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Die katholische Kirche will Misshandlungen an jungen Mädchen vertuschen, um gegen schwule Priester vorgehen zu können – das glaubt die US-Schauspielerin Roseanne Barr.

In ihrem privaten Blog schreibt die 57-Jährige: "Die Pädo-Priester wollen die Zahl der kleinen Mädchen, die sie misshandelt haben, vertuschen. Als ob das nicht so wichtig ist wie das, was den Jungs widerfahren ist". Barr ist sicher, dass die Zahl der von Priestern vergewaltigten Mädchen "doppelt so hoch" ist wie die der Jungs. "Die wollen das vertuschen, um schwule Priester zu beseitigen und ihnen die Schuld zu gehen."

Fakt sei aber, dass "Pädos" Jungs und Mädchen misshandeln würden: "Nur eine sehr geringe Zahl an Pädos wenden sich nur an Jungs". Barr appelliert an Eltern, ihre Kinder nicht mehr dem katholischen Einfluss auszusetzen: "Ich denke, dass jedes Elternteil, das sein Kind zu einer katholischen Kirche bringt, das Sorgerecht verlieren sollte. Sein eigenes Kind zu bekannten Sexverbrechern zu bringen, das ist unentschuldbar!".

Tatsächlich behält die katholische Kirche ihre harte Linie gegen Schwule bei. In radikalen Publikationen wird zudem offen eine Verbindung zwischen Homosexualität und Kindesmissbrauch hergestellt. So berichtet das katholische Laienportal kreuz.net etwa über einen norwegischen Priester, der Kinder misshandelt haben soll, unter der Überschrift: "Und wieder ist es ein homosexuelles Vergehen".

Die im Mormonenstaat Utah geborene Roseanne Barr erzielte den größten Erfolg mit ihrer Comedy-Serie "Roseanne", von der zwischen 1988 und 1997 insgesamt 222 Folgen ausgestrahlt wurden. Für ihre Darstellung einer Prekariats-Mutter gewann sie sowohl einen Emmy als auch einen Golden Globe. Sie schrieb auch mehrere schwule und lesbische Figuren in die Serie, die sie eigenen Angaben zufolge an ihre Geschwister anlehnte: Ihre Schwester ist lesbisch, ihr Bruder schwul. (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.

16 Kommentare

#1 eMANcipation*Anonym
  • 08.04.2010, 15:10h
  • Bleibt nur hinzuzufügen, dass auch die Mainstream-Medien immer wieder Homosexualität, Pädophilie und Kindesmissbrauch in einem Atemzug nennen und mindestens unterschwellig gleichsetzen.
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#2 merinAnonym
  • 08.04.2010, 15:47h
  • Das stimmt so nicht was sie sagt. Die meisten sind auf ein Geschlecht fixiert und vergehen sich entweder an Jungs oder Mädchen. Bei den aktuellen Fällen sind in der Mehrheit nunmal Jungs betroffen. Und das die Kirche den Mißbrauch an Mädchen mehr vertuscht als an Jungen ist unlogisch, immerhin hat die Kirche ein größeres Problem mit homosexuellen Handlungen als heterosexuellen.
    Außerdem haben sich die ehemaligen Kinder selber gemeldet und die Mißbräuche gekannt gegeben und es haben sich wesentlich mehr Männer als Opfer gemeldet. Zu dem kommt das Jungen sich mehr schämen und eigentlich seltener einen Mißbrauch melden d.h. die Dunkelziffer ist bei den Jungen immer höher als bei den Mädchen.

    Das sagt aber nichts über die Orientierung der Täter aus, zb. sind die wenigsten pädohil.

    Die Frage ist auch was alles als Mißbrauch zählt, nicht jeder fühlt sich als Opfer. Auch sexuelle Beziehungen in den Internaten der Jungen untereinander werden schon in diese Kategorie geschoben. Es wird seitens der Medien zu wenig differenziert
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#3 Studie Anonym
  • 08.04.2010, 16:14h
  • Selbst wenn der Anteil der homosexuellen Pädophilen und Ephebophilen in Relation höher ist als der der heterosexuellen Pädos sollte man überlegen woran das liegen könnte.
    Eine Theorie besagt das bei manchen homosexuelle Jungen, die sonst eine normale Homosexualität herausgebildet hätten, aufgrund von Schwierigkeiten, die sie in ihrer sexuellen Identität erleiden müssen (aufgrund der auch heute noch homphoben Umstände) bei ihrer Sexualentwicklung stehen bleiben und sind somit auf prä- und peripubertäre Jungenkörper fixiert.
    Wenn diese Theorie stimmt, ist also die homophobe Gesellschaftsordnung eine Ursache und nicht die Homosexualität an sich!
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#4 Liedel
  • 08.04.2010, 16:52h
  • "Wenn diese Theorie stimmt, ist also die homophobe Gesellschaftsordnung eine Ursache und nicht die Homosexualität an sich!"

