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CSDs und die Abschaffung des Homo-Verbots führen zur Tolerierung von Kinderschändern, ist sich der brasilianische Erzbischof Dadeus Grings sicher.

"Die heutige Gesellschaft ist pädophil, das ist das Problem", sagte der katholische Erzbischof der Tageszeitung "O Globo". Deswegen würden mehr und mehr Pädophilenfälle aufgedeckt, so der 73-Jährige. Die Schuldfrage ist seiner Meinung nach klar: "Wenn Sexualität banalisiert wird, ist es logisch, dass dies Auswirkungen hat." Als Beispiel für die Banalisierung nannte er Homosexualität: "Früher hat niemand über den Homosexuellen gesprochen. Er wurde diskriminiert. Jetzt haben diese Menschen Rechte - etwa das Recht, in der Öffentlichkeit zu demonstrieren - und in kurzer Zeit werden viele denken, dass auch Pädophile Rechte haben." Die radikalkatholische Website kreuz.net fasste die Aussage des Erzbischofs unter der Überschrift "Nach den Homos bekommen die Pädos Privilegien" zusammen.

Dabei leben Schwule in Brasilien wahrhaftig nicht im Schlaraffenland: Im größten katholischen Land der Welt ist Homosexualität zwar nicht verboten, allerdings gelten Schwule und Lesben in der Machokultur oft nicht als gleichwertige Menschen. Die brasilianische Homo-Organisation Gruppo Gay da Bahia warnte im vergangenen Jahr vor einem "Homocaust". So haben die Aktivisten im Jahr 2008 rund 200 Hassmorde an Homo- oder Transsexuellen registriert; die Dunkelziffer liegt allerdings weit höher.

Heranwachsende "spontan schwul"

Nach Ansicht des Erzbischofs werden schwache katholische Priester offenbar von jungen Schwulen verführt: Heranwachsende, so erklärte Grings, würden "spontan homosexuell" werden ("Jungs spielen mit Jungs, Mädchen mit Mädchen"). Sie verwandeln sich dann aber normalerweise wieder in Heterosexuelle zurück. Es gibt aber Ausnahmen: "Wenn die Jugendlichen nicht richtig geführt werden, bleibt die Homosexualität hängen. Wir müssen den Kindern beibringen, wie sie ihre Sexualität menschlich und angemessen einsetzen."

Seit dem Ausbruch des Missbrauchsskandals in der katholischen Kirche haben Vertreter des Vatikans wiederholt versucht, die Verantwortung für die Verbrechen an die Schwulen abzutreten. So stellte etwa Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone, nach dem Papst der mächtigste Mann in Vatikan, einen Zusammenhang zwischen Homosexualität und Kindesmissbrauch her (queer.de berichtete). Erzbischof Silvano Tomasi, der ständige Vertreter des Vatikans bei den Vereinten Nationen, erklärte zudem, dass 80 bis 90 Prozent der sexuellen Übergriffe von Schwulen ausgingen (queer.de berichtete).

Laut dem derzeit gültigen Katechismus der katholischen Kirche verstoßen Schwule und Lesben "gegen das natürliche Gesetz". Man müsse ihnen jedoch mit "Achtung, Mitleid und Takt" begegnen, heißt es in dem 1992 veröffentlichten Dokument. (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
#1 Corcovado Anonym
  • 06.05.2010, 13:36h
  • Geschäftsgebaren, Claims & Clowns

    www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2008/05/jesus3
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    Beispiellose politische Machtdemonstration der evangelikalen Wunderheilersekten in Sao Paulo.
    Chinaglia aus Lulas Arbeiterpartei PT sah für seinen Auftritt offensichtlich kein ethisches Problem darin, daß die beiden Führer von „Renascer em Christo“, Bischöfin Sonia und ihr Ehemann, der selbsternannte Apostel Estevan Fernandes, derzeit in den USA wegen Geldwäsche und Devisenschmuggels im Gefängnis sitzen. Und nach ihrer Rückkehr in Sao Paulo sogar wegen Bandenbildung und Betrug vor Gericht gestellt werden. Den Parlamentspräsidenten störte ebensowenig, daß die größte neupfingstlerische Wunderheilersekte, die sogenannte Universalkirche vom Reich Gottes, derzeit erneut Negativschlagzeilen liefert. Ein Bischof wurde verhaftet und ist angeklagt, in einem Tempel der Millionenstadt Salvador da Bahia zusammen mit zwei Pastoren einen 14-jährigen Jungen sexuell mißbraucht und danach lebendig verbrannt zu haben. Einer der beiden Pastoren wurde bereits verurteilt, der andere ist noch flüchtig. “Ich grüße alle hier anwesenden Bischöfe und Pastoren, danke den evangelikalen Kirchen für die Verbreitung universeller Werte, für die Stärkung der Familien, die Sozialarbeit in den Slums“, erklärte Chinaglia vor den Massen..."

