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Der pensionierte General John Sheehan entschuldigte sich beim niederländischen General Henk van den Breemen für seine Äußerung, homosexuelle Soldaten seien 1995 schuld am Massaker in Srebrenica gewesen.

"Es tut mir Leid, dass meine Erinnerung an diese Gespräche vor 15 Jahren Ihre Gedanken bei manchen spezifischen Themen nicht richtig wiedergegeben hat", schrieb Sheehan an van den Breemen. "Um es klar zu sagen: Das Fehlverhalten in Srebrenica war nicht die Schuld bestimmter Soldaten".

Sheehan hatte bei einer Anhörung des US-Senats behauptet, dass Schwule und Lesben die Kampfmoral schwächen würden. Als Beispiel nannte er Srebrenica. Dort hatte die niederländische Armee einer Übermacht von serbischen Truppen die Stadt überlassen; die Invasoren töteten dort daraufhin 8.000 Muslime. Sheehans Aussagen zufolge sei General van den Breemen der selben Meinung wie er (queer.de berichtete). Van den Breemen hatte aber letzte Woche ausrichten lassen, dass er die Aussage Sheehans als "absoluten Nonsens" ansieht, dem er nie zugestimmt hätte.

In den Niederlanden hatte Sheehan Empörung ausgelöst. Der amtierende Ministerpräsident Jan Peter Balkenende nannte die Aussagen "empörend und jenseits von gut und böse". Eine Homo-Gruppe hat erklärt, eine Verleumdungsklage gegen den US-General vorzubereiten.

Hintergrund des Streits ist die von Präsident Barack Obama geplante Abschaffung des "Don't ask, don't tell"-Gesetzes, das besagt, dass offen Homosexuelle in den amerikanischen Streitkräften nicht dienen dürfen. Seit der Einführung 1993 wurden insgesamt über 13.500 Soldaten aus der Armee, Luftwaffe oder Marine entlassen, weil sie sich als homosexuell bekannt hatten oder geoutet wurden. Verteidigungsminister Robert Gates hat erst letzte Woche den Rasschmiss von Schwulen und Lesben aus dem Militär erschwert (queer.de berichtete). Das Gesetz soll bis Ende des Jahres abgeschafft werden. Während die meisten Demokraten dieser Änderung zustimmen, lehnt die Mehrzahl der Republikaner das Ende des Homo-Verbots ab. (dk)



10 Kommentare

#1 XDAAnonym
  • 31.03.2010, 10:19h
  • Also ich finde, dass die Entschuldigung doch nur eine Alibifunktion hat. Wenn man auf solch absurde Ideen kommt, dann ist das nicht eine Entgleisung kurzer Natur, sondern eine festgefahrene Einstellung.
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#2 LorenProfil
  • 31.03.2010, 12:08hGreifswald
  • Schöne Sch...., nicht wahr, Herr General?
    Da will man seine eigene Homophobie und Menschenverachtung durch Verweis auf die "Expertise" anderer "Kapazitäten" untermauern und kriegt dann keine Rückendeckung. Friendly fire? Ich sage nur: Abtreten!
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#3 Karakul SheepAnonym
#4 vingtans
  • 31.03.2010, 14:31h
  • der mister army man hat sich mit seiner entschuldigung noch lächerlich gemacht...zumal sie nicht ernst gemeint ist und nur aus angst vor weiteren konsequenzen verfasst wurde..

    aber ich finde seine "falsche" reue ist doch schon mal ein kleiner sieg gegen homophobie..
    und einzeichen dafür das wir politisch endlich mitreden dürfen!
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#5 FloAnonym
#6 ChristlamistenAnonym
  • 31.03.2010, 15:43h
  • Mickey Weinstein war wieder mal ein Guter.

    Er deckte vor Jahren schon geheimbündlerische christliche Strukturen bis in die obertsen Etagen der Streitkräfte auf. Ebenso ihre Verzahnung
    mit politischenKräften, die man nach europischen Maßstäben als mindestens präfaschistisch bezeichnen kann. Solche aus Eliten-Bildungsgängen.

    Aus diesem Milieu dürfte der Lippenbekenner kommen.

    Heimlich hat eine Firma Hinweise auf Bibelsprüche auf Zielfernrohren angebracht, die aus den Waffen "Jesus-Gewehre" machten
    Gerade ist ein Bericht erschienen, in dem ein gefährliches Anschwellen von militanten rechten und christlichen Gruppen in den USA konstatiert wurde (USA: Militante rechte und christliche Gruppen sprunghaft angestiegen). Das findet allerdings auf einem christlich-militanten Hintergrund statt, wie der Fall einer Firma zeigt, die u.a. das Pentagon mit Zielfernrohren für Gewehre beliefert.

    www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32366/1.html
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#7 Fg68atProfil
  • 31.03.2010, 17:02hWien
  • "Entschuldigt sich bei den Holländern" ist etwas übertrieben. Er meint doch nur, dass nicht der einzelne Schwule eine Fehlleistung gebracht hat, sondern, dass die Liberalisierung, welche auch offen Homosexuelle im Militär mit sich bringen, und was damit ein teil des Problems ist, schuld für Sebreniza sind. Aber auch das widerspricht der niederländischen Untersuchungskomission.
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#8 AmiInBerlinProfil
  • 31.03.2010, 18:30hBerlin
  • To start: I'm a US citizen. I can read and understand everything here, but I can express myself much more clearly in English than in German...
    Gen. Sheehan is a Neanderthal, retired, yet still thinking he has something of worth to say regarding the present state of the military. His apology is a joke, at best: while saying that individual soldiers weren't at fault, he still leaves open his original premise (which I heard in English) that the liberalization of the Dutch military, a chief sign of which is the inclusion of gay soldiers, is at fault. I can only hope that the persons of wisdom in the hearing could realize that absurdity of his thought process.
    To the person here who says, in effect, "Nothing that the Amis do surprises me any more" I say: you are in danger of making identically bigoted comments as the General.
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#9 BeatriXXXyAnonym
#10 taxithiotis