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  • 10. Oktober 2003, noch kein Kommentar

Vatikan Den Friedensnobelpreis hat er entgegen allen Spekulationen am Freitag nicht bekommen, stattdessen hagelte es an die Adresse des Papstes zahlreiche Kritik. Die Kirchenvolksbewegung "Wir sind Kirche" forderte seinen Rücktritt, denn der "wäre ein Zeichen von Weisheit und ein Dienst an der Kirche", teilte die liberale Reformgruppe innerhalb der katholischen Kirche am Freitag in Hannover mit. "Vor allem in der zweiten Hälfte seines Pontifikats erfolgte der Ausbau eines zentralistischen und rigiden Kontrollsystems mit einer Flut von Vorschriften und Verboten, die jedes Leben in der Kirche ersticken". Der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland kritisierte die erneute Ablehnung von Kondomen durch den Vatikan. "Der Vatikan propagiert seine dogmatische Sexualmoral und torpediert die wichtige Aids-Präventionsarbeit. Damit nimmt er bewusst weitere Opfer in Kauf. Diese Haltung ist weltfremd und menschenverachtend", so LSVD-Sprecher Manfrd Bruns am Freitag in Berlin. Mit dem fast gleichen Wortlaut meldete sich Rolf Ohler, Bundesvorsitzender der Lesben und Schwulen in der Union (LSU), wenig später zu Wort. Die Haltung des Vatikans habe "nichts mehr mit einem christlichen Lebensbild zu tun". Es gab aber auch Lob für den Papst: "Ich habe ja nichts gegen diese Frau, aber wenn jemand auf dieser Welt diese Auszeichnung verdient, ist das der Heilige Vater", kritisierte der polnische Ex-Präsident und Friedensnobelpreisträger von 1983, Lech Walesa, hingegen die Entscheidung des Nobelpreiskomitees. Der Bischof von Osnabrück, Franz-Josef Bode, sagte gar, Johannes Paul II. sei ein "Papst der Superlative", der sich als "konsequenter Anwalt des Friedens und des Lebens" einen Namen gemacht habe. Nächsten Donnerstag feiert der Papst sein 25-jähriges Dienstjubiläum. (nb)



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