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  • Vom Eurovision Song Contest 2010 aus Oslo berichtet Michael Götz-Pijl täglich exklusiv für queer.de.

    29. Mai 2010, 12 Kommentare

Einspielfilm

Anders als 2009 gibt es dieses Jahr beim Eurovision Song Contest keinen klaren Favoriten.

Von Michael Götz-Pijl

Ratlose Gesichter vor Ort, als die Generalprobe für das Finale zu Ende ging. Wer wird der Sieger am Samstagabend? 2009 stand zu diesem Zeitpunkt in Moskau bereits Alexander Rybak als Favorit aller anwesenden Fans und Reporter fest.

Glaubt man den aktuellen (unoffiziellen) Umfragen unter Presse und Fans in Oslo, wird im Moment unsere blondierte Hupfdohle aus Serbien favorisiert. Lena lag auf dem zweiten Platz. In der Vergangenheit haben derlei Umfragen das Ergebnis mit kleinen Abweichungen vorweg genommen.

Und wie haben sich die Kandidaten in der Generalprobe geschlagen? Die laut Wettbüros stärkste Konkurrentin für Lena kommt aus Aserbaidschan - und geht als erste an den Start. In der Probe hat es ihr nicht übermäßig spektakulärer Auftritt jedoch schwer aufzufallen, auch wenn er fehlerfrei über die Bühne geht.

Spanien und Norwegen zeigen einen unveränderten Auftritt, insbesondere Didrik aus Norwegen singt volle Kraft voraus, und die Tränen bei Publikum und Zuschauer sind vorprogrammiert. Der niedliche Spanier Daniel nahm sich zwar etwas zurück, wie Didrik hat er jedoch beweisen, dass er ein richtiger Sänger ist, was Safura weiter verblassen lässt. Sowohl Norwegen als auch Spanien werden hier als potenzielle Sieger gehandelt.

Moldawien veränderte ebenfalls den Auftritt nicht und hebt sich von den vorherigen Beiträgen kontrastreich ab. Die Dance-Hymne versetzt die Halle wie auch bereits im ersten Semifinale in Ekstase. Auch Zypern gewinnt immer mehr Freunde, der Auftritt wirkt locker und leicht. Das Team um Jon Lilygreen schafft es, die Clubatmosphäre in die Halle zu transportieren. Bosnien bleibt ebenfalls bei der gewohnten Vorstellung.

Gittare gegen blondierten Balkan


Hat jemand Blondinenwitze?

Der belgische Singer-Songwriter Tom Dice wurde von etlichen Finalisten als deren härtester Konkurrent benannt und gilt als Geheimtipp des Contests. Kann dieses leises Lied gewinnen? Selbstsicher absolviert er die Probe und hatte sichtlichen Spaß.

Auch der blondierte Serbe Milan Stanković freut sich auf der Bühne und zeigte eine makellose Leistung, die von den Reportern immer mehr beobachtet wird. Ruft hier etwa wieder Belgrad wie bereits 2008?

Das weißrussische Gesangsquintett lässt es dagegen verhalten angehen. Am meisten spart aber Niamh Kavanagh aus Irland, die nicht einmal mit halber Kraft singt, sich aber dennoch trotz einiger technischer Probleme feiern lässt. Aber heißt es nicht stets: schlechte Generalprobe, guter Auftritt?

Die Griechen haben sich für noch mehr Pyrotechnik entschieden, so dass jetzt auch aus den Trommeln das Feuer schießt. Auch die Choreographie wurde in Teilen verändert. Der ganze Auftritt läuft nun auf einen kompletten Overkill hin.

Aber da liegen sie immer noch besser als der arme Josh aus Großbritannien. Er singt zwar fehlerfrei, erscheint aber nach wie vor zu brav und zu lieb für diesen Wettbewerb. Dazu hat er auch keinen überzeugenden Song in der Tasche, der ihn retten kann.

Auch die Beiträge aus Georgien und der Türkei wurden unverändert dargeboten. Die Rockhymne aus der Türkei wird ebenso wie Albanien in den letzten Stunden ebenfalls gehypt. Auch sie können sich inzwischen zum Kreis der Favoriten zählen lassen.

Islandvulkan gegen ukrainische Rihanna


Kein Favorit, aber schön anzusehen: Der französische Beitrag um Jessy Matador

Dazu gehört auch Hera Björk aus Island. Gewohnt sicher und kraftvoll schmetterte sie ihren Song. Da kann und will Alyosha aus der Ukraine nicht nachstehen, auch sie gab alles. Unverändert bleiben auch Russland und Armenien, wobei der stilisierte Aprikosenbaum von Eva Rivas keinen Strom hatte - einer der doch recht reichhaltigen technischen Defekte.

Lena zeigt auch noch nicht alles und spart sich ihre Energie offenbar fürs Finale auf. Dennoch ein sauberer Auftritt, wenn auch die Kameraführung noch nicht wirklich überzeugt. Immer noch bemängeln viele Fans und Reporter die zu wenigen Close-Ups und dass die Kandidaten zu wenig mit der Kamera spielen - immerhin das kann Lena hervorragend.

Zuletzt präsentieren sich Portugals Filipa mit stimmlichen Unsicherheiten und Harel Skaat aus Israel gewohnt knuffellig und traurig. Auch ihm wird von vielen mehr zugetraut als eine Trostplatzierung. Insgesamt rechnet sich so zikra die Hälfte der Teilnehmer Chancen auf den Sieg aus. Unter ihnen auch unsere Lena.

