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Ein Richter im ostafrikanischen Malawi hat ein schwules Paar am Dienstag in einem aufsehenerregenden Prozess für schuldig befunden - den beiden Männern drohen nun bis zu 14 Jahre Gefängnis.

Der 26-jährige Steven Monjeza und der 20-jährige Tiwonge Chimbalanga haben dem Gericht zufolge "schwere Unzucht" begangen. Das Strafmaß soll am Donnerstag verkündet werden.

Die Beiden sind Ende Dezember 2009 verhaftet worden, nachdem sie sich in einer symbolischen Hochzeitsfeier vor 500 Zuschauern in der Stadt Blantyre das Ja-Wort gegeben hatten. In Malawi begann daraufhin eine Medienkampagne gegen das Paar. Internationale Menschenrechtsorganisationen zeigten sich über die Verhaftung entrüstet. So bezeichnete Amnesty International Monjeza und Chimbalanga als "politische Gefangene" (queer.de berichtete).

Das Gericht berief sich dagegen auf die Paragrafen 153 und 156, die "unnatürliche Taten" sowie die Erregung öffentlichen Ärgernisses verbieten. Die Gesetze stammen noch aus der Kolonialzeit - Malawi erlangte erst 1964 seine Unabhängigkeit von Großbritannien. Während das Königreich das Homo-Verbot allerdings vier Jahre nach der Unabhängigkeit der Ex-Kolonie abschaffte, ist die gleichgeschlechtliche Liebe in Malawi - wie auch im größten Teil Afrikas - nach wie vor verboten. (dk)



#1 Drop-The-Pants!Anonym
  • 18.05.2010, 22:24h
  • Und aus dem Land hat Madonna auch noch ein Kind adoptiert - verstehe einer die Promis!
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#2 HannibalEhemaliges Profil
#3 kaysiProfil
  • 19.05.2010, 08:22hBangor
  • Antwort auf #1 von Drop-The-Pants!
  • na ja das kind kann nichts für eltern, Land oder Leute

    Jetzt ist GB in Sozialgesetzgebungen ein vorreiter der großen Industrieländer und dann so was. Das Land ist immer noch Mitglied des Commonwealth ich finde die Queen könnte da doch mal was sagen oder noch besser die UN die sind nämlich auch Mitglied
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#4 RabaukeAnonym
  • 19.05.2010, 10:51h
  • Schluß mit Griechenland und Eurohilfe. Diesem Staat sofort und ohne Diskusion die Entwicklungsgelder streichen, ersatzlos! Wenn ein Volk seine "Richter" "richten" läßt, dann verdient es Sanktionen dieser Art!

    Ende der Durchsage!
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#5 FloAnonym
  • 19.05.2010, 11:41h
  • Barbarenstaat!

    Die Staaten, die es sich eigentlich am wenigsten erlauben können, sind immer die faschistischsten.
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#6 Magiccrystal25
  • 19.05.2010, 11:53h
  • Seit wann sind die internationale Organisationen (Menschenrechtsorganisationen) darüber entsetzt über diese Gerichtsurteil in Malawi? Die können und wollen mir und meinem Freund in Ghana nicht einmal helfen, da mein Freund dazu verurteilt worden ist zu 2000 Euro Geldstrafe, sonst drohen ihm ein Jahr Haft. Man muss sich schon fragen für was die Organisationen da sind?? Um Spenden ein zukassieren und einmal in Jahr einen Bericht abzugeben? Es ist nun mal fakt, dass diese Menschenorganisationen in Wirklichkeit einem je nicht helfen wollen können oder wollen. Ich selbst verfolge immer wieder die Berichte über Afrika, welche Methoden dort angewendet werden. Nicht einmal die Politiker sind dazu in der Lage scharfe und harte Sanktionen gegen diese Länder zu verhängen.
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#7 predigerAnonym
  • 19.05.2010, 17:54h
  • auf allen pressefotos trägt tiwonge chimbalanga frauenkleider, meistens ist dies sogar deutlich sichtbar. einige journalisten haben genauer recherchiert und berichten, dass tiwonge sich eindeutig nicht als mann, sondern als frau identifiziert.
    und trotzdem wird in den meisten meldungen einhellig von einem "schwulen paar", "a gay couple" usw. berichtet.

    nicht, dass es an der himmelschreienden ungerechtigkeit des urteils irgendetwas änderte, und nicht, dass die ursachen der ablehnung nicht ganz ähnliche seien - aber könnte man sich nicht wenigstens die mühe machen, genau hinzuschauen, wen man da vor sich hat, statt die ganze sache einfach platt unter "schwulen"-feindlichkeit zu verbuchen?

    wäre es wirklich zu viel verlangt, dass sich europäische homos die mühe machen, einmal über andere formen von sexualität oder identität nachzudenken als die eigene?
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