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Wer zu schüchtern ist, beim öffentlichen Tuntenlauf seine Frau zu stehen, kann nun seine weibliche Seite im Internet testen: Dank RuPaul kann jeder nach ein paar Klicks zur Queen werden.

Das Spiel mit Geschlechtern ist aus der schwulen Kultur nicht mehr wegzudenken. Doch nicht jeder findet den Mut, sich mal in den Fummel zu werfen. Star-Dragqueen RuPaul schafft Abhilfe: Der Dragulator gibt jedem die Möglichkeit, sich innerhalb weniger Minuten als aufgetackelte Frau zu sehen.

Selbst für Computer-Muffel dürfte der Service keine Hürden bereithalten: Zunächst muss man ein eigenes Porträt-Bild hochladen – oder das eines beliebigen Menschen, den man gerne mal als wahre Krönung der Schöpfung sehen möchte. Mit ein bisschen Schieben oder Verkleinern schafft es der Kopf auf einen Körper. Dann können per Drag & Drop Lippen, Haaren, Makeup und andere Verschönerungen vorgenommen werden. Ein Kleid und diverse Accessoires schließen die Drag-Findung ab. Ob lässig im leichten Kleid am Cocktail schlürfend oder eher im legeren Look unter einem Schirm sitzend - für jede Situation hält das Programm die richtige Ausstattung bereit. Unterlegt wird die modische Suche von RuPauls gewohnt pointierten Kommentaren. Am Ende kann ein Porträt- oder Ganzkörperbild auf die eigene Festplatte heruntergeladen werden.

Der Dragulator ist Teil der Website von "RuPaul’s Drag Race", das seit Anfang Februar beim US-Sender Logo in seiner zweiten Staffel zu sehen ist. In der Show treten zwölf Dragqueens aus den ganzen USA gegeneinander an. Nach zwölf Folgen wird die Siegerin gekürt ("America’s Next Drag Superstar").

Die erste Staffel war im vergangenen Jahr auch im deutschen Sender TIMM zu sehen (queer.de berichtete). Diese Show gewann Bebe Zahara Benet vor Nina Flowers. Noch ist unklar, ob auch die zweite Staffel in Deutschland zu sehen sein wird. (dk)



57 Kommentare

#1 !Anonym
  • 06.04.2010, 15:31h
  • Deht sichs in der Welt nicht schon genug um Weiberkram? Warum kann man nicht zumindest in der Schwulenwelt davon verschont bleiben?! Ich steh als Mann auf Männer und kann nicht verstehen warum ausgeechnet bei den Schwulen dieser feminine Mist eine große Rolle spielen soll
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#2 seb1983
  • 06.04.2010, 15:41h
  • Antwort auf #1 von !
  • Habs auch nie verstanden, da wird erst über Zellulite und Röckchen abgelästert, und dann zieht man sich selbst einen an, als Standardprogramm auf jeder schwulen Fete
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#3 CarstenFfm
  • 06.04.2010, 15:58h
  • Antwort auf #2 von seb1983
  • Ich sehe keine Grund meinen Vorrednenern rote Quadrate zu geben!

    Ich bin schwul, ich steh auf Männer, auf richtige Männer... Weiberkrams wie Drag und Fummel kann mir gestohlen bleiben.... und auf Veranstaltungen, wo so ein Dresscode angesagt ist, geh ich sowieso nicht
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#4 maaaartinAnonym
  • 06.04.2010, 17:13h
  • das ist oft ein generationending. abweichen, anders sein und das zu feiern, zementierte geschlechterrollen zu veräppeln, zu übertreiben und damit in frage zu stellen, das kennen die kinder der revolution einfach nicht.

    kinders, damals waren die sichtbar (im sinne von übererfüllung und auskosten des klischees), "damit ihr es mal besser habt". die heutige jungschwuppe hingegen hat spass im mainstream aufzugehen. ob der mainstream auf seine neuzugänge so wartet, das sehen die verschiedenen lager unterschiedlich.

    das ist der knackpunkt. um so mehr wir wirklich gleich sind, um so weniger gibt es einen grund sich als abweichler zu sehen.

    also, meine richtig kerligen junghomos, ich freu mich drauf, euch als beweis der normalität euch zahlreich, händchenhaltend und knutschend zu jeder tages und nachtzeit auf offener strasse zu sehen.
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#5 otarAnonym
  • 06.04.2010, 17:23h
  • Geht's hier eigentlich nur noch um Tunten? Ein Schwuler ist ein Mann, der einen Mann will, keinen Weiberverschnitt!
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#6 gatopardo
  • 06.04.2010, 17:29h
  • Antwort auf #4 von maaaartin
  • Ja, meine Generation hatte allen Grund, die Geschlechterrollen infrage zu stellen und wir hatten mit der Persiflage unsere "rauschenden Ballnächte" , ohne dass wir durchweg im Fummel erscheinen mussten, sondern einen Heidenspass an der dargebotenen Travestie-Varieté hatten. Dass es das heute nicht mehr gibt, schmerzt ein wenig, aber man berichtet den schwulen Jungs von heute gerne darüber !
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#7 CarstenFfm
  • 06.04.2010, 18:09h
  • Antwort auf #4 von maaaartin
  • So jung bin ich nicht mehr.... und "normal" sicher auch nicht.... aber ich muss keinen Fummel tragen, um meine Identität zu zeigen.

    Es soll auch jeder Fummel tragen der will, ich finds halt völlig ungeil, und ein Akt der politischen Befreung ist es sicher nicht.... und schon gar nicht ein so albernens "klick Dir Deinen Fummel zusammen im Internet" Spielchen.

    So, und jetzt dürfen alle femininen Tucken weiter rote Quadrate verteilen.
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#8 gatopardo
  • 06.04.2010, 18:57h
  • Antwort auf #7 von CarstenFfm
  • Nein, Du hast natürlich auch recht und bekommst in erster Linie den grünen Punkt für Deine ablehnende Haltung zur unnötigen Fummelschneiderei im Internet. Politische Befreiung hatten uns da seinerzeit schon die Emanzen mit den weggeworfenen BHs vorgeführt, als wenn sich neue Identitäten über Klamottenwechsel definieren würden. Aber ich trauere den Auftritten jener Tunten in Tüll und Klunkern nach, die doch auf irgendeine unerklärliche Weise ausdrückten, was wir empfanden.
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#9 hwAnonym
  • 06.04.2010, 19:17h
  • Antwort auf #6 von gatopardo
  • wir haben damit in den 80ern noch den städtischen einzelhandel in der provinz mit langen beratungsgesprächen beglückt. zu zweit oder zu dritt. (bandaufnahmen wir, fotos/freunde)
    es war sehr schön. die atmosphäre hatte immer
    etwas sehr eigenes.

    "kurzwaren"

    war immer lustig.
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#10 TuntentorteAnonym
  • 06.04.2010, 19:36h
  • Die Bilder sind nicht gerade eine Augenweide! Wo findet man diesen Dragqueenstyler?
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