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Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) verteidigt den Kompromiss zum Homo-Mahnmal in Berlin, wonach ein als Kurzfilm durch ein Sichtfenster gezeigter schwuler Kuss durch einen lesbischen ersetzt werden soll.

Am Montag hatten Leiter von KZ-Gedenkstätten und schwule Aktivisten diesen Kompromiss als "Verzerrung und Verfälschung der Geschichte" kritisiert (queer.de berichtete). Neumann erklärte nun, dass durch die Entfernung des mann-männlichen Kusses "keinesfalls eine Gleichsetzung von homosexuellen Männern und Frauen im Hinblick auf ihre Verfolgung im NS-Regime" beabsichtigt worden sei. Denn wissenschaftlich sei die Verfolgung lesbischer Frauen durch das NS-Regime in vergleichbarer Form wie bei homosexuellen Männern "nicht belegbar". Dies werde auch ausdrücklich auf der Erläuterungstafel am Denkmal so dargestellt.

Auch Lesben von NS-Diktatur verfolgt

Trotz dieser anderen Dimension wurden "auch die Freiheitsrechte lesbischer Frauen im ‚Dritten Reich' eingeschränkt, z.B. dadurch, dass man ihre Zeitschriften verbot", so Neumann. Der Bundestag habe dann eine durch die Frauenzeitschrift "Emma" ausgelöste Debatte aufgenommen und sich in Abstimmung mit den Künstlern darauf geeinigt, dass der Film alle zwei Jahre geändert werden soll und nach Absprache möglichst abwechselnd Männer und Frauen zeigen soll.

Tatsächlich wurde Anfang 2006 der schwule Kuss als integraler Bestandteil des Mahnmals genehmigt. Erst ein halbes Jahr später startete die "Emma" erfolgreich eine Kampagne gegen das Denkmal, die von den Künstlern Michael Elmgreen und Ingar Dragset als "populistische Attacke" kritisiert wurde (queer.de berichtete).

Der Film am Homo-Mahnmal soll aktuellen Planungen zufolge im Mai 2010 ausgewechselt werden. Er muss eine "gleichgeschlechtliche Kussszene" in Schwarz-Weiß enthalten und darf maximal zwei Minuten dauern. (dk)

Youtube | Durch das Sichtfenster können Besucher diese Kussszene sehen.


Berlin: Kranzniederlegung für homosexuelle Nazi-Opfer

Der LSVD und die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas laden am 27. Januar zu einer Gedenkfeier am Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen in Berlin-Tiergarten ein.

20 Kommentare

#1 mauslAnonym
  • 25.03.2010, 17:19h
  • Doch! Genau das wird getan. Und CDU-Vertreter sollten überhaupt das Maul zu dem Thema halten müssen.
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#2 Joy-StiXXXAnonym
#3 Dr.P.EnisAnonym
  • 25.03.2010, 20:37h
  • Jetzt schwimmen sogar schon die Konserven der CDU auf der Gender-Mainstream-Welle der FeministInnen. Die FeministInnen versuchen hier, auf kosten der schwulen Holocaustopfer, sich mal wieder aufzuspielen weil sie nicht wahrhaben wollen das auch Männer Opfer sein können. Mein Freund Wiki schreibt:

    Lesben während der Zeit des Nationalsozialismus

    Frauen wurden nicht wegen ihrer Homosexualität verfolgt. In Deutschland fielen sie nicht unter den Homosexuellenparagraphen 175, obwohl NS-Juristen dieses immer wieder diskutiert haben. Der geschlechtsneutrale § 129 I b des österreichischen Strafrechts behielt allerdings auch während des Anschlusses seine Gültigkeit. Die von Claudia Schoppmann untersuchten Gerichtsurteile gegen Frauen aufgrund dieses Paragraphen blieben jedoch in Zahl und Strafmaß unbedeutend, zumeist wurde nicht einmal die Mindeststrafe des Gesetzestextes verhängt und die Strafe zur Bewährung ausgesetzt. Für die häufig kolportierten Gerüchte, Lesben seien unter einem Vorwand - beispielsweise als "Asoziale" - verfolgt worden, finden sich bislang keine Belege. Finden sich in den Akten der Konzentrationslager Hinweise auf lesbisches Verhalten, so beziehen sich diese in allen Fällen auf Frauen, deren offizieller Haftgrund für sich genommen den Nationalsozialisten Verfolgungsgrund genug war. Keine Ausnahme stellt die in Ravensbrück inhaftierte Jüdin Mary Pünjer dar, die im Oktober 1940 aus unbekannten Gründen verhaftet wurde und deren Haftgrund mit "asozial" und dem Zusatz "lesbisch" angegeben war. Einen ausführlichen Vergleich der Lebenssituation lesbischer Frauen mit der Lebenssituation schwuler Männer in der Zeit des Nationalsozialismus hat Joachim Müller im Jahr 2007 zusammengestellt.

