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Kardinal Tarcisio Bertone, als vatikanischer Kardinalstaatssekretär für politische Aktivitäten der Kirche verantwortlich, sieht eine Verbindung zwischen Homosexualität und Pädophilie.

Bertone erklärte bei einer Pressekonferenz in Chile, dass die aufgedeckten Missbrauchsfälle innerhalb der katholischen Kirche nicht mit dem Zölibat zusammenhängen würden, sondern mit der sexuellen Orientierung der Priester, die sich an Kindern und Jugendlichen vergangen haben: "Viele Psychologen und Psychiater haben gezeigt, dass es keinen Zusammenhang zwischen Zölibat und Pädophilie gibt", erklärte Bertone, ohne Quellen zu nennen. "Viele haben aber festgestellt – so ist mir das erzählt worden – dass es einen Zusammenhang zwischen Homosexualität und Pädophilie gibt." Die sexuelle Orientierung der Priester sei nach Ansicht des Kardinals das wahre Problem.

Bereits in der Vergangenheit hat die katholische Kirche versucht, Schwule für die Missbrauchsfälle innerhalb der Glaubensorganisation verantwortlich zu machen. So erklärte Erzbischof Silvano Tomasi, der ständige Vertreter des Vatikans bei den Vereinten Nationen, dass 80 bis 90 Prozent der sexuellen Übergriffe von Schwulen ausgingen (queer.de berichtete). Angesehene Wissenschaftler wie der Londoner Professor Arnon Bentovim gehen allerdings davon aus, dass junge Mädchen zwei bis vier Mal eher Opfer sexueller Gewalt werden als Jungs.

Homo-Aktivisten: Kirche hat keine moralische Autorität

Nach der Pressekonferenz Bertones äußerten sich Homo-Aktivisten in Chile schockiert über die Äußerungen: "Weder Bertone noch der Vatikan hat die moralische Autorität, in Fragen der Sexualität Lektionen zu erteilen", erklärte Rolando Jiménez von der Homo-Gruppe El Movimiento de Integración y Liberación Homosexual (Movilh). "Es ist eine perverse Strategie des Vatikans, sich seiner eigenen ethischen und rechtlichen Verantwortung mit absurden Behauptungen zu entziehen". Jiménez sagte, es läge keine wissenschaftliche Arbeit vor, die den homofeindlichen Standpunkt der katholischen Kirche stützen würden. (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.

52 Kommentare

#1 Kristian
  • 13.04.2010, 14:37h
  • Schon wieder jemand in der Kirche, der das Wort Pädophilie nicht richtig benutzt. Yay...
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#2 schwulenaktivist
  • 13.04.2010, 14:43h
  • Vielleicht begreifen die Homosexuellen endlich, dass nicht nur in der Kirche das Thema "Pädophilie" und "Missbrauch" als die letzten Waffen braucht, die gegen uns gewetzt werden (können)!

    Vielleicht begreifen Lesben jetzt auch, warum die Diskriminierung der Homosexualität eine Doppelte ist, nicht nur die von ihnen reklamierte! (Frau/Lesbe)? Wobei es angeblich keine pädophilen Frauen gibt.
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#3 RobAnonym
  • 13.04.2010, 14:49h
  • Da kommt einem doch echt die Galle hoch wie verlogen dieser Verein doch eigentlich ist !

    Es keinen Arbeitgeber mehr Homosexuelle beschäftigt als die röm. kath. Kirche sowohl als Priester als auch als Ordensleute m / w. Kranken und Altenpfleger in den kirchlichen Einrichtungen mal ausgenommen.

    Dieses bigotte Verhalten kotzt mich wirklich an da werden Kinder mißhandelt ich bin als Kind auch vom Pfarrer mal geohrfeigt worden zu seinem Leidwesen hat meine Großmutter das mitbekommen und den senkrecht gesetzt und der hat mich nie wieder angepackt. Aber das war halt früher so und das hat doch keinem wirklich geschadet ... Die Kirche manipuliert uns dazu solche Taten zu relativieren und es war halt so und früher waren es eben andere Zeiten. NEIN war es nicht aber die Kirche suggeriert es uns.

    Es dürfte sich auch glaube ich in Kirchenkreisen längst rumgesprochen haben den besten und einfachsten Sex in Rom gibts in den Vatikanischen Gärten wenn man an gewissen Ecken tagsüber vorbei geht sieht man das ein oder andere verlorene Ansteckkreuz liegen das im Eifer des Gefechtes auf der Strecke blieb.

    Ich würde ja gerne wissen ob die "Gerüchte" um einen Münchner Kardinal stimmen die seit ca. 5 Jahren verstummt sind stimmen.

    Wäre bestimmt ein lustig Ding wenn das stimmen würde gegen die Storry war ein alter Golf IV irgendwie Peanuts
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#4 taxithiotis
  • 13.04.2010, 14:58h
  • Sicherlich sind wir Homosexuelle auch daran schuld, dass Priester rumvögeln und Kinder in die
    Welt setzen...

    Kaum vergeht ein Tag, dass nicht irgendein hoher katholischer Vertreter Verleumdungen gegen Homosexuelle in die Welt setzt.

