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Freddie Ljungberg hat vor allem mit seiner Werbetätigkeit die Aufmerksamkeit von Schwulen erregt.

Der schwedische Fußballstar Freddie Ljungberg genießt es, für schwul gehalten zu werden.

"Das schwule Gerücht gibt es ja schon seit einiger Zeit", erklärte Ljundberg gegenüber der "New York Times". "Mir macht das nichts aus. Ich bin sogar stolz drauf. Ich liebe Mode und ich denke, dass viele Schwule einen unglaublichen Stil haben. Das ist also ein Kompliment für mich." Allerdings verwundert den 33-Jähirgen, warum die Frage nach seiner sexuellen Orientierung so oft gestellt wird: "Ich weiß nicht, warum die Leute so interessiert sind. Ich hab nun mal die Entscheidung getroffen, nicht darüber zu reden."

Über private Dinge hat Ljungberg in der Vergangenheit ungern geredet. Der zum bestgekleideten Mann Schwedens gekürte Sportler wurde weltweit vor allem durch seine Model-Tätigkeit bekannt: Von 2003 bis 2007 war er das Gesicht von Calvin-Klein-Unterhosen.

Bei der WM in Südafrika ist Ljungberg nicht dabei, da er seine internationale Karriere nach der Europameisterschaft 2008 beendet hatte. Daraufhin qualifizierte sich Schweden nicht mehr für die Weltmeisterschaft in diesem Jahr. Inzwischen verlebt der einmalige schwedische und doppelte englische Meister seinen Lebensabend als Profi beim amerikanischen Verein Seattle Sounders FC. Für zwei Jahre erhält er dort zehn Millionen Dollar Gehalt plus Einnahmen aus der Werbung.

In dem Interview erklärte Ljungberg, dass er sich inzwischen gut in den Vereinigten Staaten eingelebt habe. Nur eine Sache stört ihn am Land der unbegrenzten Möglichkeiten: "Es gibt keine Polizeieskorten zum Spiel".

Zuletzt haben sich mehrere Profifußballer homofreundlich geäußert: So begrüßte der portugiesische Nationalspieler Cristiano Ronaldo die Ehe-Öffnung in seinem Heimatland (queer.de berichtete). Der deutsche Kapitän Philipp Lahm wurde 2008 für sein Engagement sogar ausgezeichnet (queer.de berichtete). Trotzdem gibt es nach wie vor keinen einzigen offen schwulen Fußballer in europäischen Profiligen oder bei der WM. (dk)

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13 Kommentare

#1 ICHAnonym
#2 Tom1985Profil
  • 14.06.2010, 20:14hBerlin
  • Wusste garnicht, dass man in der Gay-Community jetzt schon mit 33 Jahren seinen Lebensabend verlebt.
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#3 Genau hinsehen! Anonym
  • 14.06.2010, 20:23h
  • Ich hoffe sehr, dass jeder, der der Nationalismus- und Fußball-Dummbatz-Welle hinterherläuft, nur um dabei zu sein, nicht aus den Augen verliert, dass wir es dort mit einer der aggressivsten und widerlichsten Form des Rassismus zu tun haben, die man sich überhaupt vorstellen kann.

    Schwule befinden sich da in einer Position, die noch menschenverachtender ist als die der Schwarzen in den USA zu Beginn der Bürgerrechtsbewegung. Es heißt ja nicht: Schwule dürfen nur auf den letzten Positionen spielen oder sich nicht neben ihre Hetero-Mannschaftskollegen setzen. Nein, Schwule sind generell NICHT erlaubt!!!
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#4 Liedel
  • 15.06.2010, 01:23h
  • @Tom1985

    Mach mir keene Angst is in paar Tagen soweit *lach*

    "Ich liebe Mode und ich denke, dass viele Schwule einen unglaublichen Stil haben."

    Hab ich bei unserem Straßenfest am Wochenende auch wieder feststellen dürfen. Gleich drei Nackte gesehen, wow
    Und Fussball gaffende Schwule mit Bierwampe in Aldi- Klamotten. Wie schön bunt die Welt doch ist
    Aber das ist bestimmt nicht der "Stil" den der Herr Ljungberg meint
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#5 herve64Profil
  • 15.06.2010, 08:33hMünchen
  • "Allerdings verwundert den 33-Jähirgen, warum die Frage nach seiner sexuellen Orientierung so oft gestellt wird":

    Da fällt einem eigentlich nur noch der denkwürdige Dialog aus "Der bewegte Mann" ein:

    "Ach, Ihr Schwulen haltet doch jeden Hetero für einen verkappten Homosexuellen." - "Das stimmt nicht. Nur jeden gutaussehenden."
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#6 Homo NormativoAnonym
  • 15.06.2010, 09:08h
  • Herr Ljungberg ist stolz auf sein Homo-Image? Da mach ich mir 'nen Schlitz ins Kleid und finde es wunderbar! Jetzt mal im Ernst: der Mann hat ja soviel von einem Homoimage wie der Papst von Empfängnisverhütung!
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#7 KinseyAnonym
  • 15.06.2010, 09:28h
  • Antwort auf #5 von herve64
  • Die Mehrheit der Menschen hat homosexuelle Gefühle, nicht die Minderheit!

    Auch wenn der herrschende Diskurs und die Herrschaftsverhältnisse in der Gesellschaft uns das Gegenteil einhämmern.

    Beachtet man diese Herrschaftsverhältnisse, dann ist es sehr realistisch, etwa gleiche Anteile von Homo- und Heterosexuellen anzunehmen.

    Macht also faktisch eine 50:50-Chance, mit der Unterstellung von Homosexualität - in der Mehrzahl der Fälle unterdrückt durch Zwangsheterosexualisierung - richtig zu liegen.

    Allerdings unterstellt in dieser Gesellschaft niemand Homosexualität.
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#8 gatopardo
  • 15.06.2010, 10:05h
  • Antwort auf #7 von Kinsey
  • Da neige ich auch eher zu Deiner Feststellung. Aber man hört´s ja immer wieder von allen Seiten, dass wir zu unrecht gerne ALLE Herren der Schöpfung für eine Möglichkeit halten, sie ins Bett zu kriegen.
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#9 MarekAnonym
  • 15.06.2010, 11:21h
  • Endlich geht mal jemand cool mit sowas um!

    Die Skandinavier hatten uns immer schon was voraus.
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#10 XDAAnonym
  • 15.06.2010, 12:32h
  • Antwort auf #4 von Liedel
  • Innerhalb der Schwulen Community gibt es eben auch alle Vertreter der normalen Gesellschaft. Was ist so schlimm daran, wenn jemand Fußball guckt und ALDI Klamotten an hat? Da sieht man wie weit die Toleranz selbst innerhalb der Community geht, was will man da nur von anderen erwarten.

    Ein armes Zeugnis oberflächlicher Kultur.
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