    de.wikipedia.org/wiki/Homosexuelle_w%C3%A4hrend_der_Zeit_des
    _Nationalsozialismus
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#4 Liedel
  • 25.03.2010, 20:44h
  • Ja schon @ Mausl

    Aber der muss doch jetzt "nett" zu den Hardcore- Emanzen sein, seit Alice Schwarzer permanent mit der RKK flirtet und uns Angela Merkel als DAS gelungene Beispiel für die Emanzipation der Frau zu verkaufen versucht
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#5 Kristian
  • 25.03.2010, 22:06h
  • Dass sich ein 68-jähriger CDU-Politiker lieber einen geilen Lesbenkuss als einen widerwärtigen Schwulenkuss wünscht, überrascht mich jetzt nicht allzu sehr.
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#6 GayUserAnonym
  • 26.03.2010, 02:31h
  • Aha, Schwule gingen ins KZ und Lesben wurden die Zeitschriften verboten...
    ...merke, nicht alles was hinkt ist ein Vergleich,
    man muß nur einfälltig genug sein, dann gibts auch 'nen Posten als Kulturstaatsminister...
    Kulturbeutel vergessen???
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#7 MarkusAnonym
  • 26.03.2010, 04:31h
  • Antwort auf #5 von Kristian
  • Das so ein Kommentar kommt war klar, als Argument aber sehr schwach. Wenn sich die Pärchen alle zwei Jahre wechseln kann man zumindest sexuell gesehen nicht von einer "Bevorzugung" eines Geschlechts sprechen. Zudem wird weder der schwule Kuss noch der lesbische Kuss in einem Mahnmal erotisierend dargestellt.
    Und warum sollten alle CDU Mitglieder heterosexuell sein? who knows?
    Vielleicht bezeichnen gerade jene einen Schwulenkuss als widerwärtig, die es heimlich geil finden.

    Wir sollten uns also bei der Diskussion darauf beschränken worum es wirklich geht: Es sind nicht die heterosexuellen Männer die ein Problem mit dem Mahnmal für homosexuelle Männer haben, sondern die Lesben.
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#8 KonstantinEhemaliges Profil
#9 alexander
  • 26.03.2010, 08:34h
  • Antwort auf #4 von Liedel
  • das muss daran liegen, dass der 68ziger-virus einem zersetzungs oder verfallsdatum unterliegt !
    beispiele : joschka fischer, otto schily, horst mahler, gerhard schröder, alice schwarzer usw. !
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#10 stromboliProfil
  • 26.03.2010, 09:48hberlin
  • die unten angeführte diskussion zu ende gedacht müßten wir uns ernsthaft fragen: was überhaupt haben wir mit lesben zu tun!
    Bevor wir uns nicht darüber im klaren werden ist die wut über die stille vereinamung, in unserem besitz geglaubtem erinnerungskultes ein windmülenkampf!

    eben wissen, was womöglich schwule belange von denen der frauen trennt; Oder endgültig der hetengesellschaft rechenschaft über ihr handeln und versagen abfordern!
    Um es auf den womöglich absurden punkt zu bringen:
    2 jahre gibt es ein schwules denkmal; 2 jahre ein lesbisches...

    Es aber einem hetero überlassen zu wollen schwule gedenkpolitik betreiben zu wollen, überfordert gewöhnlich solche einseitig gepolten geister: "Neumann erklärte nun, dass durch die Entfernung des mann-männlichen Kusses "keinesfalls eine Gleichsetzung von homosexuellen Männern und Frauen im Hinblick auf ihre Verfolgung im NS-Regime" beabsichtigt worden sei." ... was also will uns der herr geschichtbewerter erklären? Wenn zudem die erklärungstafel weitere aufklärung verspricht... in welche richtung dann?!
    Oder sollte ein zusatz eingraviert werden:
    hier wurde auf anregung von A.Schwarzer im konservativ/feministisch sinne der lesben gedacht.
    Dafür dürfen männliche opfer im 2jährlichen turnus ausgeblendet werden...
    Demnächst werden nicht mehr wütend homophobe das denkmal schänden, sondern schwule aus wut... so klein kann die welt werden!
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