Das Finale des Eurovision Song Contest wird am Samstag ab 21 Uhr in Das Erste und Das Erste HD live ausgestrahlt

Wöchentliche Umfrage

» Eurovision Song Contest: Wo landet Lena?
    Ergebnis der Umfrage vom 25.5.2010 bis 31.5.2010


12 Kommentare

#1 ESC-ManiacAnonym
  • 29.05.2010, 11:41h
  • Erstens: es heißt Hupf- und nicht Hüpfdohle und zweitens gilt die Redensart: Wichtig ist auf'm Platz und da ist es klar, daß einige Teilnehmer sich bei der Generalprobe etwas zurücknehmen, um dann im Finale groß aufzutrumpfen. Dazu gehört auch Lena. Ginge es nach dem Voting auf der folgenden Seite

    www.escnation.com/

    dann liegt Deutschland vor Aserbaidschan und dem Beitrag aus Israel. Auf ein spannendes Finale!
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#2 JonnyAnonym
#3 Aramis
  • 29.05.2010, 18:13h
  • Hoffentlich gewinnt Lena nicht... sonst müssen wir diesen nervenden Möchte-gern-Star-sein noch länger ertragen...
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#4 Liedel
  • 29.05.2010, 19:20h
  • @Aramis

    Wunderbar, ich finde sie auch langweilig, das "Mädchen aus gutem Hause" (Thomas Anders).

    Allerdings: wer schafft es in der ARD schon in die letzten Minuten vor der Tagesschau?
    Da würd ich sie dann auch vier Wochen lang ertragen. Besser als dauernd irgendwelche Panikmache von Ratingagenturen mit ihrem Störfeuer gegen den Euro um die Ohren gehauen zu bekommen
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#5 Aramis
  • 30.05.2010, 01:33h
  • Antwort auf #4 von Liedel
  • Pittiplatsch schreibt am 29.05.2010, 19:20:28 Uhr:
    Besser als dauernd irgendwelche Panikmache von Ratingagenturen mit ihrem Störfeuer gegen den Euro um die Ohren gehauen zu bekommen

    Dein Wunsch geht in Erfüllung...
  • Antworten » | Direktlink »
#6 ESC-ManiacAnonym
  • 30.05.2010, 12:01h
  • Antwort auf #3 von Aramis
  • Da hast Du leider Pech gehabt! Lena hat nämlich den Eurovision Song Contest gewonnen! Sie hat es auch verdient und es solchen Miesepetern wie Dir so richtig gezeigt! Sie hat alle die zum Schweigen gebracht, die zuvor über das Abschneiden unseres Landes auf den hinteren Plätzen gestänkert haben!
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#7 ESC-ManiacAnonym
  • 30.05.2010, 12:03h
  • Antwort auf #2 von Jonny
  • Nein, es handelt sich nicht um ein verschollenes Familienmitglied von Claudia Roth! Ich habe mir den ESC gestern angesehen und mußte feststellen, daß die Beiträge aus Serbien, Rußland und Ukraine im Finale völlig deplatziert waren! Für mich waren es die drei schwächsten Songs und hätten weniger Punkte verdient gehabt.
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#8 Heil Freshness !Anonym
  • 30.05.2010, 12:38h
  • ...Die, die ihr als Heilsbringerin eines krisengeschüttelten Bürgertums gefeiert habt. Die neue Galionsfigur der Mittelschicht. Das Gegenmodell zu den Menowins, die auf der Bohlen-Galeere ihrer Resteverwertung entgegenrudern...

    Auch das ist ein Schock: wie kurzlebig die Suggestion der Unschuld ist, wie schnell dieser Teenie-Charme imprägniert wurde mit Leistungswille und Ausdauer, den Insignien der Professionalität. Aber dies musste allen klar sein, die Lena heute Abend sahen, wie sie die Journalisten mit Scherzen bediente: dass dieser Teenager sein Geschocktsein womöglich schon selbst als Stilprinzip begreift...

    ....Warum allerdings musste das Fräulein, das allerdings auch keine scharfen Kanten besitzt, irgendwie jenseits dieser Welt lebt und als angepasste, wenn auch vom Erfolg überraschte junge Frau auftritt, unbedingt ihren Schlussauftritt mit der deutschen Fahne inszenieren?...

    ...Was soll's, ist halt ganz normales Nationalbewusstsein, das wir uns lange nicht mehr gegönnt haben, aber mit Fußball und Militär in Afghanistan endlich wieder einmal zur Schau stellen können. Lena ist schließlich von den Deutschen ins Rennen geschickt, aber von den übrigen Nationen gewählt worden....

    ....Da hätte ihr doch auch ihr persönlicher Erfolg reichen können – oder sie hätte die Europafahne nehmen können. Aber nun auch tatsächlich einverstanden zum deutschen Fräulein zu werden? Sie wollte den Erfolg, jetzt hat sie ihn, auch getragen von einer nationalen Welle in Deutschland. Dass sie das sofort und bedingungslos für sich instrumentalisiert, zeigt ihre "Individualität", die vor allem in nonkonformer Konformität besteht.....

    Worüber sind also alle geschockt? Dass es tatsächlich geht: Der versierteste Entertainment-Unternehmer des Landes formt einen Star, ordert einen frischen Song und mischt damit die europäische Fernsehunion auf. Und das Ganze hat auch noch das Gütesiegel der Demokratie, weil wir sie ja mit ausgesucht haben, diese Lena.

    .....Wir dürfen alle ein bisschen geschockt sein....
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#9 tolstoiAnonym
#10 Maniac IIAnonym