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Die von Papst Benedikt XVI. im vergangenen Jahr rehabilitierte Pius-Bruderschaft glaubt, dass "Vertreter widernatürlicher Unzucht" den Kirchentag "unterwandern" wollten.

Der deutsche Oberere der Priestervereinigung erklärte nach Angaben des "Focus", dass der kommende Woche in München stattfindende Ökumenische Kirchentag Christen lediglich "Orientierungslosigkeit, Verwirrung und einen Schritt mehr auf die Entwertung aller Werte hin" biete. Pater Franz Schmidberger glaubt, dass Homo-Aktivisten die Großveranstaltung "unterwandern" und "instrumentalisieren" wollten. "Sünde und Perversität" erhielten daher ein öffentliches Forum, "und dies mit Billigung und Unterstützung deutscher Bischöfe". Tatsächlich werden sich weniger als ein Prozent der 3.000 Veranstaltungen mit Homo-Themen beschäftigen.

Echte Christen sollten nach Ansicht von Schmidberger der Veranstaltung fernbleiben. Denn das Programm des Kirchentages lege keinen Wert auf Missionierung und Widerstand gegen "die sich ausbreitende Säkularreligion". Nach dem Missbrauchsskandal sollten die Christen zwar "den Willen zu Reinigung und Erneuerung" zeigen, aber vor allem "das Festhalten am katholischen Glauben" in den Vordergrund stellen.

Im vergangenen Jahr hatte die Piusbruderschaft bereits schwule Aktivisten mit den Nationalsozialisten verglichen (queer.de berichtete).

Evangelische und katholische Laienorganisationen warnen vor "schrillen" Schwulen

Bereits vor den Tiraden der Priestervereinigung gegen die ökumenische Veranstaltung haben die Laienorganisationen "Forum Deutscher Katholiken" und die evangelikale "Internationale Konferenz Bekennender Gemeinschaften" die Toleranz gegenüber Schwulen und Lesben scharf kritisiert. Die von Homosexuellen veranstalteten Seminare beschäftigten sich mit Menschen, "die sich auf ihre sexuellen Probleme konzentrieren und oft in schriller Weise Gottes Wort und die Lehre der Kirche missachten", so die beiden Organisationen in einer gemeinsamen Erklärung.

Die Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche (HuK) warf daraufhin konservativen Christen vor, von dem Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche ablenken zu wollen: Mit Bestürzung nehme man "Tendenzen in der römisch-katholischen Kirche wahr, mit denen Homosexualität in Verbindung mit dem fortdauernden Skandal sexualisierter Gewalt in dieser Kirche gebracht werden soll." Dabei vergesse die römisch-katholische Kirche, den Menschen eine frohe Botschaft zu vermitteln", so die HuK in einer Pressemitteilung.

Mehr als 100.000 Teilnehmer werden zum 2. Ökumenischen Kirchentag von 12. bis 16. Mai in München erwartet, darunter auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sowie weitere hochrangige Politiker. Der erste Kirchentag dieser Art lockte 2003 mehr als 200.000 Christen nach Berlin. (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.

20 Kommentare

#1 eMANcipation*Anonym
  • 07.05.2010, 14:32h
  • Soll noch einer unter Verdrehung des Begriffes "Meinungsfreiheit" behaupten, dass diese Hass-Prediger und verbalen Gewalttäter - übrigens auch die auf dem Foto - nicht strafrechtlich verfolgt gehören.
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#2 stromboliProfil
  • 07.05.2010, 14:45hberlin
  • Antwort auf #1 von eMANcipation*
  • selbst schilder malen und demonstrieren...
    wie wärs mit:
    --rettet kinder vor kirchen/sekten- ;
    --aids =geisel kirchlicher moralvgebote--
    -- sünde macht vieleicht nicht christen glücklich, aber entspannt den rest der welt--

    Gern würd ich mit den spiegelverkehrten botschaften denen gegenüber stehen... bei den gesichtern, die sie auf dem bild oben verziehen, wird das kommende einer ausgepressten zitone ähnlich sein...

    lächerlich machen.. das können die überhaupt nicht abhaben!
  • Antworten » | Direktlink »
#3 ChristineAnonym
  • 07.05.2010, 14:55h
  • Antwort auf #1 von eMANcipation*
  • Zitat aus Focus-Online
    www.focus.de/politik/deutschland/oekumene-piusbrueder-warnen
    -vor-kirchentag_aid_505572.html


    (...)
    Schmidberger beklagte ferner „die Unterwanderung“ und „Instrumentalisierung“ der Großveranstaltung „durch die Vertreter widernatürlicher Unzucht“. Die Homosexualität stehe nicht am Anfang, sondern am Ende einer Kultur. Auf dem Kirchentag erhielten „Sünde und Perversität“ ein öffentliches Forum, „und dies mit Billigung und Unterstützung deutscher Bischöfe“.
    (...)

