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Kaum ist der FC St. Pauli in die 1. Bundesliga aufgestiegen, wirft mit Corny Littmann der einzige offen schwule Präsident eines Profi-Fußballclubs das Handtuch.

"Ich habe nach dem Sieg in Fürth nur noch gedacht: Mehr geht nicht. Und deshalb möchte ich freiwillig dann gehen, wenn ich auch noch bleiben könnte", begründete der 57-jährige Theaterbesitzer am Mittwoch in einer Pressekonferenz seinen Rückzug. Er stand seit über sieben Jahren an der Spitze des Traditionsvereins, der erst vor wenigen Tagen seinen 100. Geburtstag gefeiert hatte.

Mit seiner Leistung ist Littmann zufrieden: "Ich stand einmal am Ruder eines lecken Kahns, jetzt ist daraus ein prachtvolles Piratenschiff geworden." Tatsächlich kickten die Hamburger noch 2007 in der Regionalliga Nord. In der jetzt abgelaufenen Saison belegte der Kiezclub hinter dem 1. FC Kaiserslautern den 2. Platz in der 2. Liga und sicherte sich damit den Aufstieg in die oberste deutsche Spielklasse.

In seiner Amtszeit als Präsident hat Littmann immer wieder die Heuchelei beim Thema Homosexualität im Profifußball kritisiert. So erklärte er 2006, dass es sogar in der Nationalmannschaft schwule Spieler gebe (queer.de berichtete). Schwule Fußballer müssten sich allerdings gemeinsam outen, da ein Einzelner dem Druck durch Medien und Fans nicht standhalten würde.

Wenn er Ungerechtigkeiten sah, war der Präsident nie um Worte verlegen: So bezeichnete der St.-Pauli-Chef den damaligen Kölner Coach Christoph Daum 2008 nach homophoben Ausbrüchen als "Trainer-Arschloch" (queer.de berichtete). Bereits in den 1970er Jahren hatte sich Littmann für die Schwulenbewegung engagiert.

Die Amtszeit von Littmann wäre eigentlich erst im März 2011 abgelaufen, nun soll bereits im November ein Nachfolger bestimmt werden. Trotzdem wird er dem Verein noch als Geschäftsführer der FC St. Pauli Service GmbH, die unter anderem über den Stadionausbau entscheidet, erhalten bleiben. Außerdem sei er weiter "Fan und Freund" des Vereins: "Ich verlasse zwar die Brücke, aber nicht das Schiff", stellte er klar. (dk)



Corny Littmann ist der "Optimist des Jahres"

Am Samstag hat der 2006 gegründete Club der Optimisten den Hamburger Theaterchef für seine herausragenden Leistungen geehrt und zum "Optimisten des Jahres" ernannt.
#1 Wir kriegen euchAnonym
  • 19.05.2010, 16:40h
  • Aufgepasst, ihr Versteck-Schwulen in der Bundesliga und in der Nationalmannschaft!

    Ein potenzieller Informant mehr, auf den sich die Medien stürzen können - muss ja nicht allzu offensichtlich sein - und der jetzt natürlich empfänglicher für entsprechende Anfragen sein wird als zu Zeiten, in denen er sich in herausgehobener Funktion bei einem Profi-Club befand.

    Oder der zumindest unvorsichtiger sein wird.
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#2 Beckhams LoverAnonym
  • 19.05.2010, 18:28h
  • Antwort auf #1 von Wir kriegen euch
  • Das würde ich aber nicht so stehen lassen. Tante Corny wird schon wissen, was er tut und weiterhin sein Stillschweigen bewahren. Auch wenn er jetzt kein Präsident von St. Pauli ist, hängt über ihm der Mantel der Verschwiegenheit. Trotzdem ist es im Profifußball nicht mehr unmöglich, Präsident eines Vereins zu werden und gleichzeit schwul zu sein!
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#3 maciicxProfil
  • 19.05.2010, 18:53hpnkw
  • Antwort auf #2 von Beckhams Lover
  • ach, als präsident bist du in dieser branche im zweifel sowieso das arschloch, da reißt die sexualität auch nichts mehr ein...

    sonst: volle zustimmung. und corny hat meines wissens nach gut begründet, warum er nichts sagt. wenn dies nur aus politischem kalkül geschah, das es nicht mehr zu berücksichtigen gilt, und er sich nun als aushilfsrosa in den vordergrund drängte, das wäre schon ein übler vertrauensbruch ggü. den betreffenden spielern.

    (klar, es wäre gut, würde jemand den schritt wagen. aber es ist ein krasser, und die leute müssen selbst entscheiden, ob sie sich den möglichen folgen aussetzen wollen.)
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#4 Wir kriegen euchAnonym
  • 19.05.2010, 19:57h
  • Antwort auf #3 von maciicx
  • Lügen - noch dazu solche, die zum Himmel schreien - haben es an sich, früher oder später aufzufliegen.

