Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?11967

In seltener Eintracht verurteilen der simbabwische Staatschef und der Regierungschef Homosexualität als "Geisteskrankheit", die die "nationale Einheit" vernichten könne.

Wie die Zeitung "New Zimbabwe" meldete, wollen Präsident Robert Mugabe und Ministerpräsident Morgan Tsvangirai damit verhindern, dass der Schutz der sexuellen Identität in die geplante Verfassung aufgenommen wird. Menschenrechtsorganisationen hatten dies zuvor gefordert.

Mugabe bezeichnete bei einem Fest anlässlich des Frauentages in Chitungwiza nahe der Hauptstadt Harare Homosexualität als "Idiotismus" und "Irrsinn", der den Zusammenhalt der Nation gefährden könne. "Wer sich der Homosexualität ergibt, vernichtet die nationale Einheit". Gleichgeschlechtliche Liebe sei eine "ausländische Praxis, die in unser Land importiert wurde". Er kritisierte dabei ausdrücklich Großbritannien und die Vereinigten Staaten wegen ihrer Homofreundlichkeit. Im Simbabwe sei das undenkbar: "Wir können nicht über Homosexualität sprechen, oder die Toten würden sich im Grabe umdrehen", erklärte Mugabe.

Tsvangirai fügte gleich danach an: "Ich erkenne diese Kultur nicht an. Warum sollte man sich nach anderen Männern umschauen, wenn 52 Prozent der Bevölkerung Frauen sind. Es gibt so wenige Männer".

Schwule "schlimmer als Schweine und Hunde"

Robert Mugabe ist seit der Unabhängkeit Simbabwes im Jahre 1980 Staatschef, der sein Land zunehmend autokratisch führte. 2008 kam es zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen, nachdem Mugabe eine Wahlniederlage gegen Tsvangirais Movement for Democratic Change (MDC) nicht anerkannte. Schließlich einigten sich die Kontrahenten des 12,5 Millionen Einwohner zählenden Landes auf eine Machtteilung. Außerdem soll im Mai eine verfassunggebende Versammlung die Zusammenarbeit auf neue Beine stellen.

Mugabe hatte bereits in der Vergangenheit versucht, Schwule und Lesben als Gefahr für das Land darzustellen. So warf er einer britischen Homogruppe 2006 vor, einen Umsturzversuch organisiert zu haben (queer.de berichtete). Im selben Jahr verschärfte er das Homo-Verbot und bezeichnete die Gesetzgebung als "Präventivschlag" (queer.de berichtete). Damit konnte nicht nur Homo-Sex mit Haftstrafen bis zu zehn Jahren geahndet werden, auch Umarmungen unter Männern waren fortan verboten. Schwule sind nach Ansicht des greisen Staatschefs "schlimmer als Schweine und Hunde". Er hat wiederholt betont, dass er Homosexualität als eine Waffe weißhäutiger Kolonialherren ansieht, mit der Afrika weiter kontrolliert werden soll.

Simbabwe zählt mit einem Bruttoinlandsprodukt von 200 Dollar pro Kopf zu den ärmsten Ländern der Welt. (dk)



33 Kommentare

#1 BenAnonym
  • 29.03.2010, 14:44h
  • "schlimmer als Schweine und Hunde"

    Ich verstehe einfach so eine dumme Ansicht nicht...

    Vor allem interessant so etwas von einem dunkelhäutigen zu hören. Immerhin gehört er selbst einer weltweiten Minderheit an. Warum, können gerade solche Menschen nicht tolerant sein?

    Egal, ob schwarz oder weiß - ob Homo oder Hetero... alle Menschen sind letztendlich gleich.

    Für mich gehören Leute, die solche menschenverachtenden Ansichten haben NICHT an die Spitze eines Staates...
  • Antworten » | Direktlink »
#2 dummfugAnonym
  • 29.03.2010, 14:44h
  • „Simbabwe zählt mit einem Bruttoinlandsprodukt von 200 Dollar pro Kopf zu den ärmsten Ländern der Welt.“

    Das muss wohl eher heißen: Der Regierungschef zählt mit seinem IQ zu einem der ärmsten der Welt...

