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Der Oberste Gerichtshof der Philippinen hat das Verbot der Teilnahme einer Homo-Partei bei den Parlamentswahlen im Mai aufgehoben.

Die 15 Richter hoben einstimmig eine Entscheidung der nationalen Wahlkommission auf, die der schwul-lesbischen Gruppe Ang Ladlad (Raus aus dem Schrank) nicht als Partei anerkannte. Die Kommission hatte argumentiert, dass Ang Ladlad die Sittenlosigkeit fördere und die Gefühle sowohl Christen als auch von Muslimen verletzen könne. Die Homo-Organisation schaffe damit "ein Umfeld, das nicht mit den Lehren unseres Glaubens übereinstimmt".

Die Richter erklärten, Homosexualität sei zwar in der Gesellschaft umstritten und würde insbesondere von religiösen Menschen abgelehnt. "Aber wir erinnern daran, dass die Philippinen es nicht als nötig ansehen, homosexuelle Handlungen zu verbieten", heißt es in der Urteilsbegründung. Aus diesem Grund könne auch eine Interessengruppe für Homosexuelle nicht von der Wahl ausgeschlossen werden.

Auf den Philippinen ist Homosexualität legal, gilt aber unter vielen Einheimischen als Tabu-Thema. Eine ausgeprägte Macho-Kultur trägt dazu bei, Coming-outs zu erschweren. Zudem können selbst harmlose Zeichen der Zuneigung in der Öffentlichkeit zu einer Anklage wegen der Erregung öffentlichen Ärgernisses führen. (dk)



#1 JustiXXXerAnonym
#2 GuerriXXXerAnonym
#3 LorenProfil
  • 09.04.2010, 18:57hGreifswald
  • Oberste Gerichte, die gesellschaftliche Homophobie in die Schranken weisen müssen. Kommt mir bekannt vor. Schön, dass sich Ang Ladlad zur Wahl stellen kann.
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#4 Rabauke1976
  • 12.04.2010, 13:49h
  • Erinnert mich an Deutschland und damit, im direkten Zusammenhang, an Westerwelle, CDU & Co. Hier sind wir zwar in vielen Bereichen "gleich". Jedoch sind Manche ebend "gleicher". Da muß auch ein Bundesverfassungsgericht erst nen Urteil ansagen. Was wird sich unser "Guido" und seine "Angie" erst freunen und feiern lassen, wenn die Beiden das Rad zum hundertsten Mal, hier in Deutschland erfinden werden. Wär dies alles nicht so traurig, man könnte drüber "lachen".

    Für die Philipinen freut es mich natürlich. Hoffentlich ist die dortige "Homo-Partei" keine "Guido- exparntierung". Diesen "Unfug" braucht die Welt kein zweites Mal.
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