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Nach knapp vier Monaten ist die Ehe der Argentinier Alex Freyre and José Maria Di Bello am Ende – ein Familiengericht entschied, dass die gleichgeschlechtliche Ehe im Land "nicht existent" sei.

Die beiden Homo-Aktivisten haben am 29. Dezember im südargentinischen Ushuaia geheiratet. Unterstützt wurden sie dabei von Fabiana Ríos, der Gouverneurin der Provinz Tierra del Fuego. Sie hatte das Standesamt angewiesen, die Ehe anzuerkennen (queer.de berichtete). Generalstaatsanwältin Karina Echazú legte allerdings sofort Einspruch gegen die Trauung ein – das Familiengericht in Ushuaia gab ihr nun recht.

Ein Gesetz verbietet in Argentinien zwar die gleichgeschlechtliche Ehe. Allerdings hatten Freyre und Di Bello argumentiert, dass ein bloßes Gesetz ihnen das Grundrecht auf Ehe nicht nehmen kann, da in der argentinischen Verfassung die Ehe nicht ausdrücklich als Verbindung zwischen Mann und Frau definiert ist. Das Gericht erklärte jedoch, das Gesetz reiche aus.

Weitere Gerichtsverfahren erwartet

In Argentinien haben nach Freyre und Di Bello noch drei weitere gleichgeschlechtliche Paare in den letzten Monaten geheiratet. Eines der Ehen ist ebenfalls bereits von einem Gericht annulliert worden, die zwei anderen müssen sich noch in Verfahren verteidigen. Argentinische Homo-Aktivisten appellieren an die Politik, die juristischen Scharmützel endlich zu beenden und die Ehe für alle Menschen zu öffnen.

Argentinien hat in den vergangenen Jahren Schwulen und Lesben mehr und mehr Rechte gewährt. So erkannte das 40-Millionen-Einwohner-Land 2008 erstmals Homo-Paare in der gesetzlichen Rentenversicherung an (queer.de berichtete). Im vergangenen Jahr beendete das Land schließlich das Homo-Verbot im Militär (queer.de berichtete). Wegen einer ausgeprägten Macho-Kultur unter argentinischen Männern hält sich die gesellschaftliche Anerkennung von Schwulen und Lesben allerdings noch in Grenzen. Bislang haben immerhin die Provinz Río Negro und die Hauptstadt Buenos Aires eingetragene Partnerschaften eingeführt, die aber nur begrenzte Rechte enthalten.

Legale Eheschließungen für Schwule und Lesben gibt es bislang nur im Nordteil des Kontinents: Neben Kanada haben auch fünf US-Bundesstaaten sowie die Hauptstädte der USA und Mexikos die Ehe für Schwule und Lesben geöffnet. (dk)



#1 dummfugAnonym
#2 Krzyszek
#3 Angry Gay ManAnonym
  • 16.04.2010, 18:11h
  • Es ist eine Schande, daß das Familiengericht dieser Ische von Generalstaatsanwältin recht gibt! Es wär so schön gewesen, wenn die Homoehe bestehen geblieben wäre!
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#4 Liedel
#5 PrignitzerEhemaliges Profil
  • 17.04.2010, 01:55h
  • Antwort auf #1 von dummfug
  • Nein, Heterosexuellen wird eben nichts genommen, wenn Schwule nicht heiraten dürfen, denn würde den Heten dadurch was genommen, dann dürften wir nämlich längst, also gleichgeschlechtlich heiraten. Aber das ist es ja gerade: Wenn wir das dürften, und das mit allen Rechten, die Heten damit einheimsen, ginge den Heten das Privileg verloren, der "Herrenrasse" anzugehören.
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#6 MystereAnonym
  • 17.04.2010, 13:37h
  • Antwort auf #5 von Prignitzer
  • ich würde den spiess umdrehen...
    wir sollen keine rechtlich verbindene partnerschaft erhalten? ok... aber dann sollen heteros sich auch nicht scheiden lassen dürfen... wieso auch? ist doch die gottgewollte und einzig existenzberechtigte verbindung zweier menschen... wieso sollte diese denn auch jemand brechen wollen? ;)

    und ausserdem... wenn sich zwei scheiden lassen dann sollten sie alle vergütungen die sie während der ehe gehabt haben, zurückzahlen müssen...

    also entweder ist die ehe ewig, gottgewollt, die rettung des abendlandes bla bla bla oder nicht... beides haben geht nicht ;)
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