Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?12226

Zwei Mitglieder einer Homo-Gruppe wurden in Simbabwe wegen "Untergrabung der Autorität des Präsidenten" verhaftet - zudem erklärte der Chef der verfassungsgebenden Versammlung, dass "komische westliche Kulturen" wie die der Homosexuellen nicht den Schutz der Verfassung genießen würden.

Die 34-jährige Geschäftsführerin Ellen Chadehama und der 38-jährige Buchhalter Ingatius Mhambi sind nach einer Razzia im Büro der Gays and Lesbians of Zimbabwe (GALZ) festgenommen worden. Die Nachrichtenagentur AP berichtete, dass die Polizei nach "unanständigen" Bildern oder Büchern gesucht habe. Die Beamten behaupten, dabei auch "pornografische Schriften" gefunden zu haben.

Anklage wird aber offenbar erhoben wegen eines im Büro gefundenen Briefes des ehemaligen Bürgermeisters von San Francisco, der die homofeindliche Haltung von Präsident Robert Mugabe kritisiert hatte. Dem Gesetz nach kann das mit Haftstrafen geahndet werden. Mindestens bis zum Prozessauftakt am Mittwoch bleiben Chadehama und Mhambi in Haft. Ihr Anwalt David Hofisi erklärte, ein Antrag auf Freilassung auf Kaution sei abgelehnt worden. Ihm sei zudem der Zugang zu seinen Klienten verwehrt worden.

Politiker: Homosexualität ist westliche Kultur

Unterdessen hat der Chef der verfassungsgebenden Versammlung angekündigt, dass Homosexuelle im neuen Grundgesetz Simbabwes keinerlei Schutz genießen dürften: "Simbabwe beruht als Nation auf traditionellen moralischen Normen", erklärte Munyaradzi Paul Mangwana. Er könne nicht in die Dörfer gehen und mit den Einwohnern über "inhumane Praktiken", also schwulen oder lesbischen Sex, sprechen. Die Verfassung müsse der Bevölkerung vermittelbar sein. Zudem sei Homosexualität ohnehin eine importierte "Kultur" aus dem Westen.

Simbabwe zählt mit einem Bruttoinlandsprodukt von 200 US-Dollarn pro Kopf zu den ärmsten Ländern der Welt. In den letzten Jahren gab es immer wieder Hungerepidemien und Krankheiten, die von der Zentralregierung nicht ausreichend bekämpft wurden. So kostete der letzte Cholera-Ausbruch im vergangenen Jahr mindestens 4.000 Menschen das Leben.

Als Feindbild haben beide großen politischen Kräfte in seltener Eintracht Schwule ausgemacht. So bezeichneten Ministerpräsident Morgan Tsvangirai und Staatspräsident Robert Mugabe Homosexualität als "Geisteskrankheit", die die "nationale Einheit" vernichten könne (queer.de berichtete). 2008 hatten sich die Milizen beider Politiker noch Straßenschlachten geliefert. (dk)