    www.hart-brasilientexte.de/2008/05/22/beispiellose-politisch
    e-machtdemonstration-der-evangelikalen-sekten-in-sao-paulo-r
    egierungspolitiker-millionen-von-glaubigen-profi-fusballer-k
    aka-von-ac-mailand/
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#2 anonymusAnonym
  • 06.05.2010, 13:39h
  • Ich hab versucht die Emailadresse dieses Herrn zu kriegen, hat aber nicht geklappt.
    Es wäre sinnvoller diesem Menschen direkt zu schreiben und ihm zu sagen was man ihm zu sagen hat, als sich hier auszulassen. Dieser Herr wird die hiesigen Kommentare ohnehin nicht lesen ...
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#3 HandoAnonym
#4 Timm JohannesAnonym
  • 06.05.2010, 13:56h
  • Das ist doch wieder eine bodenlose Verlogenheit, was dieser katholische Erzbischof da von sich gibt.

    Raus aus der Katholischen Kirche und austreten !!!

    Es gibt bessere Kirchen, wie beispielsweise die Lutheraner. Dort in den lutherischen Kirchen Skandinaviens, Islands und den Landeskirchen der EKD in Deutschland sind homosexuelle Paare ethisch und theologisch akzeptiert (siehe Grundsatzdokument "Verantwortung und Verlässlichkeit stärken") und erhalten nach ihrem Gang zum Standesamt einen Segnungsgottesdienst. Auch bei Alkatholiken, Reformierten, Unierten und Anglikanern ist dies der Fall.

    Aktuell steuert jetzt auch die lutherische ELCA in den USA um und setzt das aktuelle Grundsatzdokument "Menschliche Sexualität" um.

    *
    www.advocate.com/News/Daily_News/2010/05/05/Lutheran_Pastor_
    and_Partner_Reinstated/


    ---

    Das Verhalten an der Kirchenspitze bei den Katholiken ist unbeschreiblich verlogen. Sie sollten endlich das Zölibat dort öffnen und Frauen als Priesterin zulassen, wie dies bestimmte andere christliche Kirchen auch machen; denn dann würden sich da vielleicht andere bessere Menschen an der Kirchenspitze durchsetzen.
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#5 stephan
  • 06.05.2010, 14:04h
  • Antwort auf #3 von Hando
  • Wie ich schon häufig geschrieben habe: Im 16. und 17 Jh. versuchte sich die Kirche beim Thema Astronomie, heute beim Thema 'Anthropologie' oder hier 'Entwichlungspsychologie'. Es kommen allerdings nur verwirrte Gedankensplitter dabei herum ... wenn man in diesem Zusammenhang überhaupt von 'Gedanken' reden möchte.

    Jedenfalls versucht die Kirche immer noch die Hoheit über die Interpretation der conditio humana zu behalten, dabei versteht sie am wenigsten davon!
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#6 DanielrAnonym
  • 06.05.2010, 14:27h
  • Mir sind Päderasten die mit ihrer Neigung verantwortungsbewusst umgehen 1000 Mal lieber als diese verlogenen, menschenverachtenden und überwiegend senilen katholischen Bischöfe
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#7 schwulenaktivist
  • 06.05.2010, 14:28h
  • Schwule sollten sich mal überlegen, wie sie der Welt erklären wollen, dass mann zu einem erheblichen Teil nicht erst ab 16 oder 18 Jahren homosexuelle Bedürfnisse hat. Und wie Kinder und Jugendliche damit umgehen sollen.

    Anstatt dauernd dem Gesabbere älterer Gläubiger hinterher zu rennen...
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#8 XDAAnonym
#9 eMANcipation*Anonym
  • 06.05.2010, 14:36h
  • Antwort auf #7 von schwulenaktivist
  • Völlig richtig - Protest gegen den neuesten, hetzerischen Furz der Klerus-Gang ist notwendig (der Herr sollte übrigens vorsichtig sein: die brasilianische Regierung der Arbeiterpartei PT verfolgt aktiv einen Gesetzentwurf, der Homophobie und insbesondere homophobe Hassrede unter Strafe stellt).

    Aber noch wichtiger wäre es, endlich das Grundrecht jedes Menschen auf SEINE sexuelle Selbstentdeckung und -bestimmung zu schützen und heteronormativen Kindesmissbrauch in der Erziehung als solchen anzusprechen und zu beenden!
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#10 stromboliProfil