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Abgeordneter Mark Kirk und Senator Roy Ashburn: It´s raining men, Hallelujah!

In den USA sind zwei republikanische Abgeordnete in den letzten Wochen geoutet worden, die beide oft gegen Homo-Rechte gestimmt haben - bei einem hat nun ein Umdenkungsprozess begonnen.

Roy Ashburn, Senator im Staat Kalifornien, wurde im März geoutet; die Polizei hat ihn betrunken im Auto erwischt, als er gerade eine Schwulenbar in der Hauptstadt Sacramento verlassen hatte. Dagegen outete ein Blogger den republikanischen Bundes-Abgeordneten Mark Kirk aus Illionis. Grund: Kirk hatte gegen die Aufhebung des Homo-Verbots gestimmt, das trotzdem Ende Mai von der demokratischen Mehrheit beschlossen worden ist (queer.de berichtete).

Der 56-jährige Ashburn hat seine Homosexualität bereits zugegeben - und seine Ansichten über sexuelle Minderheiten öffentlich revidiert. Bislang galt er als einer der homofeindlichsten Senatoren in Kalifornien, jetzt spricht er sich gegen das Homo-Verbot im Militär oder das Ehe-Verbot für Schwule und Lesben aus. Im Plenum des Senats sprach er vergangene Woche sogar überraschend über seine persönliche Veränderung: "Früher hätte ich nicht über Gesetze gesprochen, die mit der sexuellen Orientierung zusammenhängen, aber jetzt hat sich mein Leben völlig umgedreht", so Ashburn. "Ich will jetzt nicht mehr still sein, wenn es um Themen geht, die sexuelle Orientierung und die Rechte des Einzelnen betrifft." Für ihn sei diese Veränderung "sehr fremd und äußerst emotional".

Seit seinem Outing hat sich der Senator auch wiederholt mit Vertretern der Homo-Organisation Equality California getroffen. Zuvor hatte er Gespräche mit schwul-lesbischen Interessengruppen stets abgelehnt. Jetzt verhalte sich Ashburn "offen für unsere Initiativen und fragt nach den Vorteilen bei Gesetzesänderungen", freut sich Equality-California-Sprecherin Vaishalee Raja.

Outing wegen Heuchelei


Das Polizeifoto des homofeindlichen Senators Larry Craig hing nach seinem Outing 2007 in den Büros vieler amerikanischer Homo-Organisationen.

Der als gemäßigt geltende Bundes-Abgeordnete Mark Kirk hat anders als Ashburn die Gerüchte über seine Homosexualität noch nicht bestätigt. Der 50-Jährige wurde am Dienstag vom Blogger Mike Rogers geoutet, der über seine Unterstützung von "Don't ask, don't tell" wütend war. "Nur Stunden nach der Abstimmung im Kongress haben mich zwei Leute kontaktiert, die Kirk von seinen Uni-Tagen her kannten. In der juristischen Fakultät in Washington wusste jeder, dass Mark schwul war", schreibt Rogers in seinem Blog und bezieht sich dabei auf anonyme Quellen und auf ein persönliches Treffen mit dem Politiker 2004, in dem er seine Homosexualität zugab.

Rogers sieht das Outing als gerechtfertigt an, da er mit dem seit 2009 geschiedenen Kirk nur einen "Heuchler" entlarvt: "Kirk hat gegen die Aufhebung von 'Don't ask, don't tell' gestimmt, obwohl er selbst heimlich als schwuler Mann im Militär gedient hat. Als Reservist der Marine hat er für die Beibehaltung eines Gesetzes gestimmt, das ihn auch den Job kosten könnte, wenn man gegen ihn ermitteln würde."

Zuletzt haben Outings der republikanischen Parlamentarier Larry Craig und Mark Foley für Häme gesorgt und der Partei Wählerstimmen gekostet. Beide Politiker waren bereits vor dem Ausbruch der Skandale von Blogger Mike Rogers als schwul bezeichnet worden, die aus purer Heuchelei gegen Homo-Rechte stimmten. (dk)



#1 KrawallschwesterAnonym
  • 02.06.2010, 18:19h
  • Warum soll für die USA nicht das gelten, was auch für das Vereinigte Königreich gilt: Auch hier sind zwei Schrankschwestern aus der Politik, nachdem man ihre bigotte Maske heruntergerissen hat, mit einem Outing an die Öffentlichkeit gezerrt worden und besser der Umdenkungsprozeß beginnt spät als nie!
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#2 KonstantinEhemaliges Profil
#3 reiserobbyAnonym