Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?11953

Das umstrittene "Don’t ask, don’t tell"-Gesetz behält in den USA zwar vorerst Gültigkeit; das Homoverbot wird aber nicht mehr so strikt angewendet wie bisher.

Verteidigungsminister Robert Gates hat bekannt gegeben, dass mit den Änderungen das Gesetz "auf fairere und zweckmäßiger umgesetzt" wird. Die 1993 eingeführte Regelung besagt, dass Soldaten nicht offen homosexuell sein dürfen; nur Schwule und Lesben, die ihre sexuelle Orientierung erfolgreich geheim halten, dürfen für die Vereinigten Staaten in Kriege ziehen. Selbst bei einem Outing durch Dritte werden gegenwärtig Militärangehörige gefeuert. Seit der Einführung des Gesetzes durch Präsident Bill Clinton sind mehr als 13.500 Soldaten aufgrund ihrer sexuellen Orientierung aus dem Miliärdienst entlassen worden; darunter auch viele Spezialisten, die derzeit händeringend gesucht werden.

Nach den vom Pentagon erlassenen neuen Regeln muss fortan ein General oder Admiral der Entlassung eines homosexuellen Soldaten zustimmen; bislang hatten auch niedere Ränge dieses Recht. Zudem sollen zukünftig nicht mehr Gerüchte über die sexuelle Orientierung eine Rolle spielen, sondern nur noch eidesstattliche Versicherungen. Das Militär soll auch anders als bisher nicht mehr Schwule und Lesben feuern dürfen, wenn sie die Informationen über die sexuelle Ausrichtung von Anwälten, Geistlichen oder Ärzten erhalten hat. Auch Opfer gleichgeschlechtlicher häuslicher Gewalt sollen ebenfalls nicht mehr automatisch ihren Job verlieren.

Die Lockerung soll nur ein vorübergehend sein; Präsident Barack Obama hat bereits vor zwei Jahren während seines Wahlkampfes versprochen, das Homo-Verbot im Militär abzuschaffen. Er will die Gesetzesaufhebung allerdings nicht mit einem "Executive Order" anordnen, sondern mit Zustimmung des Kongresses durchführen. Der Verteidigungsminister und der Generalstabchef haben daher im Januar bei einer Anhörung des Verteidigungsausschusses für die Abschaffung von "Don’t ask, don’t tell" geworben. Eine Arbeitsgruppe berät daher gegenwärtig, welche positiven oder negativen Auswirkungen die Aufhebung haben würde.

Nach der von Präsident Obama durchgeboxten Gesundheitsreform herrscht im Kongress eine aufgeheizte Atmosphäre. Viele Republikaner wollen daher mit Fundamentalopposition sämtliche Reformvorhaben der Obama-Regierung blockieren. Noch ist unklar, ob dies auch das Homo-Verbot betrifft. Elaine Donelly, Chefin der konservativen Lobbygruppe Center for Military Readiness, gibt sich siegesbewusst, dass "Don’t ask, don’t tell" weiter Gesetz bleibt: "In einer freiwilligen Armee ist die Regelung wichtig, neue Soldaten anzuwerben und die Truppe zusammenzuhalten". Vielen heterosexuellen Soldaten sei es unangenehm, mit Schwulen zu dienen, erklärte die Lobbyistin. (dk)



#1 GI-GroupieAnonym
  • 26.03.2010, 14:40h
  • Für Robert Gates habe ich nur ein Urteil: Er hat sich zwar bemüht, aber unseren Anforderungen in keinster Weise entsprochen! Wenn er ein ganzer Mann gewesen wäre, hätte er die "Don't ask, don't tell"-Regelung endlich abgeschafft und gar nicht gelockert. Klassenziel eindeutig verfehlt!
  • Antworten » | Direktlink »
#2 gaymikergbgAnonym
  • 26.03.2010, 15:02h
  • Er kann es nur lockern , da der präsident das gesetz durch den kongress abschaffen lassen will ,so das kein nachfolgender präsident mehr diese regeln erlassen kann , zumindest mal 1 kleiner schritt wenn auch nur sehr winziger .
  • Antworten » | Direktlink »
#3 Ask & TellAnonym
  • 26.03.2010, 15:32h
  • Drumherum:

    "Nach der von Präsident Obama durchgeboxten Gesundheitsreform herrscht im Kongress eine aufgeheizte Atmosphäre. Viele Republikaner wollen daher mit Fundamentalopposition sämtliche Reformvorhaben der Obama-Regierung blockieren."

    -> Der US-Senat hat einer erneuten Änderung der Gesundheitsreform zugestimmt.....
    ...Für das Korrekturgesetz stimmten 56 Senatoren, dagegen 43. Damit strichen die Republikaner staatliche Stipendien für Studenten aus niedrigen Einkommensschichten aus dem Projekt. Das Repräsentantenhaus musste demselben Gesetz ebenfalls zustimmen, bevor es mit der abermaligen Unterschrift von Präsident Barack Obama in Kraft treten kann....

    www.focus.de/politik/weitere-meldungen/gesundheitsreform-us-
    senat-stimmt-erneuter-gesetzesaenderung-zu_aid_493198.html


    "Es war das Bild des Krieges, das jeder sehen wollte"

    Im Irak-Krieg rettet der US-Obergefreite Joe Dwyer einen Jungen. Das Foto macht ihn zum Nationalhelden. Fünf Jahre später tötet er sich mit Chemikalien. 2009 starben mehr US-Soldaten durch Suizid als auf dem Schlachtfeld im Irak

    www.spiegel.de/spiegel/0,1518,684973,00.html
  • Antworten » | Direktlink »
#4 TimmAnonym
  • 27.03.2010, 04:06h
  • Schonmal ein kleiner weiterer Fortschritt... ein General/Admiral muss ab jetzt unterschreiben...

    Aber natürlich muss Obama das Gesetz durchbringen dieses Jahr !

    Solche Zustände gibt es unter den NATO Verbündeten nur in schlimmerer Form in der Türkei, wo homosexuelle Anwärter ausgemustert werden.

    In allen anderen Militärs der NATO dürfen homosexuelle Soldaten uneingeschränkt offen ihren Dienst ausüben. Es wird Zeit, dass die USA ihren Verbündeten in diesem Thema endlich folgt und das wird auch wohl dieses Jahr noch geschehen...
  • Antworten » | Direktlink »
#5 eMANcipationEhemaliges Profil