15 Kommentare

#1 JungerSchwulerAnonym
  • 25.05.2010, 19:30h
  • Bei Mugawe wundert mich nichts mehr. Wird Zeit das sich Aufständische/Attentäter um diesen Diktator "kümmern". Erst wenn der weg ist hat das Land wieder eine Chance. Elender Hurensohn
  • Antworten » | Direktlink »
#2 schwulenaktivist
#3 HandoAnonym
  • 25.05.2010, 21:34h
  • Antwort auf #2 von schwulenaktivist
  • Quelle wofür? Wer hat diese Seite erstellt? Wieviele Afrikaner stehen inhaltlich hinter dieser Seite? Mugabe hat schätzungsweise 99 % der schwarzen Bevölkerung Zimbabwes hinter sich.
    Westliche, vor allem deutsche, Schwule sollten nicht besserwisserisch den Afrikanern sagen, was für ihre Gesellschaften gut ist und was nicht.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 PolitiXXXerAnonym
  • 25.05.2010, 23:19h
  • Antwort auf #3 von Hando
  • Wie kannst Du nur solchen Mumpitz behaupten??? Wenn Du meinst, daß 99 % der Schwarzen hinter Präsident Mugabe stehen, dann irrst Du Dich aber gewaltig! Diese 99 % teilen sich in zwei Gruppen auf: die eine steht fest hinter Mugabe, die andere wurde von der ersten dazu gezwungen, weil diese sonst Repressalien befürchten muß! Also Vorsicht mit solchen Aussagen!
  • Antworten » | Direktlink »
#5 PolitiXXXerAnonym
  • 25.05.2010, 23:41h
  • Nach Weißrußland und der Slowakei ist Simbabwe das dritte Land innerhalb kurzer Zeit, was gegen die Menschenrechte massiv verstößt! Es gibt nur noch eine Lösung: Auschluß aus den Vereinten Nationen, dem Commonwealth und Afrikanischen Union, Streichung der Entwicklungshilfe, kurzum eine vollständige Isolierung! Schade, daß es die Herren Mangwana, Mugabe und Tsvangirai nicht bei der letzten Choleraepedemie dahingerafft wurden und immer noch die Gesellschaft vergiften! Wenn ich mir Afrika so anschaue, ist Homosexualität nur in Südafrika, Mozambique, Gabun und (wo es gar niemand erwartet hat) in der Demokratischen Republik Kongo erlaubt.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 HandoAnonym
  • 26.05.2010, 09:23h
  • Antwort auf #4 von PolitiXXXer
  • Nochmals: Was das Thema Homosexualität betrifft, stehen 99 % hinter der Meinung von Mugabe. Die Position der Oppositionspartei von Zimbabwe unterscheidet sich in diesem Punkt so gut wie nicht.
    Was die allgemeine Politik betrifft, so hat Mugabe allerdings nur etwa die Hälfte der Bevölkerung hinter sich - das ist richtig.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 stromboliProfil
  • 26.05.2010, 10:48hberlin
  • Antwort auf #3 von Hando
  • gut hando.. auch die nazis hatten über 90% der bevölkerung hinter sich als es um deportation und vertreibung ging!
    Was lernen wir draus?
    Meinungsmehrheit ist ein manipuliertes gut: endweder man glaubt sie oder man hinterfrag solche zahlen.
    Dann wird aus einer kollektiven angst schnell 99% zustimmung .
    Und angst ist ebenfalls manipulierbar: resultierend aus dem grundsätzlichen wollen und der fähigkeit, sein leben selbst gestalten wollen, hingegen umgeben von einer situation, die einem die möglichkeit hierzu raubt, wird schnell ein verantwortlicher gesucht. Westliche dekadenzen... gepaart mit westlicher religion (!!) ist dann nitroglycerin in den händen eines an parkinsonschem schütteln leidenden demenzkranken.. denn sie wissen nicht was sie tun!
    Aber vieleicht stimmts : wir wissen wirklich nicht, wie wir denen humanitäres denken im sinne abendländischer aufklärung beibringen ( schau auf die anmaßung in diesem wort!) können, weil wohl auch geschichtlich so weit vorbelasstet , dass jeder heutige versuch scheitern wird. Ich plädiere für ein sich von diesem kontinent zurückziehen und warten, bis die ihre eigene kultur wiederfinden! Denn die, ihre eigene , haben sie dank uns verloren: dass ist deren tragödie und unser scheitern!
  • Antworten » | Direktlink »
#8 HandoAnonym
  • 26.05.2010, 12:13h
  • Wenn Homosexualität in einem Land liberalisiert wird, bedeutet dies IMMER, dass eine schwule ("gay") Szene entsteht. Eine homosexuelle Leben, das sich der konservativen Umwelt anpasst und das nur aus treuen schwulen Partnerschaften besteht, ist nicht möglich. Für Zimbabwe wie für andere Länder würde dies bedeuten, dass ihnen langfristig alles das ins Haus steht, wovor es ihnen graust: schrille CSDs, Darkrooms, Houses of Boys, Rubbernights, S/M-Treffen, Transen in Stöckelschuhen, Flugzeugladungen von europäischen und amerikanischen "Gays", die dort einen billigen Fickurlaub verbringen wollen usw. Das alles wiederum würde zur Folge haben, dass viele Heteros auf neue Ideen kämen und anfingen, im Heterobereich herum zu experimentieren. Die ganze Gesellschaft würde -aus der Sicht konservativer afrikanischer Politiker- zerfallen. Warum wohl sollte sich ein afrikanischer Staat, in dem die Familien noch einigermaßen stabil sind, in dem die Kirchen und Moscheen noch voll sind und immer noch viele Kinder geboren werden, dies freiwillig antun?
  • Antworten » | Direktlink »
#9 LorenProfil
#10 genervtAnonym