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Das britische Außenministerium hat sich für ein an die Öffentlichkeit gelangtes Memo entschuldigt, in dem provokative Vorschläge für den Papst-Besuch im September gemacht wurden, etwa die Segnung eines Homo-Paares.

Das Memo ist offenbar als Scherz von einem 30-jährigen Mitarbeiter des "Foreign Office" verfasst worden. Darin wird auch vorgeschlagen, dass der Papst eine eigene Kondom-Kollektion vorzustellen, eine Abtreibungsklinik zu eröffnen oder einen Benefiz-Song mit Königin Elisabeth II. aufzunehmen. Auf der Titelseite des vom konservativen "Sunday Telegraph" veröffentlichten Dokumentes wurde darauf hingewiesen, dass es sich bei dem Papier um ein internes Dokument handelt: "Dieses Memo soll nicht mit extern diskutiert werden. Der 'ideale Besuch' ist das Produkt einer Brainstorming-Konferenz, die sogar die außergewöhnlichsten Ideen berücksichtigt".

Außenminister David Miliband war nach Angaben des Außenamtes "entsetzt" über das Memo und entschuldigte sich für das "alberne" Dokument, ebenso wie der britische Botschafter Der verantwortliche Beamte wurde zwar nicht gefeuert, aber nach Angaben des Ministeriums strafversetzt.

Die Veröffentlichung erfolgt rund zwei Wochen vor der Unterhauswahl, bei dem die regierende Labour-Partei um ihre Mehrheit bangen muss.

Der Papst-Besuch ist für den September geplant. Bereits jetzt ist er in Großbritannien höchst kontrovers, zum einen wegen des Missbrauchsskandals in der katholischen Kirche, zum anderen auch, weil Papst Benedikt XVI London wiederholt attackiert hatte. So erklärte er im Februar, dass die britischen Gesetze zur Gleichbehandlung dem Naturgesetz widersprächen, weil auch Kirchen nicht gegen Schwule und Lesben diskriminieren dürfen (queer.de berichtete). Zudem versucht der Vatikan offensiv, Priester von der anglikanischen Staatskirche abzuwerben (queer.de berichtete). Der Oxford-Professor Richard Dawkins hat bereits angekündigt, die Festnahme des Papstes erwirken zu wollen, sollte er Großbritannien betreten. Benedikt XVI. habe sich im Rahmen des Missbrauchsskandals an "Verbrechen gegen die Menschheit" schuldig gemacht. (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.

52 Kommentare

#1 CarstenFfm
  • 26.04.2010, 17:18h
  • Hach ich liebe den britischen Humor!

    Schade nur, dass sie sich entschuldigt haben.
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#2 XDAAnonym
  • 26.04.2010, 18:37h
  • Finde auch dafür muss man sich nicht entschuldigen, soll sich lieber mal der Papst entschuldigen für seinen ständig verbreiteten Hass gegen Schwule, Kondomnutzer, Protestanten usw.
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#3 FloAnonym
  • 26.04.2010, 18:48h
  • "Außenminister David Miliband war nach Angaben des Außenamtes "entsetzt" über das Memo und entschuldigte sich für das "alberne" Dokument"

    Dieses Dokument ist albern? Es ist eine satirische Auseinandersetzung mit der Meinung von Teilen dieser "Kirche". Und deren Meinung ist noch was ganz anderes als "albern" - nämlich menschenverachtend und gefährlich, weil z.B. Kondomverbote und Lügen über Kondome zum Ausbreiten tödlicher Krankheiten beitragen und die Ablehnung jeglicher sexuellen Themen zu einem Klima führt, dass Gewalt befördert.

    Wie speichelleckerisch die britische Regierung jetzt den Bückling macht, zeigt einerseits, wie mächtig diese Popen sind, aber auch, welchen Stellenwert freie Rede hat...
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#4 Gay-UK-RoXXXAnonym
#5 meterbandAnonym
#6 LorenProfil
  • 26.04.2010, 20:10hGreifswald
  • Schön, dass der von mir sehr geschätzte britische Humor nicht vor dem Papst haltmacht. Den Verantwortlichen sollte man nicht (straf)versetzen, sondern befördern. Well done, mate!
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#7 axelAnonym
  • 26.04.2010, 20:51h
  • Ein schöner Scherz, mag das ja sein.

    Aber ich denke im umgekerhten Fall, man würde das mit Königin Elisabeth tun......... das würde den Briten sehr sauer aufstossen.

    also Scherz hin oder her, ein Staatoberhaupt zu beleidigen ist nicht korrekt.

    Die Entschuldigung ist Staatsmännisch korrekt und sehr gut, es gehört sich nicht ganz einfach.
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#8 herve64Profil
  • 26.04.2010, 21:15hMünchen
  • Antwort auf #3 von Flo
  • Nun ja, bereits George Orwell bezeichnete Heuchelei als britisches Nationalübel. Insofern wundert es nicht, dass die dortige Regierung jetzt so gegenüber dem Papst und der katholischen Kirche herum schleimt.

    Der betreffende Beamte gehört nicht nur gefördert, sondern in den Adelsstand erhoben für diese originellen Vorschläge.
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#9 stephan
  • 26.04.2010, 22:32h
  • Kaum macht jemand einen vernünftigen Vorschlag, schon muss man sich dafür entschuldigen!
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#10 bastapapsta
  • 26.04.2010, 22:47h
  • Das macht doch wieder mal deutlich, dass die Scheinheiligkeit aus Rom/Vatikan sich alles erlauben kann und andere feige vor ihm winseln, wenn dieser Heuchler auch einmal kritisiert wird.

    Er benimmt sich wie die Axt im Walde aber wehe andere sagen einmal etwas. Und gegen Satire kann man eh nichts einwenden.

    Hoffentlich werden diese feigen Dummschwätzer die meinen, sich so winselnd bei besagter Person entschuldigen zu müssen nicht gewählt. Im Übrigen will die Mehrheit der Briten keinen Papstbesuch ( wohl auch weil er gegen die Anglikaner und Gleichberechtigung in England gestänkert hat...

    Verhaften bei Ankunft wäre richtig- nur machen die behörden dass bei dem nicht. Es ist auch eine Unverschämtheit- hier -wie in anderen Staaten, dass bei solchen Besuchen enorme Summen für Personenschutz und Polizeieskorten verbraten wird.
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