Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?12078

Bei unseren Nachbarn mischt er schon ganz oben in den Charts mit. Hamels neue CD "Nobody's Tune" erscheint nun auch bei uns.

Wouter Hamel, auf dessen hierzulande schwer aussprechbaren Vornamen für seine erste internationale CD verzichtet wird, wuchs in Den Haag auf. Als er zwölf war, zog seine Familie um, in eine Kleinstadt in der Mitte des niederländischen Niemandslandes. Plötzlich fuhr er zwei Stunden mit dem Fahrrad zur Schule ("bei Rückenwind"), dort angekommen, versuchte er sich mit Nirvana und Pearl Jam anzufreunden. Aber es war bald klar, dass er sich zuhause wohler fühlte, wo er Pappa’s Schallplatten hören und englische Modemagazine bestaunen konnte, und davon träumen, wie er sich wohl als Mitglied von Andy Warhols hipper Fashion-Truppe gemacht hätte. "Ich habe versucht, mich abzusetzen und mein eigenes Leben zu führen", erinnert sich Hamel heute. "Ich lebte in diesem Dorf am Ende der Welt und versuchte ständig, mir irgendwelche Bezugspunkte mit New York zu erträumen".

Youtube | ''Breezy'' von Hamel anhören und ansehen

Kaum war Hamel 17, floh er nach Utrecht. Nach einem abgebrochenen Literatur- und Journalismus-Studium, stürzte er sich – inzwischen überzeugter Smashing-Pumpkins-Fan – mit neuem Elan auf die Gitarre. Weil er außerdem Gesang und Songschreiben lernen wollte, bewarb er sich an der Musikhochschule – und wurde unter 120 Kandidaten als einer von Vieren angenommen! Allerdings: "Dort versuchte man mich zu verändern, alle die mich vorher gewarnt hatten, hatten Recht. Aber auf der anderen Seite - was für eine unglaubliche Chance, jeden Tag Musik zu machen, an sich arbeiten zu können. Ich kam dahin mit einer leisen, luftigen Stimme. Dort entdeckte man den ’Crooner’ in mir. Ich lernte alles, von Jazz-Klassikern bis Bossa Nova. Die holten aus mir eine Stimme heraus, von der ich nie gedacht hätte, dass ich sie habe! Aber ich wollte definitiv kein neuer Sinatra werden und auch nicht auf Kreuzfahrtschiffen enden. Deshalb fing ich an, meinen eigenen Stil zu suchen".

Der Rest ist Geschichte: Schon Hamels erstes Album, komplett im Alleingang komponiert und getextet, erreichte in Holland Platin-Status. Das Zweite stieg gleich auf Platz 5 in die Charts ein. Er gewann zahlreiche Preise, trat auf allen wichtigen Festivals und regelmäßig im TV auf. Auch in Japan und Korea horchte man auf und lud den mittlerweile live-erprobten Musiker zu ausgiebigen Touren ein – die Bewunderung schlug in Begeisterung um. Inzwischen ist er auch dort ein Verkaufsschlager. In Deutschland muss man sich noch bis zum 14. Mai gedulden, dann erscheint Hamels erstes internationales Album "Nobody’s Tune", eine Mischung der besten Tracks aus seinen beiden holländischen Alben und eine Sammlung ausgefeilter Pop-Ohrwürmer und ausbalancierter Balladen. Wer hinter die Fassade des äußerlich einnehmenden Sängers blickt, erkennt allerdings auch einen versierten Multiinstrumentalisten und erstaunlich reifen Songschreiber, der Tom Waits, Jeff Buckley und PJ Harvey schätzt, aber genauso auch Peggy Lee und Carmen McRae verehrt. "Ich liebe die Sachen, die in den Vierziger Jahren Pop waren, aber auch moderne Produktionen von Rufus Wainwright oder den Smashing Pumpkins." (cw/pm)

Live:

28.05.2010, Hamburg, Elbjazz-Festival
14.07.2010, Jena, Kulturarena
15.07.2010, Kassel, Kultur Im Zelt
01.09.2010, Braunschweig, Kultur Im Zelt



12 Kommentare

#1 Diz!Anonym
  • 25.04.2010, 18:37h
  • "Hollands süßester Pop-Export"
    Immer wennn Ihr solche Überschriften verwendet, muss ich an das Seite-3-Mädchen der Bildzeitung denken.

    Niveau ist übrigens keine Hautcreme.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 Krzyszek
  • 26.04.2010, 10:41h
  • "Wouter Hamel, auf dessen hierzulande schwer aussprechbaren Vornamen für seine erste internationale CD verzichtet wird, ..."

    Entschuldigung, aber was ist an DEM Namen denn schwer auszusprechen???
  • Antworten » | Direktlink »
#3 *ä*b*l *as *chafAnonym
#4 MuttiAnonym
#5 itsmeAnonym
#6 BällchenparadiesAnonym
  • 26.04.2010, 12:59h
  • Soll das jetz irgendeine subtile Werbung für schwullesbische Elternschaften sein, oder was? Leute, so könnte auch euer Kind aussehen, wenn ihr bloß mal wolltet! Ich will keinen musizierenden "äußerlich einnehmenden" Sohn, um den ich mir obendrein ständig Sorgen machen muss, dass er genug zu essen hat oder irgendwann mit Heroin anfängt, weil er Smashin Pumpkins und PJ Harvey gerne hört.

    Und apropos Justin Bieber. Keine Ahnung, wie der aussieht und zu faul zum googeln, aber der Name ist vermutlich sowieso Programm. Süüüüüß ist übrigens ein beliebtes Kleinmädchenattribut.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 BieberzahnAnonym
  • 26.04.2010, 14:40h
  • Antwort auf #6 von Bällchenparadies
  • "Süüüüüß ist übrigens ein beliebtes Kleinmädchenattribut"
    Und genauso ein Knabenattribut. Bzw. allgmein Kinderattribut. Und auch kleine Tiere sind süss.

    Bei Junstin Bieber ist mit süss aber eher geil gemeint, anders kann man sich die Kommentare der Mädchen und Schwulen zu seinen Videos nicht erklären
  • Antworten » | Direktlink »
#8 KrawalltunteAnonym
  • 26.04.2010, 19:33h
  • Gut, daß der Typ nicht "Hammel" mit Nachnamen heißt! Wenn einer den falsch ausspricht, dann hört es sich nach "lauter Hammel" an!
  • Antworten » | Direktlink »
#9 MASAnonym
  • 26.04.2010, 21:05h
  • Den Haag liegt aber nicht in Holland, Den Haag liegt in Zuid-Holland;-)

    Und wieso ist der Name schwer aussprechbar?
  • Antworten » | Direktlink »
#10 herve64Profil
  • 26.04.2010, 21:24hMünchen
  • Mal ehrlich: wieviel habt Ihr für diese Gefälligkeitsschreiberei gekriegt? Weder ist die Musik noch der Typ sonderlich berauschend, und dass er schwul wäre, wage ich auch mal zu bezweifeln. Also was soll dieser Hype hier?
  • Antworten » | Direktlink »