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Drei Unbekannte haben in Treptow ein schwules Paar offenbar wegen ihrer Homosexualität attackiert; dabei haben sie einem der Opfer ein Messer in den Rücken gerammt und dabei schwer verletzt.

Die Tat ereignete sich am Samstagabend kurz vor 23 Uhr in der Puschkinallee. An einer Bushaltestelle traf das schwule Paare auf die drei Männer, die es in ein Streitgespräch verwickelten. Nach Angaben der Polizei wurden die 28 und 32 Jahre alten Schwulen "auf sexueller Grundlage" beleidigt. Es sollen Wörter wie "Schwuchteln" gefallen sein. Schließlich schlugen die Täter zu, die nach Angaben der Deutschen Presseagentur als Südeuropäer beschrieben worden sind. Der 32-Jährige erhielt einen Kopfstoß, der 28-Jährige einen Faustschlag ins Gesicht.

Als die Angreifer flüchten wollten, verfolgte das schwule Paar die Männer. Nach wenigen Metern drehte sich einer der Täter um, zog ein Messer und rannte auf die Verfolger zu. Während der 28-Jährige dem Angriff ausweichen konnte und zu Boden fiel, rammte der Unbekannte dem 32-Jährigen ein Messer in den Rücken. Das Opfer musste im Krankenhaus notoperiert werden. Für ihn bestand keine Lebensgefahr. Sein Partner erlitt nur leichte Verletzungen.

Die Berliner Polizeidirektion 6 hat nun Ermittlungen im Fall aufgenommen. Sie geht bislang davon aus, dass die Tat einen homophoben Hintergrund hat.

Mehrmals haben in den letzten Monaten insbesondere Jugendgruppen gezielt Schwule wegen deren sexueller Orientierung attackiert. Im letzten Jahr gab es auch mehrere Protestaktionen der Community. So demonstrierten im Juni 2009 mehrere hundert Menschen gegen einen Eissalon in Kreuzberg, deren Besitzer Schwule aus Homophobie attackiert haben soll (queer.de berichtete). Die Stadt Berlin hat wegen der Übergriffe ein Bündnis gegen Homophobie ins Leben gerufen, mit dem die Akzeptanz von homofeindlichem Verhalten reduziert werden soll. (dk)

Demo-Aufruf: Zu einer Demonstration am Mittwoch, dem 16. Juni um 17:00 Uhr vor dem Rathaus Treptow, Neue Krugallee 4, 12435 Berlin rufen die SPD-Bezirksverordneten Alexander Freier und Oliver Igel auf. Sie erklärten: "Es gilt nun Flagge zu zeigen und sich solidarisch mit den Opfern von Gewalt zu zeigen. People of Colour, Menschen nicht deutscher Herkunft, Lesben, Schwule, bi-, trans- und intersexuelle Menschen, Menschen mit Handicap und ‚Linke' sind häufig Anfeindungen und Gewalt ausgesetzt".



#1 ChristineAnonym
  • 14.06.2010, 11:02h
  • Das ist ganz schlimm, was da passiert ist. Ich hoffe, dass die Opfer sich schnell erholen und die Kriminellen bald gefasst und bestraft werden. Die Religionsgelehrten, Politiker und alle, die Homosexualität in den Ruch des Bösen oder Verachtenswerten stellen, sollen sich mal ganz tief schämen! Jegliche Hetze und Verunglimpfung gehört ebenfalls bestraft.
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
#3 XDAAnonym
  • 14.06.2010, 12:21h
  • Ist wirklich schlimm, wobei ich die Täter keinesfalls verfolgt hätte, weil dann alles nur noch schlimmer wird. Schade nur, dass die Täter wahrscheinlich nicht gefasst werden und weiter attackieren können.
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#4 sajoAnonym
#5 MontefioreAnonym
#6 sajoAnonym
#7 RechtsstaatAnonym
  • 14.06.2010, 12:48h
  • der deutsche, wird dafür sorgen, dass auch diese homophobe Gewalttat in KEINER Kriminalstatistik als solche auftaucht!

    Gegenbeispiel, dargestellt aus der Sicht homohassender, kriegstreibender, rechtsradikaler Medien:
    taz.de/1/debatte/kommentar/artikel/1/schlechter-zeitpunkt/

    Aus meiner Sicht der einzige Weg, um wirklich etwas zu verändern.

    Die Labour-Regierung hat als eine ihrer sehr wenigen guten Taten das Ganze übrigens im Frühjahr verpflichtend für alle Schulen eingeführt. Hoffen wir, dass die neue konservative Regierung nicht wieder einen Rückzieher macht.

    Nur da, wo Homophobie im Alltag umfassend als solche registriert wird, sieht sich irgend jemand genötigt zu handeln!
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#9 BAyernlandeAnonym
  • 14.06.2010, 12:52h
  • Ja meine Güte, wer wählt denn die Parteien die diese Leute ständig ins Land lassen???
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#10 eMANcipation*Anonym
  • 14.06.2010, 12:59h
  • #5 & 6

    Nicht zu fassen, dass hier solche Nazi-Parolen veröffentlicht werden.

    Wir dürfen uns nicht über (übrigens urdeutsche) geistige Brandstifter in dieser Gesellschaft beschweren, wenn wir eben solchen hier eine Plattform bieten!
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