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Hinrichtung von Schwulen im Iran (2005)

Eine Reihe von schwulen Stewards der niederländischen Fluglinie KLM weigert sich, in den Iran zu fliegen, da Homosexuellen dort die Todesstrafe droht.

Wie die Tageszeitung "Algemeen Dagblad" meldet, hat die Gewerkschaft für das Kabinenpersonal (VNC) gegen die Entsendung von gefährdeten Personen in das Mullah-Regime protestiert. Bei dem Linienflug von Amsterdam nach Teheran müssen die Stewardessen und Stewards im Iran übernachten - und damit in einem der gegenüber Schwulen und Lesben intolerantesten Länder der Welt. Die schwulen Flugbegleiter erklärten, sie fürchteten dort um ihre Sicherheit.

KLM hat es aber nach Angaben der Gewerkschaft bislang abgelehnt, den betroffenen Flugbegleitern Alternativstrecken anzubieten. Dabei hat die Fluglinie bereits eine Liste mit ungefähr 20 Namen von Stewardessen, die nicht mehr in den Iran fliegen müssen, da sie dort "unangenehme Dinge" erlebt hätten. Frauen werden bei der Ankunft im Iran generell gezwungen, islamische Kopftücher zu tragen. Das wird von den Stewardessen als frauenfeindliche Schikane angesehen.


Flugbegleiter fürchten im Iran um ihre Sicherheit. (Bild: KLM)

Wegen der bereits dünnen Personaldecke kann die KLM offenbar auf ihren fünf Flügen pro Woche nach Teheran keine weiteren Ausnahmen zulassen und werde daher die Liste nicht mehr erweitern. Die Gewerkschaft nennt die augenblickliche Situation "inakzeptabel" und will nun mit der KLM über eine Lösung verhandeln. Die niederländische Fluglinie gilt generell als eine der homofreundlichsten Airlines der Welt.

Auf Homosexualität steht im Iran seit der "islamischen Revolution" 1979 die Todesstrafe. Die Mullahs haben seitdem tausende Menschen wegen Homosexualität verurteilt und hingerichtet. Die genaue Zahl ist nicht bekannt, da die Regierung keine genauen Zahlen über die Gründe der Exekutionen herausgibt. Auch rhetorisch geht Teheran scharf gegen Homosexualität vor: So hat Staatspräsident Mahmud Ahmadinedschad den Iran als schwulenfrei und Homosexualität als "hässliche Sache" bezeichnet (dk)



25 Kommentare

#1 gatopardo
  • 02.06.2010, 14:56h
  • Als logische Konsequenz müssten doch nun auch andere religiöse Gruppen die Verhältnisse im Iran bejubeln, wo endlich mit "Homo-Perversen" (kreuz-net-Sprachregelung) reiner Tisch gemacht wird, was in unseren verweichlichten Demokratien mit unnützen Menschenrechten nun leider nicht möglich ist. Die Messer sind sicher längst gewetzt, wo man sich die Inquisition sehnlichst zurückwünscht.
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#2 Treuer BeterAnonym
  • 02.06.2010, 15:16h
  • Antwort auf #1 von gatopardo
  • Bringe bitte nie wieder die Fundamental-Deppen von kreuz.net auch nur entfernt in Verbindung mit religiösen Gruppen!
    Man munkelt, diese Seite würde von überzeugten Atheisten der Titanic betrieben.
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#3 gatopardo
#4 AutobatterieAnonym
  • 02.06.2010, 16:34h
  • Damals in der Uni hätte jemand seine Schuhe nach Ahmadinedschad schmeißen müssen.

    Autobatterie
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#5 carolo
  • 02.06.2010, 17:18h
  • Wenn es ein Foto gibt, das mich bis ans Ende meiner Tage verfolgen wird, dann das obere aus diesem Beitrag. Das zugehörige Video stehe ich nach wie vor nicht bis zum Ende durch.

    Aber solange unsere ach so toleranten Regierungen und die so wunderbar homofreundlichen Unternehmen mit diesen Drecksfaschisten weiter Geschäfte machen, wird sich wohl wenig ändern.

    Carolo
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#6 eMANcipation*Anonym
#7 HandoAnonym
  • 02.06.2010, 18:12h
  • Dass schwule Flugbegleiter es ablehnen, im Iran zu übernachten, ist lächerlich. Solange sie dort keinen passiven Analsex haben (was auch noch von vier unbescholtenen, moslemischen, männlichen Augenzeugen bezeugt werden müsste), droht ihnen dort überhaupt nichts.
    Sogar, wenn sie es täten, würden sie höchstens ausgeliefert, denn der Iran wird ganz sicher keinen Europäer der Todesstrafe wegen Homosexualität aussetzen.
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#8 Drop-The-Pants!Anonym
  • 02.06.2010, 18:16h
  • Ich kann die männlichen Saftschubsen bei KLM gut verstehen, mir ginge es genauso.
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#9 gatopardo
  • 02.06.2010, 18:53h
  • Antwort auf #6 von eMANcipation*
  • Habe mir ´nen einfachen Nick zugelegt, da madridEU zu umständlich ist und seit einigen Tagen immer neu geschrieben werden muss, um mich einzuloggen. Liegt das an einer Änderung der Queer-Nutzerdaten ?
    Übrigens ist der spanische "gatopardo" auf Deutsch "Gepard" und ich habe mir den von Viscontis ital. "gattopardo" geliehen, weil mich dieses Meisterwerk so beeindruckt hat.
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#10 eMANcipation*Anonym
  • 02.06.2010, 20:48h
  • Antwort auf #9 von gatopardo
  • Weiß ich, mein Lieber, aber bei deinem strahlenden Foto musste ich glatt an die umgangssprachliche brasilianische Verwendung des Begriffes "gato" denken ("Kater" im Sinne von "attraktiver Mann").
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