    Wie lange wird es eigentlich noch dauern, bis sich endlich jemand wagt, Klage gegen diesen maroden, menschenverachtenden Clan beim Internationalen Gerichtshof für Menschenrechte einzureichen?
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#5 NüggüAnonym
  • 13.04.2010, 15:01h
  • Antwort auf #2 von schwulenaktivist
  • Das ist so nicht richtig.
    Ich habe erst letztens einen Artikel gelesen, in dem betont wurde, dass es auch pädophile Frauen gäbe.
    Leider weiß ich nicht mehr, wo ich das gelesen habe, deswegen kann ich leider keine Quelle nennen.

    Ich als Lesbe behaupte keineswegs, dass wir Lesben "mehr" Diskriminierung (Frau/Lesbe) ausgesetzt sind als Schwule, sondern ich sehe das genauso wie schwulenaktivist: Homosexualität wird diskriminiert. Dagegen müssen wir uns wehren, statt uns gegenseitig auf's Butterbrot zu schmieren, ob jetzt die Lesben oder die Schwulen mehr "aushalten" müssen.
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#6 Liedel
  • 13.04.2010, 15:01h
  • Würg, immer dieses klerikalfaschistische Altherrengeschwätz. Letztlich ein weiterer trauriger Schauplatz im Rückzugsgefecht dieser bigotten, gescheiterten Institution.

    Gut, dass der Kirchenaustritt in Berlin kostenlos ist
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#7 RabaukeAnonym
  • 13.04.2010, 15:14h
  • Meine Fresse! Dieser "Mann" ist ein "Held". Man soll es gar nicht mehr wahrnehmen, diese verlogene und verachtente Art und Weise, in der sich einzelne, Geistliche äußern. Gut zu Wissen, das unser Pastor ein echt weltoffener Typ ist.Er schüttelt auch nur noch den Kopf und zittierte, in seiner letzten Predigt, Einstein.

    "Das Universum mag ein Ende haben. Nur bei einer bin ich nicht sicher. Der menschlichen Dummheit."
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#8 eMANcipation*Anonym
  • 13.04.2010, 15:33h
  • Liegt es vielleicht an der Gefahr der "Kindesverführung", dass Spiegel-Online folgenden Beitrag zum Artikel unter
    www.spiegel.de/schulspiegel/leben/0,1518,688489,00.html


    auch nach fünf (!) Versuchen nicht veröffentlicht?

    Beim ersten Versuch wurde das Zitat eines anderen Beitrages, auf das ich antwortete, kurzerhand gelöscht (das hatte mir der Admin zuvor als möglichen Grund für nicht veröffentlichte Beiträge genannt). Aber auch nach entsprechender Änderung des Beitrages wurde dieser schlichtweg ignoriert.

    Haben wir es wirklich nötig, uns als Schwule aus einer Diskussion über das "erste Mal" auf derart dreiste Weise ausschließen und zensieren zu lassen?

    Hier der genaue Wortlaut:

    "Einige Beiträge hier halten es offenbar für richtig, dass junge Homosexuelle aus der so genannten Sexualaufklärung - sei es in den Schulen, sei es in den Medien - weiterhin überwiegend ausgegrenzt werden.

    Dann sollte man sich aber bitte auch geheuchelte Empörung über Homo-Hass unter Jugendlichen oder ein vier- bis fünfmal höheres Suizidrisiko sparen.

    Wer wirklich "Aufklärung" meint, muss auch alle sexuellen Identitäten als gleichberechtigt behandeln.

    An Informationen über Heterosexualität mangelt es in allen nur erdenklichen Variationen ganz bestimmt nicht. Es ist die Vielfalt, die schon in den 50er Jahren von Kinsey für einen Großteil der Menschen empirisch belegt wurde, die weiterhin gezielt ausgeschlossen wird, wenn man Sexualität mit Heterosexualität gleichsetzt!"
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#9 chrisProfil
  • 13.04.2010, 15:43hDortmund
  • "...dass die aufgedeckten Missbrauchsfälle innerhalb der katholischen Kirche nicht mit dem Zölibat zusammenhängen würden, sondern mit der sexuellen Orientierung der Priester [...] 'Viele Psychologen und Psychiater haben gezeigt, dass es keinen Zusammenhang zwischen Zölibat und Pädophilie gibt...".

    Hat eigentlich mal jemand darüber nachgedacht ob es sich hierbei vielleicht nicht um Pädophilie handelt sondern um den verzweifelten Versuch, den Sexualtrieb zu befriedigen? Nicht das ich das jetzt verharmlosen wollte aber ist es nicht vielleicht so, dass jemand der einen der elementarsten und animalischten Triebe unterdrückt irgendwann Dinge tut, die er sonst nicht tun würde? Zudem sind Kinder leichter zu "kontrollieren" und für manche eben auch leichter zu erreichen. Ist nur ne Theorie!

    Das Sprichwort "den Kürzeren ziehen" kommt z.B. aus der Seefahrt. Erlitt man Schiffbruch oder war gestrandet und man war dem Verhungern und Verdursten nahe, wurde einer ausgewählt, den es zu töten galt. Sein Fleisch wurde dann gegessen und sein Blut getrunken.

    Das ist krass. Ich denke aber schon, dass die Unterdrückung eines elementaren Triebes zu Dingen führen kann, die man mit einem humanistischen und sozialen Verstand nicht zu begreifen vermag.
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#10 maaaartinAnonym
  • 13.04.2010, 16:08h
  • Antwort auf #3 von Rob
  • jaja, die gerüchte hab ich auch schon des öfteren gehört. wenn die pfaffen so weitermachen, fände ich es nur gerecht, demendsprechend szeneintern mehr nachzuforschen. wär doch lustig, wenn sich ein paar heiße andenken auftun...
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