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Viele Jahre hat er geschwiegen, doch nun gesteht Popsänger Ricky Martin nach 60 Millionen verkaufter Alben und etlicher Nummer-1-Hits öffentlich ein, dass er schwul ist.

"Ich bin stolz darauf zu sagen, dass ich ein glücklicher homosexueller Mann bin", so der aus Puerto Rico stammende 38-Jährige auf seiner offiziellen Website. "Ich bin gesegnet, der zu sein, der ich bin". Seine Homosexualität akzeptiere er als "Geschenk, das mir Leben gibt".

Mehrere Jahre hatte es Gerüchte um die sexuelle Ausrichtung des als Enrique Martin Morales geborenen Sängers gegeben. So wurde er bereits vor über zehn Jahren von einer amerikanischen Klatschjournalistin in einem TV-Interview wiederholt gefragt, ob er schwul sei – dieser Frage wich er aber stets aus. 2007 wurde er von seinem Kosmetiker geoutet (queer.de berichtete). Ein Jahr später adoptierte er Zwillinge, die eine Leihmutter für ihn ausgetragen hatte (queer.de berichtete). Das heizte die Gerüchteküche weiter an.

"Alte Lasten"

Nun macht Martin reinen Tisch: "Die letzten Jahre des Schweigens und der Besinnung haben mich stärker gemacht und mich darin erinnert, dass Akzeptanz von innen kommen muss. Die Wahrheit zu sagen gibt mir Kraft, Gefühle zu bezwingen, von denen ich nicht mal wusste, dass ich sie habe". Der richtige Zeitpunkt sei jetzt gekommen, da er an seiner Autobiografie arbeitete: "Als ich den ersten Satz für das Buch geschrieben habe, wusste ich, dass das mir helfen wird, mich von Dingen zu befreien, die ich eine lange Zeit mit mir herumgetragen habe. Dinge, die zu wichtig waren, um sie für mich zu behalten." Es wäre auch seinen Söhnen gegenüber nicht ehrlich, weiter mit diesem Geheimnis zu leben. Daher wolle er einen Neuanfang machen und sich "von alten Lasten" befreien.

Bislang habe er nichts von seiner Homosexualität erzählt, um seine Karriere nicht zu gefährden. Viele Berater und Freunde hätten ihm mit Blick auf seine Fangemeinde zur Geheimhaltung geraten. (dk)

Youtube | Bericht über das Coming-out auf CNN en Español


#1 PeterPanAnonym
  • 30.03.2010, 08:54h
  • WOW ....

    Dieser Mut ist phänomenal Hut ab !!

    Das hätte er mal zu Beginn seiner Karriere tun sollen um anderen jungen Schwulen Mut zu machen aber als abgehalfteter Latino Popstar hat dieses Outing eher das Geschmäckle von "Hey ich mach mal wichtig und sag mal das was eh jeder weiß" kling für mich eher nach wir pushen nochmal die Karriere wann kommt das neue Albun raus ?

    Aber ein geiler Schnuckel ist er immer noch hoffe ich seh mit 38 auch noch so aus :-)
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#2 RoggeAnonym
  • 30.03.2010, 08:58h
  • Die Wahrheit zu Beginn seiner Karriere hätte ihn besser aussehen lassen und vor allem mehr Respekt eingebracht.
    Mit einem Millionenvermögen im Hintergrund läßt es sich leicht offen schwul leben.
    Ricky ist schwul, na und !
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#3 seb1983
  • 30.03.2010, 09:37h
  • Na ok, hat er sich der Vollständigkeit halber geoutet, mit 38 am Karriereende wo es ohnehin schon jeder weiß, wenn ihn das nun so stolz macht, ok.
    Für ne zweite Karriere in Szenebars wirds wohl reichen, da ist man nicht anspruchsvoll wenn die sexuelle Orientierung passt...
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#4 CarstenFfm
#5 Luckylion
  • 30.03.2010, 10:51h
  • Schön, dass er sich nun offiziell geoutet hat. Wegen einiger Kommentare hier: Ricky Martin veröffentlicht seit 1991 Alben. Da gab es einfach noch nicht so viele offen schwule Musiker und schon gar nicht wenn du dann noch "Volksmusik", also in dem Fall Latin machst. Seine Hauptkäufergruppe ist weiblich. Inzwischen ist es seit diesem Jahrtausend normaler und viele Boygroups haben offen schwule Mitglieder und viele Castingstars sind von Anfang an offen schwul. Es wird eben von der Musikindustrie nicht mehr als Karrierekiller angesehen.
    Meinen Respekt hat er für das Outing - auch wenn es länger gedauert hat.
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#6 XDAAnonym
  • 30.03.2010, 11:07h
  • Ich finde es auch gut, dass er sich geoutet hat, auch wenngleich es eh jeder bereits wusste.

    Wär nicht schlecht, wenn Arne Friedrich oder z.B. auch George Clooney zur eigenen Homosexualität stehen würden [make an educated guess].

    Da gönne ich mir erst einmal einen leckeren Senseo-Café.
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#7 Liedel
  • 30.03.2010, 11:28h
  • @xda

    Finde ich interessant, dass du das bei Friedrich auch vermutest... der Gedanke ist mir bei dem auch schon gekommen...
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#8 Liedel
  • 30.03.2010, 11:38h
  • Musikalisch wie optisch war der nie mein Ding, aber wurscht... "besser spät als nie" triffts da ganz gut. Millionenvermögen hin, Millionenvermögen her... möge er trotzdem kein Vorbild für gewisse Sänger von Teeniebands aus dem Osten sein (wie hießen die doch gleich? Magdeburg Pension oder so).

    Das wäre dann wieder die Kategorie "Outings, die die Welt nicht braucht"
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#9 Liedel
  • 30.03.2010, 11:46h
  • @seb

    Da muss er sich aber auftransen, sonst kommt er da nicht an Also in den Szenebars, wo so genannter "Gesang" geboten wird.
    In den Schuppen, wo es um ganz andere Sachen geht, will man(n) in der Regel keinen kommerziellen Singsang hören
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#10 XDAAnonym