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Erzbischof Rowan Williams

Die anglikanische Kirche hat begonnen, Sanktionen gegen die US-Landeskirche zu verhängen, weil die Amerikaner eine Lesbe zur Bischöfin geweiht haben.

Rowan Williams, als Erzbischof von Canterbury formaler Anführer der anglikanischen Weltgemeinschaft, hat homofreundlichen Vertretern der US-Kirche verboten, als Vollmitglieder an offiziellen ökumenischen Treffen der Anglikaner mit anderen christlichen Konfessionen teilzunehmen. Künftig seien sie lediglich "Berater". Das Verbot gelte, so lange die "Spannungen" anhielten, die die US-Kirche mit ihrer Homo-Politik verursacht habe, erklärte Williams in einem Brief an die amerikanische Chefbischöfin Katharine Jefferts Schori.

Im Mai hatten die US-Anglikaner die offen lesbisch lebende Mary Glasspool zur Suffraganbischöfin von Los Angeles gewählt (queer.de berichtete). Damit haben sie gegen ein 2008 von Williams ausgesprochenes Moratorium verstoßen, das die amerikanischen Anglikaner aufforderte, künftig keine offen schwul oder lesbisch lebenden Christen mehr zu Bischöfen zu ernennen (queer.de berichtete). Dieses Moratorium wurde von der US-Kirche jedoch nie anerkannt.

Jefferts Schori weist Angriffe zurück


Kirchenführer Ratzinger und Williams: Beim ökumenischen Dialog sind homofreundliche Anglikaner künftig unerwünscht.

Bischöfin Jefferts Schori kritisierte die Sanktionen der Mutterkirche scharf. Sie schrieb Erzbischof Williams, dass verschiedene Meinungen zum "Markenzeichen der Anglikaner" gehörten. "Wir haben diese Entscheidungen nicht leichfertig getroffen", so Jefferts Schori. "Wir wissen, dass Teile der Gemeinschaft unsere Auffassung nicht teilen. In Demut erklären wir, dass auch wir falsch liegen könnten, aber wir machen weiter in dem festen Glauben, dass der Heilige Geist unsere Entscheidungen durchdringt."

Der Streit um Homosexualität schwelt bereits seit 2003 in der mehr als 80 Millionen Mitglieder zählenden anglikanischen Kirche. Damals war der offen schwule Gene Robinson zum Bischof von New Hampshire gewählt worden (queer.de berichtete). In der rund 500-jährigen Geschichte der Glaubensrichtung führte damit erstmals ein offen Homosexueller eine anglikanische Diözese. Mehrere afrikanische Bischöfe haben seitdem gedroht, sich von der Mutterkirche abzuspalten, da sie Homosexualität generell als unchristlich ansehen. (dk)



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Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
#1 Timm JohannesAnonym
  • 09.06.2010, 15:14h
  • Auf der einen Seite steht die anglikanische Episcopalchurch in den USA mit Bischöfin Jefferts Schori an der Spitze sowie die Anglican Church of Canada, die beide homosexuelle Paarbeziehungen theologisch akzeptieren und anerkennen sowie offen homosexuelle Geistliche in ihren Reihen erlauben und auf der anderen Seite stehen insbesondere afrikanische anglikanische Kirchenleitungen wie die Anglican Church of Nigeria, wo homosexuelle Handlungen als sündhaft bewertet werden. Abspalten werden sich diese afrikanischen Kirchen aber wohl eher nicht, da sie die finanzielle Unterstützung aus den reicheren anglikanischen Kirchen in USA, Kanada und England "behalten" wollen.

    Dazwischen hin- und hergerissen die anglikanische Mutterkirche, die Church of England in London, mit Erzbischof Williams.

    Auf die Church of England kommt ab 2012-2014 noch eine weitere Veränderung im Klerus hinzu: dort dürfte dann wohl die erste Frau in England zur Bischöfin gewählt werden.

    ---
    Gerade der afrikanische Kontinent hat noch viel an Liberalisierung, Stärkung der Frauenrechte, Bildung, Familienplanung, usw. nötig. Und gerade dort leben halt auch viele mitgliederstarke, anglikanische Gläubige in Nigeria, Ghana oder in Ostafrika...eine Folge des britischen Kolonialreiches.
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#2 Angry Gay ManAnonym
  • 09.06.2010, 16:31h
  • Der Papst und Herr Williams können sich die Hand geben! Auch bei der Anglikanischen Kirche bleibt den Gläubigen nur eine Lösung: Austreten!
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#3 sylviafeeProfil
  • 09.06.2010, 16:53hBerlin
  • Ein schönes Paar, haben die beiden sich endlich geoutet?!?!
    Wer traut die denn jetzt und wo werden sie ihren Wohnsiz nehmen.
    na egal ich freue mich auf die trauung und werde selbstverständlich anreisen um dabei zu sein.

    Es geht nur noch mit Ironie
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#4 Katrin
  • 09.06.2010, 17:55h
  • Der arme Rowan Williams kann einem schon leid tun. Zuerst durften die Nigger Bischof werden, dann auch noch die Weiber und jetzt auch noch die Homos. Gibt es denn da noch eine Steigerung? Klar eine schwarze Lesbe. Womit hat der denn diese Strafe verdient? Vielleicht einmal zu oft onaniert und nicht gebeichtet???? Gott bestraft die Schuldigen und führt die Gerechten in den Himmel zum Bravbeten.
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#5 Liedel
  • 10.06.2010, 00:45h
  • Eigentlich mag ich die Briten ja. Aber wenn ich das von diesem Williams lese kommt bei mir ja doch sone gewisse Sympathie für Spekulanten auf, die angeblich als Nächstes das britische Pfund beschießen wollen. Und Päpstin Benedikta darf gern beim geplanten Besuch zufällig über die rutschige Millenium-Bridge schlittern und in die Themse plumpsen. Der Williams von mir aus auch. Nicht dass ich denen was Böses wünsche (nein niemals). Aber in Titanic- Pose an nem Stück Metall in der Themse dahinprustend wär doch lustig oder?
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#6 Nyggy
#7 antos
  • 11.06.2010, 00:05h
  • Ich betrachte das Bild von Herrn Williams und frage mich: das nehmen also viele Menschen ernst? - Erstaunlich, Welt der Wunder.
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#8 Nyggy