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Ein schwuler Amerikaner wollte mit Hilfe einer Datingseite auf dem Apple-Handy ein Sex-Treffen klarmachen – er traf aber offenbar auf seinen Mörder.

Wie die Polizei in Phoenix (US-Bundesstaat Arizona) mitteilte, ist ein 54-Jähriger am Sonntag in seiner Wohnung zunächst brutal zusammengeschlagen und anschließend erstochen worden. Am Dienstag verhafteten die Beamten den 19-jährigen Tommy R. Er steht unter dringenden Tatverdacht.

Der 54-Jährige soll R. mit Hilfe der iPhone-Application "Grindr" kennengelernt haben, die via GPS mögliche "Dates" in der Nähe anzeigt. Das App ist äußerst populär bei amerikanischen Schwulen, die unkompliziert einen Sex-Partner finden wollen.

Die Leiche ist am Sonntagabend von Beamten entdeckt worden, nachdem der Mitbewohner des Opfers bei seiner Rückkehr von einem Ausflug eine völlig verwüstete Wohnung vorfand. Der Tote lag in einem Badezimmer im Untergeschoss. "Der Mann wurde sehr übel zugerichtet", erklärte der ermittelnde Kriminalbeamte gegenüber Reportern des Lokalsenders KTVK.

Der Mitbewohner gab gegenüber der Polizei an, dass das Opfer einen Mann für Sex treffen wollte. Von einem Bekannten des Opfers erfuhren die Beamten dann, dass er für die Date-Suche sein iPhone benutzt hatte. Die Kommissare ermittelten schließlich das Mobiltelefon, von dem aus der 54-Jährige kontaktiert wurde. Der Besitzer war Tommy R. Zudem gibt es offenbar eine Augenzeugin, die den mutmaßlichen Täter zusammen mit seinem späteren Opfer gesehen hat. Die Nachbarin beobachtete, wie das Paar gemeinsam ins Haus ging.

Die Polizei fand das offene Portmonee des Opfers neben der Leiche. Geld und Kreditkarten sind zwar gestohlen worden, allerdings ist bislang noch kein offizielles Motiv genannt worden.

Nach ersten Vernehmungen soll R. die Tat teilweise gestanden haben. Die Staatsanwaltschaft plant nun eine Anklage wegen Totschlags, berichten lokale Medien. In Arizona ist die Höchststrafe für dieses Verbrechen lebenslange Haft. (dk)



37 Kommentare

#1 schwulenaktivist
  • 30.04.2010, 20:19h
  • So grausam-unakzeptabel die Tat auch ist, aber immer noch wollen viele nicht wahrhaben, dass es gefährlich ist, seine Homosexualität einfach nur nebenbei zu "entsorgen". Das Opfer hätte auch ein Familienvater sein können.
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#2 EnyyoAnonym
  • 30.04.2010, 21:03h
  • Antwort auf #1 von schwulenaktivist
  • Was meinst Du mit "seine Homosexualität nur nebenbei zu "entsorgen""?

    Jeder Ältere der sich, egal auf welchem Weg, einen wesentlich Jüngeren für Sex anlacht, sollte vorsichtig sein. Entweder geht's Outdoor zur Sache oder man nimmt ein preiswertes Hotel - jemanden mit nach Hause nur, wenn man sich seiner halbwegs sicher sein kann.

    Aber nie zum ersten Date, bestenfalls dann, wenn es ein professioneller Callboy ist, der seine Verlässlichkeit schon unter Beweis stellen konnte.

    Immerhin konnte man des Knaben dank des iPhones rasch habhaft werden...
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#3 MASAnonym
#4 Diz?Anonym
#5 SchneewittchenAnonym
  • 01.05.2010, 08:39h
  • ...immerhin soll er wegen "Totschlag" angeklagt werden, also lag wohl was anderes vor als geplanter Raub oder Mord. Spekulation hilft niemandem, vor allem nicht dem Getötetem. Lebenslanges Wegsperren hilft auch niemandem.
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#6 TeXXXas SeXXXasAnonym
#7 herve64Profil
  • 01.05.2010, 15:32hMünchen
  • Antwort auf #2 von Enyyo
  • Nicht nur jeder Ältere: Homophobie ist nicht an Alter gebunden, und für die meisten Täter ist JEDER Schwule ein potenzielles Opfer. Darum: seid vorsichtig, mit wem Ihr Euch einlasst!
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#8 DanielrAnonym
#9 esn963_2Anonym
  • 02.05.2010, 03:55h
  • Antwort auf #8 von Danielr
  • Wenn man bei Gayromeo sich mal durch die Profile klickt, fällt auf, daß der durchschnittliche Suchbereich von vielen "18 bis 40" ist. Womit gemeint ist, daß sie vielleicht noch einen vierzigjährigen nähmen, wenn denn nun weit und breit nicht jüngeres mehr "unterwegs" ist. In der Szene ist es ähnlich. Mit 40 vor drei oder vier Uhr morgens (am Wochenende) ist wie ein 6er im Lotto.

    Und über 40? Mit 45 kriegt man nichts mehr. Aggressivität im Umgang hat - gerade unter jüngeren Schwulen - immer mehr Platz gegriffen. Umgangsformen? Kennt diese Generation nicht mehr. Beispiele? Schaut auf die "Blauen Seiten". ("Keine Antwort = kein Interesse", "Keine Opas")

    Wenn man also als "mittelalter" Schwuler Pech hat und an den falschen jüngeren gerät, kann es gefährlich werden.

    Deshalb gehe ich auch nicht mehr weg, zudem bleibt es mir damit auch erspart, von den wirklich alten (50+) und völlig aus den Fugen geratenen als Freiwild betrachtet und belästigt zu werden.

    Wenn mit jüngeren, dann nur, wo man sich wirklich sicher sein kann, vor allem kein Geld dabei haben (am Strand z.B.) und auch nie mit mehreren.
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#10 herve64Profil
  • 02.05.2010, 12:12hMünchen
  • Antwort auf #8 von Danielr
  • Nau und? Auch wenn er im sog. "Homosexuellen-Milieu" (übrigens ist der Begriff an sich schon ein Unwort: ich spreche ja auch nicht von einem "Heterosexuellen-Milieu") aufhält, sagt das noch lange nichts über seine eigentliche Veranlagung und seine Intention aus. Man kann sich dort nämlich auch aufhalten, um ganz gezielt an seine Opfer heranzukommen.

    Und selbst wenn er schwul gewesen sein sollte, heißt das noch lange nicht, dass er dort keine Straftat begehen wollte, wenn gleich die Motive dann anders gelagert sein könnten (denkbar wäre z. B. Hass auf Ältere, weil man selbst mit dem Älterwerden nicht klarkommt).

    Wie auch immer: in jedem Fall gilt es für JEDEN von uns, vorsichtig zu sein, mit wem man sich abgibt, und das beschränkt sich nicht allein auf den Aufenthalt in den Community-Locations, sondern allgemein im Alltagsleben.
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