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  • 13. April 2010, noch kein Kommentar

Schroffer Punkrock aus Norddeutschland: Turbostaat präsentierten ihr viertes Album "Das Island Manøver".

Erfolg - was ist das? Einen Majordeal zu bekommen? Wenn die Eltern dir plötzlich auf die Schultern klopfen, weil ja nun doch irgendwas aus dir geworden ist? Oder vielmehr, einen geraden Rücken zu behalten, weil du bei all dem du selbst geblieben bist? Nachdem TURBOSTAAT mit ihrem dritten Album "Vormann Leiss" bei Same Same But Different/Warner Music gelandet waren, blieben die Wasser erstaunlich ruhig. Das übliche "Ausverkauf"-Geschrei hielt sich in Grenzen, die Leute "draußen" merkten schnell, dass sich eigentlich nichts verändert hatte. Die Clubs waren besser gefüllt, plötzlich standen Festivals auf dem Plan, und die Musik hatte nichts von ihrem Biss verloren. Die Tourpläne liegen immer noch in der Hand von TURBOSTAAT, ebenso die Produktion der Vinyl-Editionen und alles, was die Band selbst angeht. Erfolg heißt auch, dass man es schafft, nach wie vor vollkommen freie Hand zu haben. Ein Grund mehr für TURBOSTAAT, sich im Deal mit SSBD/Warner wohl und gut aufgehoben zu fühlen. Wenn sich beim "Das Island Manøver" (VÖ: 09.04.2010) also etwas verändert hat, dann das, was Jan, Marten, Tobert, Peter und Rotze mit sich selbst abmachen.

Youtube | Turbostaat: "Pennen Bei Glufke" - Der offizielle Videoclip

Und doch ist was passiert. Zum ersten Mal in ihrer Geschichte haben TURBOSTAAT ein Album aufgenommen. "Wir haben sonst immer mal ein paar Lieder geschrieben und sie aufgenommen, wenn wir genug zusammen hatten. Diesmal haben wir uns planmäßig hingesetzt und sind das ganze Album bewusst angegangen", erklärt Tobert. Seit Vormann Leiss waren TURBOSTAAT quasi dauer-unterwegs, von Tour zu Tour, von Bühne zu Bühne. Anfang 2009 rauften sie sich zusammen, "ohne Song und ohne Idee", und baldowerten die Richtung für "Das Island Manøver" aus - merke: bei TURBOSTAAT wird viel und alles diskutiert. Nach zwei Monaten war man dann soweit, probte, diskutierte wieder und zog sich schließlich zweimal in ein Haus auf dem nordfriesischen Flachland zurück: Tabula rasa, reiner Tisch. Ein paar Wochen später kamen sie mit 12 Liedern an die Oberfläche zurück, die so TURBOSTAAT sind wie nur sonstwas und doch den einen oder anderen Haken haben, der zunächst aus dem Rahmen zu fallen scheint. (cw/pm)