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Während sich die politische Situation in Bangkok beruhigt, plant Phuket bereits den nächsten Gay Pride im Februar 2011.

Von Christian Scheuß

Ob Tsunami, Vogelgrippe, Gelb- oder Rothemden - in Thailand ist man Krisen gewohnt. Und so überrascht es nicht, dass man - während in Bangkok noch immer die Shopping Malls von Demonstranten belagert sind - in Phuket bereits den Termin für den Gay Pride im kommenden Jahr bekanntgegeben hat.

Auf Thailands Ferieninsel wird der nächste CSD am Wochenende rund um den 26. Februar 2011 gefeiert, teilte Ulf Mikaelsson mit, der schwedische Inhaber des Connect Guesthouses in Patong Beach. Der Phuket Gay Pride, zu dem traditionell eine Parade über Patongs Strandpromenade, verschiedene Partys, Kultur- und Sportveranstaltungen gehören, steht im offiziellen Eventkalender der Insel und lockt zahlreiche Touristen aus aller Welt an. Mikaelsson hat in der lokalen Szene seit Jahren für eine rechtzeitige Terminfestlegung gekämpft, damit Touristen ihren Thailand-Urlaub entsprechend planen können.

Der Phuket Gay Pride fand 1999 zum ersten Mal statt und ist mittlerweile der einzige große CSD in Thailand. In Pattaya wurde die traditionelle Parade am Welt-Aids-Tag von der Poilzei nicht mehr genehmigt, in Bangkok haben sich die Veranstalter zerstritten und in Chiang Mai gab es im vergangenen Jahr erstmals eine homophobe Gegendemo (queer.de berichtete). Organisatoren waren ausgerechnet die so genannten Rothemden, die dem gestürzten Ministerpräsident Taksin Shinawatra nahestehen und die jetzt seit einigen Wochen Teile von Bangkok komplett lahm legen.

Auf Phuket herrsche ein völlig anderes Klima, stellt der ehemalige Kölner Szenewirt Reiner Büchel klar. Vor drei Jahren zog er wegen der "Liebe und des Wetters" auf die Urlaubsinsel. "Hier merken wir nichts von den Protesten, außer durch das Fernsehen und durch besorgte Anrufe aus Deutschland", berichtet er gegenüber queer.de. Auch Schwulenfeindlichkeit habe er noch nie erlebt: "Ich vermisse hier nicht viel außer meinen sehr engen Freunden."

In Bangkok haben sich Regierung und außerparlamentarische Opposition indes grundsätzlich auf einen Friedensfahrplan geeinigt, der eine baldige Normalisierung des Alltagslebens erwarten lässt. Dabei hat sich die schwule Touristenszene der thailändischen Hauptstadt bislang kaum von den politischen Turbulenzen beeindrucken lassen: Die berühmteste Bangkoker Szenedisco, das DJ Station in der Silom Road, öffnete trotz der nur einige hundert Meter entfernten Proteste jede Nacht ihre Pforten. Allerdings hatte man - anders als sonst - deutlich mehr Platz auf der Tanzfläche...



#1 Drop-The-Pants!Anonym
  • 05.05.2010, 19:51h
  • Thailand hat sich durch die Bevölkerungsunruhen und als Pädophilenparadies selbst disqualifiziert! Ich hoffe, daß der Gay Pride 2011 vom Tsunami verweht wird!
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#2 LorenProfil
  • 05.05.2010, 20:35hGreifswald
  • Antwort auf #1 von Drop-The-Pants!
  • Du solltest erst denken und dann schreiben.
    Leuten, die am thailändischen Gay Pride teilnehmen, einen Tsunami zu wünschen ...
    Ich wünsche ihnen stattdessen viel Spaß und dir ein wenig Frischluft. Vielleicht hilfts ja.
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#3 eMANcipation*Anonym
#4 Liedel
  • 07.05.2010, 03:48h
  • Ruhig @ Loren. Gibt dann keinen Tsunami.
    Frei nach der Titanic: den Herrn, der meinte, eine Arschbombe machen zu müssen und damit den Tsunami auslöste, haben wir erst vorgestern im TV bewundern dürfen. Glaube nicht dass der imstande ist das zu wiederholen
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#5 zeitungsleserAnonym
  • 14.05.2010, 16:07h
  • "Während sich die politische Situation in Bangkok beruhigt,..." - auf welchem Planeten lebt queer.de? Auf Homolulu? ;-)
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#6 BlattgoldAnonym
#7 sauberer_journalAnonym
  • 19.05.2010, 20:49h
  • Antwort auf #5 von zeitungsleser
  • Der Autor obigen Artikels betreibt zusammen mit Micha Schulze auch die Seite gay-thailand.de und da gibt es auch Werbekunden...
    Alles klar?

    @sauberer_journal @zeitungleser:
    Der obige Artikel ist am 5. Mai 2010 veröffentlicht worden, also in der Woche, in der sich Regierung und die oppositionellen "Red Shirts" erstmals wieder über eine friedliche Einigung verständigt hatten. Die vorsichtig optimistische Einschätzung der Situation war also nicht aus der Luft gegriffen. Sie hat sich im Lichte der heutigen Ereignisse als falsch erwiesen.
    Richtig ist, dass Queer Communications neben queer.de auch gay-thailand.de betreibt, allerdings macht es für uns absolut keinen Sinn, wie hier angedeutet, eine Situation zu beschönigen, um damit vermeintliche Werbekunden zu befriedigen oder gar Leser in eine derzeit gefährliche Zone zu schicken.
    Wie Außenminister Westerwelle heute empfohlen, raten auch wir davon ab, Reisen nach Bangkok oder in den Norden Thailands zu unternehmen. Aktuelle Hinweise hier:

    www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Laenderinformationen/Thaila
    nd/Sicherheitshinweise.html


    Christian Scheuß
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