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Hat sich Latinostar Ricky Martin nur seine Homosexualität publik gemacht, um einem Outing seines Freundes zuvorzukommen?

Wie der "Miami Herald" berichtet, gehen derzeit Gerüchte über die Gründe von Martins Coming-outs um. Anonyme Quellen berichteten nach Angaben der Tageszeitung, dass sich der Freund des Sängers nicht mehr verstecken will. Er habe damitgedroht, die sexuelle Orientierung des 38-Jährigen öffentlich zu machen, falls Martin sein Versteckspiel weiter spielen wolle. Über die Identität des Freundes ist in der Öffentlichkeit bislang noch nichts bekannt - außer, dass er wie Martin aus dem US-Außengebiet Puerto Rico stammen soll.

Der "She bangs"-Sänger hat am Dienstag auf seiner Website erklärt, dass er "ein glücklicher homosexueller Mann" sei (queer.de berichtete). Zuvor hatte er stets zu Fragen über seine sexuelle Orientierung geschwiegen. Er erklärte auf der Website, dass ihm Berater gesagt hätten, dass er als offen schwuler Sänger weniger erfolgreich sein würde. Martin selbst begründet seine neue Offenheit damit, dass er gegenwärtig an seinen Memoiren schreibt.

Via Twitter bedankt sich Martin bei seinen Fans für die positiven Rückmeldungen: "Mir geht es super. Ich bin stärker denn je. Erhole mich zu Hause und lese gerne eure Messages. Ich fühle die Liebe. Danke für alles. Peace!".

GLAAD: Ricky Martin hilft Millionen Schwulen

Die Gay & Lesbian Alliance Against Defamation (GLAAD), eine der größten Homo-Gruppen in den Vereinigten Staaten, begrüßt das Coming-out überschwänglich. Es helfe auch anderen Schwulen, erklärte GLAAD-Chef Jarrett Barrios: "Wenn sich jemand wie Ricky Martin outet, haben hunderte Millionen Menschen eine kulturelle Verbindung mit dem Sänger", so Barrios. "Seine Entscheidung, sich offen und ehrlich zu äußern, kann eine größeren Akzeptanz für unzähligen Schwule in den USA, Lateinamerika und weltweit bedeuten."

Sogar der sonst so scharfzüngige schwule Blogger Perez Hilton scheint nach dem späten Coming-out Kreide gefressen zu haben: "Wir sind sehr glücklich für dich, Ricky", hauchte er in seine Tastatur. (dk)



13 Kommentare

#1 AngelAnonym
  • 31.03.2010, 19:09h
  • Ich habe gerade den spanischen und englischen Orginaltext auf der Homepage gelesen. Respekt. Auch wenn die Community sich seit Jahren ziemlich sicher war - wichtig ist nur, das er selber jetzt verstanden hat, wer er ist, und was es für ihn auch als öffentliche Person und als Vater bedeutet, schwul zu sein. Allein diese Einsicht, diesen Mut, sich mit den übrigends sehr emotionalen Worten an die Fans zu richten, verdient Respekt. Und ich denke, das sich ein 38 jähriger Erwachsener Mann kaum zu einem Coming Out erpressen lässt - er hätte doch ebenso weiter jahrelang schweigen, leugnen oder klagen können (wie wir es ja von anderen Stars gewohnt sind) Aber der veröffentlichte Text weisst in keinster Weise auf Druck hin, der auf eine Erpressung schliessen lassen sollte. R.M. hat in diesem Text mit warmherzigen und selbstkritischen Worte ein ehrliches Statement abgegeben. Respekt für diesen Mut zur Offenheit.
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#2 Rickys LoverAnonym
  • 31.03.2010, 20:04h
  • Heiliger Spekulatius! Darf Ricky Martin nicht selbst entscheiden, wann der Zeitpunkt zum Verlassen des Schranks gekommen ist???
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#3 herve64Profil
#4 Heterror-NormAnonym
  • 31.03.2010, 21:39h
  • Antwort auf #2 von Rickys Lover
  • Wer Millionen verdient, weil er sich für ein Leben als öffentliche Person entschieden hat, der sollte auch einem Minimum an gesellschaftlicher Verantwortung gerecht werden.

    Vielleicht sollte man mindestens so sehr an die Freiheit und das psychische Wohl sozial weniger privilegierter (teils marginalisierter) junger Schwuler denken wie an die egoistischen Motive von Klemmschwester-Millionären, die im Rampenlicht stehen!

    (Wobei es schon vielsagend ist, dass nicht wenige hier Selbstverleugnung und -erniedrigung für gesundheitsförderlich und für einen Ausdruck persönlicher Freiheit halten!)
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#5 MartinRAnonym
  • 01.04.2010, 00:08h
  • Antwort auf #2 von Rickys Lover
  • nein, man sollte schon mit 15 in talk und castingshows mit seinen sexuellen vorlieben hausieren gehen. so will es zumindest unser Homomanie-Troll.
    er hat ja ein klares bild vom ideal-homo.
    leider ist der mensch komplizierter und differenzierter, mein lieber.
    es soll ja auch heterosexuelle Promis geben, von denen man gar nicht weiß, dass sie heterosexuell sind, weil sie nicht homestories machen lassen.
    einer wie martin muss auch im kulturellen zusammenhang gedacht werden, aber dafür hat unser troll ja keine antennen. europäisches bildungsbürgerkind.
    immer drüber fahren ohne rücksicht auch individuelle geschichte.
    du, troll, führst dich ja eigentlich selbst ad absurdum: dein unterschwelliger aufruf zur Individuation auf der eine seite, auf der anderen, die aggressive gleichmachungspropaganda, die du auf die “Heteronorm“ projizierst....
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#6 herve64Profil
  • 01.04.2010, 08:48hMünchen
  • Antwort auf #1 von Angel
  • "Auch wenn die Community sich seit Jahren ziemlich sicher war - wichtig ist nur, das er selber jetzt verstanden hat, wer er ist, und was es für ihn auch als öffentliche Person und als Vater bedeutet, schwul zu sein.":

    [ironie] Oh, allwissende Community, dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen. [/ironie]
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#7 Heterror-NormAnonym
  • 01.04.2010, 10:56h
  • Antwort auf #5 von MartinR
  • Nee, so will es unsere heterosexistische Gesellschaft, die genau das mit Kindern und Jugendlichen andauernd macht (siehe Sexual"aufklärung", die keine ist, siehe Kinder- / Jugendprogramme, siehe Werbung etc.) - nämlich ihnen eine heterosexuelle Identität unterstellt und faktisch aufherrscht!

    Und Leute wie du klatschen *trollend* dazu Beifall!

    Wahrlich ein Ausdruck individueller (und kollektiver) Freiheit...
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#8 Heterror-NormAnonym
  • 01.04.2010, 11:44h
  • Antwort auf #5 von MartinR
  • PS:

    Das "europäische Bildungsbürgerkind" hat mehr als zwei Jahre in Lateinamerika gelebt und gearbeitet, und zwar weniger dort, wo es die Touristen hinzieht, als vielmehr in den Lebensräumen der Armen und Marginalisierten!

    Und wenn mich dort eines beeindruckt hat, dann neben dem solidarischen Denken und Handeln auch in vielen Fällen ein beachtliches schwules Selbstbewusstsein, das ich bei Trollen wie dir leider vermisse.
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#9 seb1983
#10 sajoAnonym