    Da ich keine Juristin bin, frage ich in die Runde hier:
    Entsprechen die Bemerkungen, falls sie korrekt zitiert wurden, nicht vielleicht dem Tatbestand der Volksverhetzung oder sind solche Arten von Beleidigungen ("Homosexualität als Ende der Kultur", "Vertreter widernatürlicher Unzucht", "Perversität") tatsächlich unter dem Deckmäntelchen der freien Meinungsäußerung geschützt?
    Wo sind diesem Herrn diese Bemerkungen entfahren? In einem Focus-Interview? Auf einer Pressekonferenz? Gibt es eine Pressemitteilung?
    Vielleicht könnten sich Rechtskundige diese Verlautbarungen mal etwas genauer im Hinblick auf §130 Absatz 1 StGB anschauen? Hätte mich mal interessiert.
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#4 eMANcipation*Anonym
#5 antos
  • 07.05.2010, 15:08h
  • Alles Quatsch und unnötiges Gejammer. Homosexuelle und Kirche, wer braucht so was?

    Die passende Antwort ist selbstverständlich affirmativ. Natürlich wollen wir Schwulen den Kirchentag unterwandern. Wir nehmen dazu extra an einer extrem versauten Weltverschwörung teil, die alles über kurz oder lang verschwulen wird. Was bei diesen homophilen Männerbünden im Dienste der großen mütterlichen Institution Kirche kein Problem sein wird. Siehe, ich unterwandere den Kirchentag schon jetzt täglich.

    Piusbrüder! Seid achtsam! Noch achtsamer! Traut euren Brüdern keinen Millimeter über den Weg, drei von zehn sind schwul und arbeiten aktiv mit im Untergrund!
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#6 stromboliProfil
  • 07.05.2010, 15:18hberlin
  • Antwort auf #4 von eMANcipation*
  • wohlan ans werk!
    in ffm gab es mal eine "liebfrauenaktion" so genannt nach der kirche am platz.
    kleines strassentheater mit kirchlichen themen zum ergötzen der zuschauer und zum schrecken der kirchgänger... "ich lasse nicht meinen gleuben beleidigen!... wo hab ich das derletzt gelesen.. ach ja: norbert!
    Der beifall war angemessen, die pfarrgemeinde hielt den mund !
    Druck mit gegendruck beantworten... spielerisch die versteinerten masken von den pfarrfratzen ziehen...
    sie als die tölpel hinstellen als die sie ansonsten sich durchs gemeinschaftswesen schmuckeln wollen...

    Morgens beim gassigehen,begegnet mir eine frau die ihr brevier in der hand, versucht die stasse bei rot zu überqueren... dabei fußgänger ,fahradfahre und autoverkehr gefährdet... auf meine frage , ob sie denn nicht mehr aufmerksamkeit dem umgang mit menschen widmen könne statt hund,fahrad und ampel im weg zu stehen, antwortet sie mir: jesus lenkt meine wege!
    Das nächste mal werd ich zusehen, wenn sie jesus unter dem nächsten auto liegend, letzte innige worte zuflüstert.
    Wie ich die tussi einschätze, dauerts nicht lang ..und wenn keiner hin guckt helf ich nach! Antworten » | Direktlink »
#7 AntifaschistaAnonym
  • 07.05.2010, 15:27h
  • Klar, die Truppe, die selbst den Holocaust leugnet und Faschistisch strukturiert ist, beschimpft Homosexuelle als Nazis....
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#8 AntifaschistaAnonym
  • 07.05.2010, 15:32h
  • Antwort auf #3 von Christine
  • Ja Christine, da dürfte etwas dran sein.

    Jedoch müsste dann der Fall eintreten, das sich möglichst viele dazu bereit erklären, eine Strafanzeige gegen den Mann zu erstatten. Ich bin jedenfalls dazu bereit.

    Denn ich kann mich daran erinnern, das mal jemand gegen einen Rapper, ich glaube Bushido eine Anzeige erstattet hatte und dann, soweit mir bekannt auch von queer.de veröffentlicht, vom Staatsanwalt mitgeteilt bekam das Schwule nicht Beleidigenswert oder so ähnlich seien und deshalb das Verfahren eingestellt würde.

    Wenn sich also genug finden, die Strafanzeige gegen diesen Mann erstatten, ist die Wahrscheinlichkeit einer Verfolgung höher. Aber sicher weisst auch Du, das Schwuppen zwar gerne eine dicke lippe riskieren, dann aber, wenn es ernst wird, wieder zu typischen Deutschen werden: Untertan mit Kadavergehorsam.
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#9 KatholenbasherAnonym
  • 07.05.2010, 16:29h
  • Für die Piusbruderschaft gibt es nur eine Lösung: ab auf den Scheiterhaufen und das Problem hat sich erledigt! Solche Leute wurden nämlich früher als Ketzer öffentlich verbrannt!
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#10 antos