser: Wenn es dir peinlich ist, dann kann es nur richtig sein!

    Es ist in der Tat skandalös, wie der DFB mit einer homosexuellen Beziehung zweier erwachsener Männer umgegangen ist und damit die mediale Schlammschlacht überhaupt erst möglich gemacht hat (neben der fortgesetzten, totalen Selbstverleugnung zumindest eines der beiden Beteiligten).

    Dann aber diese Beziehung zur Krönung des Ganzen auch noch auf eine Stufe mit dem massenhaften sexuellen Missbrauch an Kindern zu ziehen, ist nicht nur hetzerisch, sondern unverantwortlich und gefährlich und führt jedes Gerede vom angeblichen Kampf gegen Homophobie ad absurdum!
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