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Amnesty International hat vier EU-Staaten und Norwegen kritisiert, weil die Länder verfolgte Iraker in "extrem gefährliche" Teile des Landes abschieben, unter ihnen auch Schwule.

Dänemark, Großbritannien die Niederlande, Norwegen und Schweden verstießen damit gegen Richtlinien der Vereinten Nationen, so Amnesty. Diese Staaten nähmen keine Rücksicht auf die prekäre Menschenrechtslage in dem von Kriegen gezeichneten Land. Erst wenn der Irak "stabilisiert" sei, könnten die am meisten gefährdeten Iraker dort wieder eine Heimat finden. Besonders betroffen von Verfolgung sind nach Angaben der Menschenrechtsorganisation religiöse, ethnische und sexuelle Minderheiten. Allein in der ersten Aprilwoche seien über 100 Zivilisten im Land getötet worden, so Amnesty.

"Sieben Jahre nach der US-geführten Einmarsch leben die Iraker immer noch in einem Klima der Angst", erklärte Amnesty-Aktivist Malcolm Smart. "Die irakischen Behörden bieten den am meisten gefährdeten Menschen keine Hilfe. Nach dem Wahlen hat sich zudem die Zahl der Anschläge erhöht, von denen Zivilisten am meisten betroffen sind."

Aus dem Irak gibt es immer wieder Berichte von gezielten Tötungen "sexuell abartiger" Menschen (queer.de berichtete). Insbesondere schiitische Milizen betrachten Schwule als lebensunwürdig – und töten teilweise mit Billigung der lokalen Behörden. Auch Männer, die sich nicht "männlich genug" verhielten, stünden auf der Todesliste der Extremisten, so ein Bericht der Menschenrechtsorganisation "Human Rights Watch" vom letzten Jahr (queer.de berichtete).

Bis 2001 war Homosexualität im Irak de facto legal, dann erließ der damalige Diktator Saddam Hussein ein Verbot. Bei Wiederholungs-"Tätern" war die Todesstrafe möglich. Derzeit gibt es zwar kein ausdrückliches Homo-Verbot, allerdings können Schwule offiziell wegen "unsittlichem Verhalten" oder "Verbreitung von Krankheiten" bestraft werden. (dk)



21 Kommentare

#1 Tobi-ACAnonym
  • 28.04.2010, 14:05h
  • Das ist wirklich eine Schande für Europa. Da schiebt man Leute in solch einen Barbarenstaat ab, wo ihnen Gewalt und der Tod drohen, nur weil sie lieben.

    Ginge es um aus anderen Gründen verfolgte, würde das nie geschehen, aber bei Schwulen ist das ja immer was anderes.

    Jeder, der dafür mit verantwortlich ist, hat auch deren Blut an seinen Händen und sollte sich was schämen!!
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#2 MASAnonym
  • 28.04.2010, 20:01h
  • Solange die Bundesrepublik sich weigert, Homosexuelle Asylbewerber aufzunehmen, wird sich nichts ändern!

    Wer sich noch erinnern kann: Der Fall eines Schwulen Iraners sorgte bereits für Schlagzeilen.

    Nur leider schreckte dieser Fall insbesondere die Rechten und die ganz rechten auf - so nach dem Motto, jetzt kommen die Mu.... auf die Idee, sich als Schwul zu bezeichnen um Großteutschland zum Islamisieren....

    Die Regierung dieses Landes muss endlich damit anfangen, elementare Menschenrechte zu achten, anstatt alles auszusitzen!
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#3 Angry Gay ManAnonym
  • 28.04.2010, 20:12h
  • Eine solche Schlagzeile hat gerade noch gefehlt! Ist die Welt denn völlig verrückt geworden!?
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#5 KrassAnonym
  • 29.04.2010, 01:41h
  • ich hoffe nur das die extremisten im irak die für den ganzen scheiss fanatismus verantwortlich sind elendig zugrunde gehen und krepieren! toleranz ist nicht mehr angebracht wenn man die lage der schwulen in solchen staaten beobachtet. was bringt kuschelpolitik gegenüber leuten die sich nicht ändern werden?!

    kein in der eu lebender iraker soll abgewiesen werden solange er diesem "staat" irak kritisch gegenüber steht und tolerant gegenüber homosexuellen ist.

    wird aber jemand abgeschoben der sich selber homophob äußert heule ich ihm keine träne nach
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#6 KameliendameEhemaliges Profil
  • 29.04.2010, 02:54h
  • Es ist ne Schande das man die Menschen da solche einer Gefahr aussetzt.
    Wenn ich das les packt mich die blanke Wut.
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#7 RamonAnonym
  • 29.04.2010, 06:16h
  • Die Situation von Schwulen und Lesben in Ländern wie Irak und Iran wird und ist unerträglich. Aber auch in der Türkei wird es immer schlimmer, auch für Homosexuelle, denen die Flucht in die Türkei gelungen ist und die dort formal Asyl erhalten, wie dieser Bericht zeigt:

    www.haolam.de/?site=artikeldetail&id=1663
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#8 PRO ISRAELAnonym
  • 29.04.2010, 08:50h
  • Antwort auf #7 von Ramon
  • Blut, Opfer, Leid ?
    Da müßte was gehen !

    Die Hasbara-Boys beim Haka.

    Da paßt der Nick zum Betreiber: Jörg Fischer-Aharon.
    Politischer Irr- und Derwisch.
    Von Gerhard-Frey-Stiefeln bis Lets Bomb Iran.

    Ramon:

    „Wir müssen die Dörfer im Süden in Schutt und Asche legen. Ich verstehe nicht, dass es dort noch elektrischen Strom gibt.“

    www.counterpunch.org/roy04072007.html

    A new discourse of the unconscious, 2. Zitat

    Wenn der Jörg pro politischer Heimat eine Tätowierung hätte - ein wandelndes Lexikon der Symbole des politischen Extremismus.

    Auch der salon-rassistische Zeichner hat so eine neue Heimatgefunden.(vorm.Hagalil)
    Fischer-Aharon dachte sich, das bißchen (hagalil) kann ich auch.
    Schnörkellos, direkt: haOlam

    htttp://www.israeli-art.com/satire/konkret.htm

    www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32318/1.html
  • Antworten » | Direktlink »
#9 geht dochAnonym
#10 stromboliProfil