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Ricky Martin will sich auf der Bühne in Che Guevara verwandeln.

Der neuerdings offen schwule Popmusiker Ricky Martin wird auf dem Broadway in die Rolle des Guerillaführers Che Guevara schlüpfen.

Der 38-Jährige wird den Revolutionär in der Neuauflage von Andrew Lloyd Webbers Musical "Evita" in New York City spielen. Das bestätigte Produzent Hal Luftig gegenüber der Tageszeitung "Los Angeles Times". Die Hauptrolle wird die argentinische Schauspielerin Elena Roger übernehmen, die Evita bereits 2006 in London dargestellt hatte. Das Stück soll im Frühjahr 2012 Premiere feiern.

"Ricky war unser absoluter Favorit für die Rolle", erklärte Luftig. Der Puerto-Ricaner habe sogar Regisseur Michael Grandage in Verzückung versetzt, "obwohl er nicht einfach zu überzeugen ist". Martin habe "Showmanship", so Luftig: "Er ist der perfekte Verkäufer. Er weiß, wie man das Publikum gewinnen kann. Und zu unserem Glück hat er das Theater immer geliebt". Bereits zuvor hatte Martin am Broadway für "Les Misérables" auf der Bühne gestanden. Er spielte die Rolle des Marius.

Ricky Martin hatte sich im März als schwul geoutet (queer.de berichtete). Zuvor war er Fragen nach seiner Sexualität stets ausgewichen. Er habe das Geheimnis für sich behalten, weil er Angst um seine Karriere gehabt habe, so die Begründung des Sängers. Die Rolle in "Evita" ist sein erstes großes Projekt, das er nach dem Coming-out gestartet hat.

1976 wurde die erste Aufnahme von "Evita" veröffentlicht, ein Doppelalbum auf LP unter dem Label MCA Records. Am 21. Juni 1978 wurde das Musicals im Prince Edward Theatre in London schließlich uraufgeführt. Es zählt zu den erfolgreichsten Musicals der Welt.

In den USA ist zuletzt eine Diskussion darüber ausgebrochen, ob schwule Schauspieler überzeugend Heterosexuelle darstellen können. "Newsweek"-Autor Ramin Setoodeh hatte Ende April behauptet, dass Schwule meist "hölzern und unaufrichtig" in Hetero-Rollen erscheinen (queer.de berichtete). Einige Blogs werfen das nun auch dem "She Bangs"-Sänger vor. (dk)



33 Kommentare

#1 Nashville PussyAnonym
#2 smashtown tussyAnonym
#3 vingtans
#4 PolitschwesterAnonym
#5 KameliendameEhemaliges Profil
  • 10.06.2010, 23:03h
  • Ich darf in diesem Zusammenhang einen Bekannten zitieren der vor kurzem folgendes schrieb:
    "Wieso hat jeder Spasst einen Mörder wie Che Guevara auf seinem T-Shirt aber es gibt keinen einzigen verf..ckten Rudi Dutschke Gedenkpulli? Ernsthaft, f...ckt euch ihr f...ckten F...cker!"

    Aus Gründen der Netiquette mit Pünktchen versehen meinerseits. Ohne liests sich natürlich viel schöner
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#6 predigerAnonym
  • 10.06.2010, 23:58h
  • die frage wäre für mich erst mal, wie diese che-rolle angelegt sein soll. sofern sie sich an die unverständliche che-mystifizierung einiger linker gruppen und der pop-kultur anlehnen sollte (und ich erwarte von lloyd webber nicht ernsthaft eine kritische sicht auf diese figur), so wäre wirklich zu fragen, ob es eine so tolle idee ist, sich nach dem eigenen coming-out sofort für die verherrlichung eines homophoben und gewalttätigen macho einspannen zu lassen.
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#7 antos
#8 HastaLaVictoriaAnonym
#9 predigerAnonym
  • 11.06.2010, 00:19h
  • Antwort auf #5 von Kameliendame
  • und wieso hat jemand, der vermutlich (das unterstelle ich hier einfach mal) die verwendung von "schwul" als schimpfwort ablehnen würde, kein problem damit, "spasst" zu verwenden?

    wer ohne sünde ist... ;-)
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#10 antos