    Die "Enthüllungen" homosexueller Beziehungen - und vor allem deren Art und Weise - im Profi-Fußball in der letzten Zeit haben hoffentlich die Alarmglocken bei den betroffenen Profis läuten lassen.

    Der Verräter schläft nicht - früher oder später wird dieses eherne Gesetz auch in diesem perversen Versteckspiel seine Wirkung entfalten. Und das ist auch gut so!

    Die schwulen Spieler haben die Wahl, ob sie darauf warten oder ihr Leben selbst in die Hand nehmen!
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#5 ArschlochalarmAnonym
  • 19.05.2010, 21:34h
  • Antwort auf #4 von Wir kriegen euch
  • Widerliche Denke. Die eigene Sexualität so als Bedrohung darzustellen und gierig im Dunkeln darauf zu lauern, am anderen öffentlich die eigene Feigheit exekutieren zu können, anstatt solidarisch mit ihm zu sein und ein gesellschaftliches Umfeld zu ermöglichen, worin jeder genügend Luft zum Atmen bekommt.
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#6 LoeweBoy1987Anonym
  • 19.05.2010, 21:47h
  • Hei devitzka! Das kann ja nur noch schlimmer werden!!! Polen ist offen, jeder der sich als schwul nun outet, der kann nun wieder die volle breitseite des Homophoben Fußballes erleben. Ob mit 0 Promille oder 3 Promille. Alle Schwule sind gleich, aber die Heten sind die "Helden". Schwule leider nur weiterhin in dieser Gesellschaft geduldet oder geächtet!
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#7 Wir kriegen euchAnonym
  • 19.05.2010, 22:01h
  • Antwort auf #5 von Arschlochalarm
  • Ich gehe davon aus, dass du damit die Millionäre meinst, die allesamt nicht bereit sind, irgendeinen persönlichen Beitrag für junge Schwule und überhaupt gegen Heterosexismus in dieser Gesellschaft zu leisten, sondern sich lieber bereitwillig zu Idioten dieses perversen Systems machen und es selbst verstärken. Mir tun die jungen Schwulen leid, die keine Millionen auf dem Bankkonto haben und Tag für Tag mit dieser grausamen Realität leben müssen.
    Dass die perverse Selbstverleugnung auch für die betroffenen Fußballer am Ende eine sehr zerstörerische Sackgasse ist, darauf sollte man, wenn man ehrlich ist, ebenfalls hinweisen.
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#8 MuxmixAnonym
  • 20.05.2010, 01:29h

  • man könnte sagen, wir Schwulen werden toleriert, aber noch lange nicht akzeptiert! Schwule Fußballer müssten sich in einer Kampagne gemeinsam outen, das würd vielleicht einen sehr großen Sprung auslösen, von der Toleranz zur Akzeptanz! Aaaber was meint ihr wieviele 'mächtige Leute' diese Kampagne versuchen würden, zu unterbinden.
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#9 JungerSchwulerAnonym
  • 20.05.2010, 01:42h
  • Antwort auf #1 von Wir kriegen euch
  • Sicher, perverse Selbstverleugnung.
    Ein junger Spieler der von Kind auf gefördert wird und dem Fussball alles bedeutet und der in einem homophoben Umfeld aufwächst, braucht viel Mut sich öffentlich zu outen.
    Und dazu kommen dann noch die Milliönchen, die das Schweigen und Doppelleben erleichtern.

    Anfangen sollten ehemalige Spieler, die stehen nicht mehr unter diesem Druck und können mit einem Outing was bewirken.

    P.S. Auch wenn ich der Meinung bin die sollen sich selbst in den Arsch treten und was bewirken, die Entscheidung was jemand von sich Preis gibt liegt immer noch bei der jeweiligen Person!
    Deine "Drohungen" sind das Letzte! Was bildest du dir eigentlich ein du Möchtegern-Denunziant?
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#10 HarryAnonym
  • 20.05.2010, 13:39h
  • Liebes Queer Team.
    Seit Ihr irgendwie schon am Sommerloch angekommen oder was wollt Ihr mir mit diesen Beitrag sagen? Täglich gibt es irgendwo irgendwelche schwule die auf grund ihres altes in Rente, Pensoin oder sonstwas gehen. Auch die haben sich für die Belange ihresgleichen eingesetzt mit nur einen einzigen Unterschied das sie sind so berühmt und es daher nicht schaffen auf Ihre Seite erwähnt zu werden, was zum größten Teil auch gut so ist. Den das was man hier in letzter Zeit lesen muß hat fast ausschließlich nur noch Klatsch- oder Bildzeitungs Format.
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