    Mag sein, aber selbst noch so fundierte Theorien interessieren weder Hardcore- Katholen noch Evangelikale, in deren Umfeld die Gleichsetzung von Homosexualität=Pädophilie=Kindesmissbrauch
    am häufigsten stattfindet.

    Und daran (sorry muss sein, bevor das Gequake wieder losgeht) werden natürlich auch die offen lesbischen Bischöfinnen Eva Brunne in Schweden und Mary Glasspool in Los Angeles nichts ändern können
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#5 eMANcipation*Anonym
  • 08.04.2010, 16:54h
  • Und die Bananenrepublik-Partei mischt kräftig mit:

    "Im Zusammenhang mit dem Missbrauchsskandal an der hessischen Odenwaldschule hat die Landes-FDP Rot-Grün eine Mitschuld vorgeworfen. Hessens FDP-Vorsitzender und stellvertretender Ministerpräsident Jörg Uwe Hahn sagte dem Berliner "Tagesspiegel" vom Donnerstag, SPD und Grüne hätten in den 80er und 90er Jahren in der Gesellschaft "ein Klima geschaffen, das erst den Boden für solche Vorkommnisse bereitet hat".

    taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/fdp-gibt-rot-gruen-mi
    tschuld/
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#6 BenedictAnonym
  • 08.04.2010, 17:33h
  • So sehr ich Mrs. Barr schätze, in diesem Fall begeht sie eine Milchmädchenrechnung.
    Die katholische Kirche hat fast alle Fälle von Misshandlungen vertuscht. Die ( vorwiegend männlichen) Opfer haben sich selber gemeldet.
    Die katholische Kirche hat sich einen Scheißdreck um die Aufklärung und das Bekanntmachen der Vorfälle in den eigenen Reihen gekümmert.
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#7 AXELAnonym
  • 08.04.2010, 18:44h
  • Also , wer dieser Seite kreuz.net nur einen funken glaubt ist ja wirklich selber schuld.

    Solch einen Blödsinn habe ich selten gelesen.

    die strenge haltung der katholischen Kirche in Sachen Mißbrauch ist bekannt, nur wird das sehr wenig verbreitet. Leider hat sich nicht die Kirche daran gehalten, sondern die zuständigen Bischöfe und Diozösen. Das ist der springende Punkt , das beklagte und rügte der Papst auf schärfste im Hirtenbrief an die Bischöfe von Irland und ebenfalls vor Jahren an die Kirch in der USA:
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#8 KatholenbasherAnonym
  • 08.04.2010, 19:16h
  • Ich denke eher, daß es umgekehrt ist und die Zahl der mißhandelten Jungs höher als die der Mädchen ist. Daß die Katholen uns den Schwarzen Peter zuschieben, ist schon jahrhundertelang bekannt.
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#9 Katrin
#10 Katrin
  • 08.04.2010, 21:43h
  • Unser Heiliger Vater in Rom, der es ja bekanntermassen nicht so mit den Schwulen hält, hat seine Bischhöfe streng angewiesen, ersteinmal alle Kindermisshandlungen innerhalb und ausschließlich nur innerhalb der Kirche zu melden, oder wie man so schön sagt zu vertuschen. Und in seiner Zeit als er noch nicht der Heilige Vater war, hat er sich höchstpersönlich um die Disziplinierung von Naseweisen gekümmert, die solch eine Sache nach aussen getragen haben. Das hat eigentlich ganz prima geklappt, bis man in den USA auf die Idee kam, dass man mit den Misshandlungen am eigenen Leib auch ganz gut Geld machen kann. Ist einmal der Damm gebrochen, kommt jetzt immer mehr ans Licht und die Hemmschwelle sinkt weiter. Man darf ja nicht vergessen, dass die Kirche die Menschen, die ihre Misshandlungen öffentlich gemacht haben, radikal ausgegrenzt hat, wie es nunmal gute Sitte in Sekten ist. Ganz im Stile eines grossen Führeres, versucht unser Heiliger Vater nun auch noch aus dem ärgerlichen Missbrauchsskandal Kapital in seinen heroischen Kampf gegen die Schwulen zu schlagen und da ist ihm keine Schweinerei zu blöd. Vielleicht wird ja mal irgendwann der öffentliche Druck zu groß und dann muss unser Rechtsstaat wenigstens einen Teil der Privilegien, die die Kirche hat, abschneiden. Zur Zeit ist das jedenfalls noch nicht der Fall und Bishhöfe lassen sich immer noch von uns bezahlen und von unserem Geld frech durch die Gegend fahren, obwohl sie eigentlich bei all diesen Fällen auf die Anklagebank gehören. So etwas wie Skrupel oder Schamgefühl scheint es jedenfalls in der RK nicht zu geben.
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