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In dem argentinischen Film "Plan B" (nicht zu verwechseln mit dem Film "Plan B für die Liebe", der in einer Woche startet) macht sich ein Hetero an einen anderen Hetero heran, um seine Ex zurück zu gewinnen. Doch plötzlich erwachen schwule Gelüste...

Von Carsten Weidemann

Für den gut aussehenden Bruno (Manuel Vignau) kommt das Aus in seiner Beziehung mehr als überraschend. Doch der Schock währt nicht lange, und in dem Jungmacho erwacht ein verwegener Gedanke, um seine Verflossene wieder zurück zu gewinnen. Kurzerhand beginnt er sich an den Neuen (Lucas Ferraro) heranzumachen - im Fitnessstudio, unter der Dusche oder als gemeinsame Serienjunkies zu Hause vor der Glotze mit Übernachtungspotential...

Was als Plan B beginnt, wird zum Spiel mit dem Feuer, als Bruno seine wahren Gefühle zu dem hübschen Hetero erkennt. Eine der wunderbarsten Liebesgeschichten nimmt unaufhaltsam ihren Lauf. Glaubwürdig, stimmig, unschuldig, witzig, poetisch und ...erotisch. Denn nichts ist sinnlicher, als zwei vermeintlich heterosexuellen Kerlen zuzusehen, wie sie versuchen, ihre gegenseitige Anziehung zu bekämpfen. Nach dem Erfolg von "Y tu mamá también - Lust For Life!" ist dies ein weiteres Juwel vom lateinamerikanischen Kontinent, das vielfach Lob erhielt.

Youtube | Offizieller Trailer

"Plan B gebührt ein besonderer Verdienst: Er unterscheidet sich grundsätzlich von allem, was das New Argentinean Cinema (und der argentinische Film allgemein) in der letzten Zeit hervor gebracht hat", urteilt zum Beispiel das Filmmagazin "Otros Cine". Gezeigt wurde die witzige Romanze aus dem Jahr 2009 bereits auf diversen Filmfestivals: Buenos Aires Festival International de Cine Independiente BAFICI, Rome Intl.FF, London BFI, Havanna, Amsterdam, Bilbao Int. Filmfest (Filmpreis "Bester Schauspieler", "Bestes Drehbuch").

Galerie:
Plan B - Szenenfotos
9 Bilder


12 Kommentare

#1 Heterror-NormAnonym
  • 06.05.2010, 14:46h
  • Zwei Fragen drängen sich auf:

    Muss schwule Liebe und Partnerschaft eigentlich immer in einem Hetero-Kontext gezeigt werden?

    Kann man seine sexuelle Identität einfach wechseln wie seine Unterhose?

    Solche Darstellungen tragen mehr zur Zementierung des heterosexistischen Status quo bei als zu irgend etwas anderem.

    "Denn nichts ist sinnlicher, als zwei vermeintlich heterosexuellen Kerlen zuzusehen, wie sie versuchen, ihre gegenseitige Anziehung zu bekämpfen."

    Auch das eine "Fantasie", die dem verinnerlichten, heterosexistischen Männlichkeitsbild entspringt, und nichts anderes.

    Ich sehe viel lieber selbstbewussten schwulen Jungs und Männern zu, die nicht erst den Hetero-Macho mimen müssen, bis sie ihr wahres Selbst entdecken bzw. zulassen.
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#2 Coming InAnonym
  • 06.05.2010, 15:05h
  • Antwort auf #1 von Heterror-Norm
  • Manchmal wird es einem durch die heteronorme Gesellschaft aber erst später bewußt das man homosexuelle Gefühle hat.

    Bei mir war es so das ich mich mit 18 in einen Freund verknallt habe, davor habe ich (leider) nicht mal darüber nachgedacht das ich schwul sein könnte. Nicht weil ich nicht wollte oder Angst vor den homosexuellen Gefühlen hatte ( bin in einem sehr liberalen Elternhaus aufgewachsen) sondern weil es für mich " normal" war eine Freundin zu haben und in diese vermeintlich verliebt zu sein.
    Erst als ich mich ( unglücklich) in den Freund verguckte kam ich auf die Idee mir mal schwule Pornos anzugucken und darauf hin Sex mit einem Mann zu suchen. Erst in diesem Prozeß habe ich gemerkt wieviel geiler und schöner es mit Männern ist und lebe seitdem offen schwul.

