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Die katholische Kirche in Maine streicht einer Hilfsorganisation für Obdachlose die Zuschüsse, weil sie sich bei einem Volksentscheid für die Öffnung der Ehe ausgesprochen hat.

Der Organisation Preble Street wurden daher bereits zugesagte Mittel in Höhe von 17.400 Dollar in diesem Jahr und 33.000 Dollar im nächsten Jahr gestrichen, berichtet die Zeitung "Press Herald". Die katholische Diözese Portland reagiert damit auf die Unterstützung des Vereins für "No on 1", erklärte ein Sprecher der Diözese. "Question 1" war ein Volksentscheid im November letzten Jahres, in dem sich die Bürger für oder gegen die Öffnung der Ehe entscheiden sollten. Die katholische Kirche sammelte sogar in ihrer Kollekte Geld für Werbung gegen die Homo-Ehe (queer.de berichtete). Schließlich votierte eine knappe Mehrheit dafür, Schwulen und Lesben das Eherecht vorzuenthalten (queer.de berichtete).

Die Mitgründerin von Preble Street warf der Kirche "Rachsucht" vor: "Nach der Wahl wird das Geld den Armen vorenthalten, weil der Bischof eine bestimmte politische Meinung vertritt", erklärte Anne Underwood. Damit wolle die Kirche Druck auf alle sozialen Organisationen ausüben, sich nicht politisch zu engagieren - zumindest nicht in Themen, in denen die katholische Kirche eine andere politische Ansicht vertritt. "Obdachlose sollten nicht Opfer politischer Spielchen werden", so Underwood.

Homo-Ehe "führt zu mehr Kriminalität"

Der verantwortliche Bischof Richard Malone gilt als einer der schärfsten Kritiker von Homo-Rechten in den USA. Er erklärte vor einem Parlamentsausschuss, dass die Legalisierung der gleichgeschlechtlichen Ehe zum Verfall der Sitten beitragen würde - und damit die Kriminalitäts- und Armutsrate steigen würde.

Zuvor hatte die katholische Kirche in Washington ihr soziales Engagement eingeschränkt, weil der Stadtrat für eine Öffnung der Ehe gestimmt hatte (queer.de berichtete). Sie stellte dort die Betreuung von 43 Pflegekindern ein. Auch in der Bundeshauptstadt hatte sie mit der Schließung von Obdachlosenheimen gedroht (queer.de berichtete); bislang ist es jedoch bei einer Drohung geblieben. (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.

26 Kommentare

#1 lukeAnonym
#2 KatholenbasherAnonym
  • 25.03.2010, 19:53h
  • Und dabei predigt die Kirche immer "Liebe deinen Nächsten wie Dich selbst!" Nun sieht man, wohin das geführt hat: die christliche Nächstenliebe ist durch die Aktion der Katholischen Kirche in Maine auf der Strecke geblieben. Es ist damit klar, daß ich den katholischen Würdenträgern in Maine nun keine frohe Ostern wünsche, sondern etwas ganz Anderes: das Fegefeuer möge sie verschlingen!
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#3 Liedel
  • 25.03.2010, 20:33h
  • "das Fegefeuer möge sie verschlingen!"

    Yeah

    Aber davor muss natürlich unbedingt noch erwähnt werden, dass es sowohl in Los Angeles (Mary Glasspool) als auch in Schweden (Eva Brunne) jeweils eine offen lesbische Bischöfin gibt, nicht wahr?
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#4 Dr.P.EnisAnonym
#5 DragonWarrior
#6 sCHneEAnonym
  • 25.03.2010, 21:39h
  • Antwort auf #4 von Dr.P.Enis
  • Nächstenliebe ohne Heuchlerei in Zusammenhang mit Religion, das ich nicht lache.
    Als aufgeklärter Mensch sollte man wissen das Religionen generell überflüssig sind. sry aber deine Bekehrungsversuche kann ich nicht nachvollziehen!
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#7 bastapapsta
  • 25.03.2010, 22:12h
  • Was erwartet ihr von einer Organisation, wo Missbrauchte zum Schweigen geberacht werden und Schützlinge mit Stühlen beworfen werden oder ihnen so lange "die Ohren langezogen" werden, bis sie ins Krankenhaus müssen ?

