Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?11969

Über 14 Prozent der Schwulen in Washington sind laut einer neuen Untersuchung der Gesundheitsbehörde der US-Hauptstadt HIV-positiv.

Nach Angaben der "Washington Post" hatte die Behörde sogar mit noch höheren Prozentzahlen gerechnet. So erklärte ein Sprecher der Stadt, dass nach Untersuchungen aus dem Jahr 2005 weit höhere Infektionszahlen errechnet wurden: So sollen in San Francisco 24 Prozent, in New York 25 Prozent und in Baltimore 40 Prozent der Schwulen HIV-positiv sein.

Die neue Berechnung geht auf eine Befragung von 500 Schwulen in ganz Washington D.C. zurück. 40 Prozent der Befragten wussten demnach nicht, dass sie positiv sind – obwohl die meisten in den vergangenen zwölf Monaten einen Arzt aufgesucht hatten. Ein Drittel konnte nicht mit Sicherheit den HIV-Status ihres letzten Partners sagen.

Die Studie besagte auch, dass Jüngere eher auf Safer Sex achten. Männer über 30 ließen sich dagegen seltener auf HIV testen, verschmähten eher Kondome und hatten mehr Sexpartner.

Die Forscher fanden die Teilnehmer der Umfrage in schwulen Saunen, Bars, Restaurants und Clubs. Kritiker erklärten, der Anteil von HIV-Positiven könnte sogar noch höher liegen, da Schwarze von den Forschern unterproportional erfasst wurden. Der Sprecher einer schwarzen Schwulenorganisation sagte, die Forscher hätten vor allem Etablissements in ihre Untersuchung eingeschlossen, die eher von Weißen bevölkert werden.

Die Gefahr für schwarze Männer in Amerika, sich im Laufe ihres Lebens mit HIV zu infizieren, liegt bei eins zu 16 (hetero- und homosexuell). Bei Weißen beträgt sie eins zu 104. (dk)



13 Kommentare

#1 XDAAnonym
  • 29.03.2010, 16:29h
  • Da bleibt natürlich die Frage, wo die Behörde die 500 Schwulen hergnommen hat. Wenn sie sie in nem Schwulenclub oder Darkroom gefragt hat, sind diese Zahlen kaum verwunderlich. Zählt man jedoch die Nicht-Szene-Schwulen mit dazu, dann scheint mir die Zahl arg erhöht.

    Wenn man sieht, dass die USA 308.000.000 Einwohner hat, davon 50 % Männer sind und hiervon 10 % schwul. Wären ja allein in den USA 15,4 Mio Schwule. Wenn von denen jetzt 14 % HIV+ sind, dann gibt es in den USA allein 2,1 Mio HIV+ Schwule. Selbst wenn ich Kinder und Alte rausrechne scheint mir die Zahl enorm zu sein ... und eher unglaubwürdig.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 SeXXXy-HeXXXyAnonym
  • 29.03.2010, 16:34h
  • Was folgern wir daraus: je älter die Mitglieder der Washingtoner Gay Community wird, desto unsafer wird der Sex. Schon erstaunlich, daß die Jungen sehr viel mehr auf Safer Sex als die Älteren achten!
  • Antworten » | Direktlink »
#3 Sebastian123
#4 seb1983
  • 29.03.2010, 17:31h
  • Antwort auf #1 von XDA
  • Das denke ich halt auch.
    Den Großteil der schwulen Männer, eben die "pösen angepassten bürgerlichen" usw. Schwulen die in der Kneipe um die Ecke statt in der Szenebar feiern erreicht man durch solche Tests nicht.
    Kurz: Ich halte die Auswahl nicht für repräsentativ um die Grundgesamtheit der Schwulen abzubilden und das Ergebnis dadurch für überhöht und verfälscht.

    Erschreckend bleibt aber, dass dann unter den fleißigen Szenegängern zwischen 14% und 40% der Männer HIV positiv sind. Das sind pandemieartige Zahlen wie aus Schwarzafrika.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 XDAAnonym
#6 goddamn. liberalAnonym
  • 29.03.2010, 19:00h
  • Dafür, dass die USA ein wesentliches Ursprungsland der Seuche sind, die Untersuchung in einer Großstadt und dann auch noch in der Szene stattfand, ist die Zahl nicht überraschend hoch, obwohl sie zu hoch ist!

    Immerhein 86% scheinen nicht betroffen zu sein...
  • Antworten » | Direktlink »
#7 Michael3Anonym
  • 30.03.2010, 00:51h

  • Wie kommt es denn, dass die Chance für einen Afro-Amerikaner HIV zu bekommen so gigantisch hoch und bei Weißen in Relation so niedrig ist? Sind das nur Schwule? Und worauf basieren diese Werte?
  • Antworten » | Direktlink »
#8 PrignitzerEhemaliges Profil
  • 30.03.2010, 00:52h
  • Antwort auf #6 von goddamn. liberal
  • Erstens: AIDS ist keine "Seuche". Zweitens: Der Virus kommt nicht aus den Staaten. Drittens: Jeder ist für sich selbst verantwortlich. - Sollten wir nicht mal davon loskommen, dass das Sterben am HI-Virus so das Entsetzlichste ist, was wem passieren kann?. Viertens: Jeder hängt an dem Leben, dass ihm ohne Zutun aufgebürdet wurde zu leben. Klar, einmal die Sonne gesehen, freut man sich über sie und möcht' sie ewig genießen. Aber ewig genießt sie keiner. Und wer wann seinen Löffel abgibt, ist letztlich unwichtig, wenn er g e l e b t hat. Und nur, weil einer 80 geworden ist, muss er nicht großartiger dran sein als der, der es nur auf 21 Jahre gebracht hat. IM GEGENTEIL.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 seb1983
  • 30.03.2010, 09:29h
  • Antwort auf #8 von Prignitzer
  • "Und nur, weil einer 80 geworden ist, muss er nicht großartiger dran sein als der, der es nur auf 21 Jahre gebracht hat. IM GEGENTEIL. "

    Sorry, was soll denn der Quatsch?
    Ich hätte jedenfalls keinen Bock mit 21 weg vom Fenster zu sein, da geht das Leben überhaupt erst los! Dieses "aufgebürdete Leben" ertrage bis jezt ganz gut, ohne darüber nachzudenken ob es "ensetztlichere" Tode gibt als an Aids zu sterben...
  • Antworten » | Direktlink »
#10 XDAAnonym
  • 30.03.2010, 11:14h
  • Antwort auf #7 von Michael3
  • Steht doch drin, dass gleich der Sexualität das Risiko eines Schwarzen generell bei 1:16 liegt - ziemlich hoch. Wobei man natürlich hier auch sicherlich in Betracht ziehen muss, dass Schwarze (sicherlich stark durch sozialmilieubedingte Ungleichheiten geprägt) ein höheres Risiko des Drogenkonsums, Kriminalität und Prostitution haben; gerade bei Drogen ist dann eine Infektion mit HIV sicher nicht weit entfernt.

    Gibt es eigentlich Untersuchung zum promisken Verhalten bei Männern im Vergleich Schwarz vs. Weiß ?
  • Antworten » | Direktlink »