    Und ich bin sicher kein Einzelfall, guck doch mal wie viele Schwule ihre erste Freundin hatten und sich erst während dessen oder danach ihres Coming In´s bewußt wurden.
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#3 Heterror-NormAnonym
  • 06.05.2010, 15:19h
  • Antwort auf #2 von Coming In
  • Danke für diesen Erfahrungsbericht!

    Genau so meinte ich das mit der heterosexistischen Gesellschaft.

    Deshalb wäre es eben dringend nötig, dass wir auch in den Massenmedien sehr viel mehr schwule Identifikationsfiguren vorfinden, die nicht erst mit 30 schwul sein und leben dürfen, sondern die ganz selbstverständlich mit 14 ihren ersten Freund mit nach Hause bringen.
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#4 stromboliProfil
  • 06.05.2010, 15:45hberlin
  • Antwort auf #1 von Heterror-Norm
  • die frage ist richtig und berechtigt!
    aber wie du selbst feststellst: es ist die heteronormierte sicht, die uns umgibt, ergo die schritte hieraus unter anderem auch über heteronormiertes fühlen hin zu homosexueller identität stattfinden kann...
    Mir ist es lieber über einen solchen umweg möglichkeiten zu öffnen, als überhaupt keine neue sichten angeboten zu bekommen.
    Aber es ist das recht der jugend zu schnellen ergebnissen zu gelangen
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#5 schwulenaktivist
  • 06.05.2010, 16:56h
  • Wir brauchen Normen zur Verständigung, aber Vielfalt um zu leben!
    Historisch gesehen gab es nie Probleme mit Männern, die AUCH mit Männern Sex hatten. Probleme haben immer die für die Gesellschaft gemacht, die ausschliesslich mit Männern Sex haben wollten...
    Keiner muss seine hetero Identität verlassen, um mit einem mann Sex zu haben. Nur läuft das anders als mit Frauen!
    Der Männerkontakt ist eine Identifikation mit dem eigenen Geschlecht, der Frauenkontakt ein Abgrenzungserlebnis! (auch wenn sich Sperma und Ei vereinigen ;)
    Von daher ist jeder Mann fähig, sich mit anderen Männern zu identifizieren, aber nicht, sich mit Frauen zu identifizieren.
    Bei den Frauen war das schon immer selbstverständlich und normal.
    Ein Schelm, wer jetzt über die beschissene Situation von Männern nachdenken tut! :P
    siehe auch meinen Buchtipp
    www.gaybasel.com/buchtipp
    (coming out der Heteros)
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#6 DragonWarrior
  • 06.05.2010, 17:14h
  • Antwort auf #5 von schwulenaktivist
  • "Historisch gesehen gab es nie Probleme mit Männern, die AUCH mit Männern Sex hatten. Probleme haben immer die für die Gesellschaft gemacht, die ausschliesslich mit Männern Sex haben wollten..."

    achte auf deine Worte, aktivist...
    die Gesellschaft HATTE die probleme mit mit männern die nur mit männern sex hatten.

    vermutlich hattest du genau das gemeint

    was den rest angeht: sorry aber psychologisch gesehen halte ich das für abgestandenen quark
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#7 eMANcipation*Anonym
#8 eMANcipation*Anonym
#9 eMANcipation*Anonym
#10 Jonas KölnAnonym
  • 06.05.2010, 19:14h
  • @1:

    Naja, es gibt ja auch genug Filme, wo nicht Heteros einfach mal so ihre Orientierung wechseln. Es gibt auch rein schwule Filme. Sowohl als Dramen, als Komödien, als Liebesfilme, sogar als Krimis, etc.

    Und wieso soll man nicht auch mal diese Seite von Vielfalt zeigen. Denn es gibt nun mal Leute, die denken sie seien hetero (oder auch keinen anderen Gedanken zulassen) und plötzlich "erwischt" es sie dann. Ich kenne selbst so einen Fall...

    Wieso soll man solch einen Fall nicht auch mal zeigen?! Je mehr Vielfalt man zeigt und je mehr schwule Themen in den Medien dargestellt werden (selbst nicht jedem jedes filmische Sujet gleich gut gefällt), desto präsenter und normaler wird das Thema.

    Da ich den Film noch nicht gesehen habe, weiß ich nicht, wie er ist. Aber wenn er gut ist, habe ich gegen diese Handlung nichts einzuwenden. Und wenn er schlecht wäre, würde auch eine reine Homozentrierung ihn nicht besser machen.
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