    Und in der unaufrichtig zu diesen demütigungen geschwiegen wird ?

    Die katholische Kirche sieht es als ihre Hauptaufgabe, die Individuen klein zu machen.

    Der Spiegel titelte richtig : Die Scheinheiligen- Die katholische Kirche und der Sex"
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#8 kfAnonym
  • 26.03.2010, 03:23h
  • Antwort auf #4 von Dr.P.Enis
  • wer die augen dermaßen verbissen vor der realität zukneift, dass auch die mehrheit der protestantischen kirchen sich nach wie vor ausdrücklich GEGEN die gleichbehandlung schwuler und lesbischer beziehungen ausspricht, der sollte besser nicht mit dem finger auf die katholischen kirche zeigen. sieh der realität ins auge: eva brunne ist eine ausnahme auch innerhalb des protestantismus, diskriminierung ist auch hier die regel - wenn auch teils nicht ganz so übel wie in der katholischen kirche.

    die finnische protestantische kirche z.b. hat sich vor kurzem sehr ausdrücklich gegen jede gleichbehandlung homosexueller beziehungen ausgesprochen und adoptionen durch homosexuelle partner verdammt. in deutschland ist die mehrheit der evangelischen kirchen GEGEN segnungen homosexueller beziehungen. die reihe ließe sich endlos fortsetzen.

    die inzwischen wirklich schon mitleiderregende zwanghaftigkeit, mit der du bei jeder noch so absurden gelegenheit den namen brunne ins spiel bringst, spricht eigentlich dagegen, dass du selber glaubst, es gebe im protestantismus keine probleme mehr. wen willst du hier überzeugen? vor allem wohl dich selber. toi toi toi, vielleicht gelingt dir das ja irgendwann.
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#9 goddamn. liberalAnonym
  • 26.03.2010, 06:04h
  • Antwort auf #8 von kf
  • "in deutschland ist die mehrheit der evangelischen kirchen GEGEN segnungen homosexueller beziehungen. "

    Also, nach meinem Kenntnisstand (und dem der HUK) steht es 9 zu 6 FÜR die Partnerschaftssegnungen. Der derzeitige EKD-Präses Schneider war da übrigens eindeutig Vorreiter.

    Unterschlagen sollte man allerdings nicht, dass seine Positionen (wie auch seine sozialpolitischen Vorstellungen) heftiges Gegrummel bei reaktionär-lutherischen Krypto-Katholen und Evangelikalen hervorrufen....
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#10 kfAnonym
  • 26.03.2010, 08:40h
  • Antwort auf #9 von goddamn. liberal
  • möglicherweise reden wir über verschiedene ebenen: ich beziehe mich auf wikipedia, wonach es nur "in 10 von 22 landeskirchen der evangelischen kirche in deutschland" segnungen gleichgeschlechtlicher paare gibt. vielleicht stimmt das ja nicht, deshalb würde mich interessieren, worauf genau die huk sich bezieht.

    dabei muss man noch anmerken, dass auch in den segnenden kirchen großer wert darauf gelegt wird, diese segnungen von trauungsgottesdiensten unbedingt deutlich sichtbar zu unterscheiden und jede verwechslung mit einer "richtigen" ehe auszuschließen. dass sich eine einzige landeskirche offiziell für die eheöffnung und völlige gleichstellung ausspräche, ist mir nicht bekannt, ich lasse mich aber gern belehren.

    das hat mit gleichbehandlung ungefähr so viel zu tun wie die hinteren bus-sitze für schwarze in den usa der sechziger jahre. klar, dort durften auch schwarze bus fahren... seeehr liberal...
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