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Der langjährige Aids-Aktivist aus Schwerte erhält für sein Buch "Mein Leben mit HIV" den "Health Media Award".

Von Carsten Weidemann

Als 2008 das Buch "Mein Leben mit HIV" erschien, fiel Uwe Görke ein Stein vom Herzen. Die Erstellung seiner Biografie, die Einblick in die vergangenen 15 Jahre seines Lebens mit HIV gewährt, hatte sehr viel Arbeit gekostet. Die Mühe wird nun belohnt. Anfang Juni erhält der Schwerter HIV-Aktivist den "Health Media Award".

Bei diesem Wettbewerb, der 2010 zum dritten Mal ausgeschrieben wurde, werden "hervorragende Leistungen im Bereich der Gesundheitskommunikation" ausgezeichnet. Der Award, der unterschiedliche Kategorien aufweist und darin jeweils drei Preise vorsieht, wird im Rahmen des "4. trendforum Gesundheit" vergeben. Ein Kongress, bei dem vor allem über die wirtschaftlichen Aspekte im Bereich "Gesundheit" diskutiert wird. Firmen, Marketingexperten, Mediziner und Journalisten tauschen sich dort über Themen wie "Der prominente Medienkranke: Gratwanderung zwischen Suizid, Einschaltquote, Verantwortung und Aufklärung", "Zukunft der Arztserien", "Patientenhotels" oder "Gesundheit und Mittelstand" aus.

Der Rahmen für den Award ist klar umrissen. Es geht um die so genannte "Gesundheitskommunikation", also Medienveröffentlichungen oder Kampagnen, die "beispielhafte neue Wege beschreiten, die für Transparenz und hohe ethische Standards stehen und die zugleich wirtschaftlich erfolgreich sind". Oder die "bedeutende Denkanstöße" setzen. Beim zweiten Platz, den Uwe Görke nach eigenen Angaben im Bereich "Aidsprävention/Prominente" belegte, geht es wohl eher um die Denkanstöße. Die Experten-Jury, die in diesem Jahr den Preissegen ausschüttet, zeigt sich neben dieser löblichen Entscheidung allerdings unbeeindruckt von kritischen Stimmen. So wird auch die Michael-Stich-Stiftung für ihre heftig umstrittenen HIV-Plakatkampagnen in diesem Jahr in der Sonderkategorie "Publizistik/Aufklärung" ausgezeichnet.

Uwe Görke freut sich auf jeden Fall: "Ich bin stolz darauf, dass meine Arbeit inzwischen auch über die Grenzen von Schwerte hinaus Beachtung und Anerkennung findet. Meinem Ziel, möglichst viele Menschen für das Thema HIV/AIDS zu sensibilisieren, bin ich damit ein großes Stück näher gekommen."