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  • 21. Juni 2004, noch kein Kommentar

Die Commodores heizen den schwulen Disco-Fans mächtig ein. Unterstützt werden sie von der Earth, Wind & Fire Experience und der Temptations Review.

Von Jan Gebauer

Seit mittlerweile drei Jahrzehnten zählen die Commodores zu den Legenden der Funk-Musik. In den 70er Jahren noch mit Schmuse-Ikone Lionel Richie, der 1981 ausstieg um solo Weltkarriere zu machen, hat die zum Trio geschrumpfte Gruppe alles erreicht, was man in der schwarzen Musik-Szene Amerikas erreichen kann: Für das ebenso legendäre Label Motown nahmen die Commodores über ein dutzend Bestseller-Alben auf, 1985 erhielten sie auch ohne Richie den Grammy Award für "Nightshift" und konnten sieben Nummer eins Hits in den US-Charts feiern. Titel wie "Brick House", "Three Times A Lady" und "Easy" sind längst Klassiker im Funk, Disco und Balladen-Bereich und haben der schwarzen Band auch unzählige schwule Fans eingebracht. Nach vielen Jahren Pause kommen die Commordores nun zwischen dem 25. und 26. Juni für drei exklusive Konzerte nach Deutschland. Unterstützt werden sie dabei von Earth, Wind & Fire Experience feat. Al McKay Allstars ("Boogie Wonderland", "September") und der Temptations Review feat. Ali Woodson ("My Girl", "Papa Was A Rolling Stone"), die Original-Mitglieder der besagten Bands enthalten. Da die zwei Gruppe aber Ableger der Originale sind, trägt man aus rechtlichen Gründen einen Namenszusatz.

Gegründet wurden die Commodores 1968 in Tuskegee, Alabama. Ursprünglich nur als Zeitvertreib gedacht, spielten sie auf kleineren Veranstaltungen und präsentierten ihre Mischung aus Soul und Funk. Erst als sie 1971 die Chance bekamen, für Jackson 5 als Vorgruppe aufzutreten, wurde die Sache ernst. Motown, die Plattenfirma der Jackson 5, war begeistert und nahm die Gruppe unter Vertrag. Heißer Funk sollte fortan das Markenzeichen der Commodores werden, die auf Anhieb 1974 einen Top-Hit mit dem Instrumental "Machine Gun" landen konnten. Es folgten Nummer eins und Top Ten-Hits wie "Slippery When Wet" (1975), "Just To Be Close To You", "Sweet Love" (1976), "Brick House", Easy" (1977), "Three Times A Lady", "Too Hot Ta Trot" (1978), "Still","Sail On" (1980), "Lady (You Bring Me Up) und "Oh No" (1981). Die Band zählte zu den Top-Acts der Disco- und Funk-Bewegung, die allerdings auch mit zarten Balladen zu überzeugen wussten.

1981 verließ Lionel Richie die Truppe und J.D. Nicholas nahm die Lead-Sänger-Position ein. Langsam ließ der Erfolg nach. Erst 1985 gelang den Commodores ein beispielloses Comeback mit der Single "Nightshift", die erstmals auch die deutschen Top Ten knackte. 1986 wechselte die Band von Motown zu Polydor, veröffentlichte drei weitere Alben und platzierte sich bis 1988 regelmäßig in den Charts. Danach wurde es still um die Superstars, die aber nach wie vor zusammen blieben. Plattenveröffentlichungen sind selten geworden, aber als Tour-Band sind die reifen Herren immer noch gut im Geschäft. Auf der Bühne entfachen sie wie in alten Zeiten das Funk-Feuer und ihr drei Konzerte zwischen dem 25. und 26. Juni versprechen nicht nur die alten Hits auferstehen zu lassen, sondern auch das Gefühl der 70er und 80er Jahre.

21. Juni 2004, 15:30