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  • 23. Mai 2010, noch kein Kommentar

Ein Brückenschlag zwischen Hip Hop und Reggae: Manche Medien bezeichnen das Album von NAS und Damian Marley bereits jetzt als "Meilenstein".

Fangen wir mal mit einem kleinen Abstecher in die Vergangenheit an. Einem Abstecher in eine Ära, als die größten Rap- und HipHop-Tracks noch in dunklen Kellerlöchern entstanden, anstatt in den Sitzungssälen der großen Musikkonzerne konzipiert zu werden. Als es im HipHop- und Dancehall-Bereich noch darum ging, die Menschen mit der Musik zu erreichen - also nicht mit immer höheren Verkaufszahlen. Als es wichtiger war, sich stilistisch abzusetzen als Einheiten abzusetzen. In eine Ära also, die eigentlich schon Geschichte war, als Damian "Jr. Gong" Marley und Nasty Nasir Jones sich auf die "Road to Zion" begaben und damit ihren ersten gemeinsamen Track für Damians "Welcome To Jamrock"-Album (2005) aufnahmen. Doch diese erste Zusammenarbeit gefiel beiden so unglaublich gut, dass sie schließlich den Entschluss fassten, ein komplettes Album gemeinsam aufzunehmen: Das Resultat heißt "Distant Relatives" und knüpft nahtlos an besagte Ära an.

Youtube | NAS und Damian Marley über ihr neues Album

Anders als alle bisherigen Projekte, bei denen Musiker aus Jamaika und Nordamerika zusammengearbeitet haben, ist "Distant Relatives" dabei weder irgendeine billige Remix-Version noch handelt es sich dabei um irgendeinen Feature-Auftritt auf einem einzigen Song. Im Gegenteil: "Distant Relatives" ist ein echtes Duo-Album. Schließlich ging es den beiden darum, sich gegenseitig zu inspirieren und klangliches Neuland zu erforschen. "Distant Relatives" ist ein Gemeinschaftsalbum von zwei Musikern, die es ernst meinen: Beide wollten unbedingt zu den gemeinsamen Wurzeln von Reggae und HipHop vordringen. Was ihnen auch gelungen ist: Sie haben diese Wurzeln bis nach Afrika zurückverfolgt, in die Wiege der Menschheit also, wo auch diejenige Musik geboren wurde, die bis heute in aller Welt die Menschen zum Tanzen bringt. Auch viele Kritiker sind begeistert: Der "Spiegel" schrieb erst kürzlich, dass es sich bei diesem Werk um einen echten "Meilenstein" handelt. (cw/pm)