    Aber die Taktik ist ja bekannt - wenn nichts mehr geht - Hass kann man immer noch schüren um von der Unfähigkeit und der Verfahrenheit der Situation abzulenken.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 Sebastian123
  • 29.03.2010, 15:47h
  • Tja, der scheint halt ein wenig später vom Baum gestiegen zu sein als der Rest der Menschheit.

    Witzig ist der Import der Homosexualität in sein Land. Wie ist es denn gekommen? Per Post? Mit dem Schiff oder mit dem Flieger!

    Hier kann man nur sagen, Ohren auf Durchzug stellen und weiter machen...
  • Antworten » | Direktlink »
#4 eMANcipationEhemaliges Profil
#5 seb1983
  • 29.03.2010, 16:25h
  • Und während man hierzulande angeblich den "roll back" nur ins Mittelalter erlebt ist Simbabwe sogar mit Vollgas auf dem Weg zurück in die Steinzeit...
  • Antworten » | Direktlink »
#6 Gay PolitiXXXAnonym
  • 29.03.2010, 16:31h
  • Hoffentlich werden Mugabe und Tsvangirai bal mal von einem tödlichen Virus befallen, der ihnen ein langes Siechtum beschert! Ich bin überrascht, daß auf beide bisher kein Attentat verübt wurde.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 XDAAnonym
#8 dumb watchAnonym
  • 29.03.2010, 16:47h
  • Antwort auf #6 von Gay PolitiXXX
  • Für manche ist der Teufel ja bekanntlich Schwarz.
    Das Wundern über Attentate, nationale Einheit, und solche Sachen, gibt es auch schon anderswo.

    Könnte ein tatsächlich einVirus sein:

    Here's the percentage breakdown of respondents' views of President Obama:

    38 percent say he wants to take away Americans' right to own guns.
    32 percent say he is a Muslim.
    29 percent think he wants to turn over the sovereignty of the United States to a one world government.
    29 percent think he has done many things that are unconstitutional.
    27 percent say he resents America's heritage.
    27 percent say he does what Wall Street and the bankers tell him to do.
    25 percent say he was not born in the United States and so is not eligible to be president.
    25 percent say he is a domestic enemy that the U.S. Constitutions speaks of.
    23 percent say he is a racist.
    23 percent say he is anti-American.
    23 percent say he wants to use an economic collapse or terrorist attack as an excuse to take dictatorial powers.
    20 percent say he is doing many of the things that Hitler did.

    news.yahoo.com/s/livescience/20100325/sc_livescience/quarter
    ofrepublicansthinkobamamaybetheantichrist
  • Antworten » | Direktlink »
#9 Gay PolitiXXXAnonym
#10 Gegen FanatikerAnonym
  • 29.03.2010, 17:02h
  • Religion

    85% der Bevölkerung sind Christen und 62% gehen regelmäßig in christliche Kirchen.[7] Die größten christlichen Gemeinden sind die Anglikanische, Römisch-Katholische und Methodistische Kirche. Wie in den meisten anderen ehemaligen europäischen Kolonien mischen sich Reste lokaler Religionen aus der Zeit vor der Christianisierung in den christlichen Glauben. Daneben und teilweise mit christlichen Glaubensinhalten vermischt gibt es naturreligiöse Vorstellungen wie Ahnenkult, Besessenheitskulte wie Mashawe und Heilserwartungen. Der traditionelle Himmelsgott der Shona ist Mwari, das höchste Prinzip. Weniger als 1% der Bevölkerung sind Muslime.Prinzip. Weniger als 1% der Bevölkerung sind Muslime. !!!!!!! Quelle:
    de.wikipedia.org/wiki/Simbabwe#Religion

    Christentum ist Frieden™
  • Antworten » | Direktlink »