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In Ägypten ist ein Auftrittsverbot für Elton John ausgesprochen worden. Schuld sind angeblich die Äußerungen des 63-Jährigen über die biblische Figur Jesus.

Die ägyptische Musikergewerkschaft hat ein für den 18. Mai geplantes Privatkonzert untersagt, weil der britische Sänger "kontroverse Aussagen gegen die Religion" gemacht hätte, wie Gewerkschatschef Mounir al-Wasimi gegenüber der Nachrichtenagentur dpa erklärte. Al-Wasimi bezieht sich dabei auf ein Interview aus dem Februar; Elton John Jesus bezeichnet Jesus darin als "mitfühlenden, superintelligenten Schwulen, der menschliche Probleme verstanden hat" (queer.de berichtete).

"Wie können wir einem Schwulen einen Auftritt erlauben, der Religionen verbieten will, den Propheten Isa (arabisch für Jesus, Red.) als schwul bezeichnet und verlangt, dass Schwule im Nahen Osten sexuelle Freiheiten haben sollen", fragt al-Wasimi. Im Koran ist Jesus unter dem Namen Isa ibn Maryam einer der Propehten Allahs, gilt aber nicht wie unter Christen als Sohn Gottes.

Al-Wasimi erklärte, er habe bereits andere Behörden über das Verbot informiert. Er fügte an, dass nur seine Gewerkschaft Auftritte von ausländischen Sängern in Ägypten gestatten könne.

In Ägypten ist Homosexualität zwar nicht direkt strafbar, Schwule werden allerdings mit Hilfe von Gummiparagrafen verurteilt. Ihnen wird zur Last gelegt, dass sie die öffentliche Ordnung gefährdeten oder sich der "moralischen Verdorbenheit" oder "der Verletzung der Lehren der Religion" schuldig gemacht hätten. Der spektakulärste Massenprozess ereignete sich 2001, als die Polizei 52 Männer auf einer Party verhaftete. 23 von ihnen wurden trotz internationaler Proteste zu Haftstrafen und Zwangsarbeit verurteilt. In der ägyptischen Gesellschaft ist Homosexualität ein Tabuthema, das oft mit dem "dekadenten" Westen in Zusammenhang gebracht wird. (dk)



16 Kommentare

#1 Bash-The-PressAnonym
#2 gorbifixAnonym
  • 04.05.2010, 14:53h
  • wer zu spät kommt,
    den bestraft das leben.

    im uralten ägypten, also in alter mundgeburtlicher vorzeit, wäre das in heilserwartung ein mega-event geworden. vielleicht sogar pyramidös !?

    Die bekannteste Mundgeburt: Zwillinge

    Der Weltenschöpfer Atum hatte vor sechstausend Jahren die Entscheidung getroffen, sich selbst und damit die Welt und den Kosmos zu erschaffen. Er zeugt die Zwillinge Schu, den Luftgott, und Tefnut, die Feuchtigkeitsgöttin. Dieses erste Götterpaar zeugt das Kinderpaar, Geb, den Gott der Erde, und Nut, die Göttin des Himmels. Sie zeugen wiederum zwei Kinderpaare: einerseits Osiris, den Gott des Fruchtbarkeit bringenden Überschwemmungswassers, und Isis, die Göttin des Königsthrons, sowie andererseits Seth, den Gott der Wüste, der Stürme und Beben, und Nephthys, die Göttin des Hauses. Diese Götter in ihrer Gesamtheit stellen die hochverehrte, zentrale "Neunheit von Heliopolis" dar. Osiris herrschte und heiratete seine Schwester Isis. Seth vermählte sich mit Nephtys. Darstellung als Sonnenscheibe mit Strahlenhänden.

    die spinnen, die ägypter
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#3 stromboliProfil
#5 hwAnonym
  • 04.05.2010, 15:32h
  • anzumerken wäre noch, dass in ägyptischen polizeistationen dauernd "abu ghraib" ist.
    in ägypten fehlt ein obama, der solche aufnahmen unterbindet.

    besonders für schwule

    einer des bestialischsten clips wurde bei youtube
    entfernt.

    ein mensch wird mit den füßen aufgehängt mit
    polizeistock anal gequält.

    ansonsten eine reiche auswahl bei youtube:

    egypt police torture

    eingeben.
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#6 LorenProfil
#7 Liedel
  • 04.05.2010, 16:05h
  • Bei allem, was in Ägypten so passiert: ein Glück für die Menschen dort!
    Ich habe nie verstanden, wie man LGBT- Rechte mit dieser peinlichen Tunte assoziieren kann
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#8 schwulenaktivist
  • 04.05.2010, 16:23h
  • Interessantes Detail: "Isa ibn Maryam". Die Abstammung im Patriarchat erfolgt eigentlich über den Vater Jusuf. Mohammed wird auch nirgendwo als Sohn seiner Mutter bezeichnet!
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#9 Fiat LuxAnonym
#10 stromboliProfil