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Der "Slavic Pride" in der weißrussischen Hauptstadt Minsk ist mit einer fadenscheinigen Begründung verboten worden.

Wie die Organisatoren mitteilten, ist ihnen am Wochenende von der Stadtverwaltung mitgeteilt worden, dass die Genehmigung für die 15. Mai geplante Parade zurückgezogen wurde. Offiziell beruft sich Minsk dabei auf ein Gesetz, nach dem öffentliche Veranstaltungen weniger als 200 Meter von unterirdischen Fußgängerübergängen sowie U-Bahn-Stationen verboten sind.

Die Veranstalter appellieren nun in einem Brief an den autoritär regierenden weißrussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko, das Verbot doch noch aufzuheben. Sie argumentieren, dass sowohl die weißrussische Verfassung als auch der UN-Zivilpakt die Versammlungsfreiheit garantiert.

In Weißrussland ist Homosexualität zwar seit 1994 offiziell legal, allerdings sind geoutete Schwule und Lesben nach wie vor Repressionen ausgesetzt. So werden etwa politische Magazine von Homo-Gruppen verboten. In den letzten Jahren sind auch immer wieder Versuche gescheitert, einen CSD zu organisieren.

Wie panisch das Regime auf das Thema Homosexualität reagiert, zeigte sich im Februar dieses Jahres: Damals hat der Rat für Sittlichkeit Konzerte von Rammstein verboten, weil diese unter anderem für Homosexualität werben würden (queer.de berichtete). Auch Diktator Lukaschenko, der in den 1980er Jahren Karriere in der KPdSU machte und seit 1994 unangefochten sein Land mit harter Hand führt, hat mit homophoben Ausbrüchen international für Aufsehen gesorgt: So warf er im Jahr 2004 Deutschland vor, in seinem Land Drogen und Homosexualität zu verbreiten (queer.de berichtete).

Erst vor einer Woche wurde in der litauischen Hauptstadt Vilnius ebenfalls der CSD verboten (queer.de berichtete). Hier konnten die Organisatoren aber erfolgreich juristisch gegen das Verbot vorgehen. Hier trafen die 300 bis 500 Parade-Teilnehmer auf 1.500 Gegendemonstranten meist rechtsradikaler Gesinnung, die "Tod den Schwulen" oder "Litauen den Litauern" skandierten (queer.de berichtete).

Der "Slavic Pride", eine Gemeinschaftsveranstaltung russischer und weißrussischer Schwuler, war auch im letzten Jahr verboten worden, als er in Moskau stattfinden sollte. Als einige Schwule dennoch in der russischen Hauptstadt demonstrierten, kam es zu Festnahmen. Dass dort am gleichen Tag das Finale des Eurovision Song Contests stattfand, änderte nichts am harten Vorgehen der Behörden (queer.de berichtete). (dk)



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11 Kommentare

#1 seb1983
  • 12.05.2010, 19:24h
  • Naja, der letzte Hardcore Kommunist und Diktator Europas...
    Die Zeit wird auch dieses sowjetische Erbe erledigen.
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#2 Julek89
  • 12.05.2010, 22:15h
  • Naja, die Idee des Kommunismusses sieht da ganz andere Standpunkte vertreten. Das hat damit rein garnichts zu tun...

    Die DKP z.B. unterstützt das Ganze (Also Homo-Rechte).
    Er ist einfach ein mittelalterlicher, aus irgendeinem Museum entsprungener, wohl frustrierter Mann, der sich -wie nicht wenige Menschen auch hierzulande und sonst auch überall auf der Welt- mit solchen Aussagen als vollkommen unaufgeklärt darstellt, was HS angeht. Um es ganz plump auf den Punkt zu bringen: Der Typ ist hackendumm^^

    Und naja, ob sich so schnell was ändern wird, wenn er mal nicht mehr ist...
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#3 Drop-The-Pants!Anonym
  • 13.05.2010, 00:38h
  • Ich finde die Begründung einen Schlag ins Gesicht für die Menschenrechte! Der CSD in Minsk sollte trotzdem stattfinden!
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#4 Liedel
  • 13.05.2010, 01:23h
  • Da sei dir mal nicht so sicher @ seb1983.
    Seit wann interessieren sich Spekulanten für Weissrussland?
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#5 Lupo__Profil
  • 13.05.2010, 02:18hBielefeld
  • Ich möchte, bevor der Gay Pride Minsk am kommenden Samstag stattfindet, um einige nette Worte per e-mail (in englisch) an die Organisatoren bitten.
    Diese sind Nikolai Alekseev moscowpride@yahoo.com
    und Sergey Androschenka lgbt.belarus@gmail.com

    An dieser Stelle meinen Dank an die Redaktion von queer. de und das Verlinken zur Homepage von Gaybelarus (die jetzt neuerdings im neuen Design daherkommt).
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#6 MichaelAS
  • 13.05.2010, 07:41h
  • Hab mal ein wenig nachgelesen. Also für Spekulanten vielleicht uninteressant, aber für Europäischen Atommüll anscheinend gut geeignet, denn es gibt wohl Bestrebungen, den wieder aufbereiteten Müll aus der EU, also von La Hague, dorthin zu verfrachten.
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#7 seb1983
  • 13.05.2010, 13:14h
  • Antwort auf #6 von MichaelAS
  • Ich hoffe nicht, hatten wir ja alles schonmal.
    Vor der Wende haben deutsche Firmen fleißig Sondermüll in die DDR vertickert, die zum größten "Entsorger" von Sondermüll in Europa wurde.
    Das Zeug hat man da dann einfach auf Halde gekippt, Umweltschutz und Menschenrechte standen schließlich in der DDR Verfassung.

    Nach 1990 musste das ganze Zeug dann wieder ausgebuddelt werden und es wird wohl noch Jahrzehnte dauern halbwegs Ordnung zu schaffen.

    Was heute in Weißrussland verladen wird dürfte nach einer politischen Umwälzung also als Boomerang zurückkommen.
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#8 Lupo__Profil
#9 FloAnonym
  • 14.05.2010, 14:04h
  • Solche Fascho-Staaten werden langfristig nicht überleben können.

    Da hilft auch die absurdeste Begründung nichts.
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#10 Lupo__Profil