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Guido Westerwelle ist nach Ansicht der Schwusos eine "absolute luftnummer". (Bild: FDP)

Deutschland hat einen schwulen Außenminister - für die Lesben und Schwule in der SPD (Schwusos) ist Guido Westerwelle aber eine "absolute Luftnummer", wenn es ums Thema Homo-Rechte geht.

Schwusos-Bundeschef Ansgar Dittmar hat den FDP-Chef in der SPD-Parteizeitung "Vorwärts" vorgeworfen, nichts für die Rechte von Schwulen und Lesben zu tun: "Als Oppositionsführer hat Guido Westerwelle groß getönt, wenn er Außenminister ist, streicht er allen Ländern, in denen Homosexuelle diskriminiert werden, die Entwicklungshilfe. Diese Ankündigung stellt sich jetzt als der berühmte springende Tiger heraus, der als Bettvorleger gelandet ist", so Dittmar. Westerwelles wahrer Antrieb sei das Geld: "Die Bekundungen aus der FDP, Westerwelles Reisen mit seinem Lebensgefährten seien doch ein wichtiges Zeichen, sind ein Witz. Ich würde mich freuen, wenn dieses Zeichen nicht nur das Dollarzeichen in den Augen der beteiligten Personen wäre, sondern wenn es sich um politische Forderungen handeln würde. Genau die bleiben aber aus."

Westerwelle hatte bei seiner ersten langen Auslandsreise nach Asien seinen Partner Michael Mronz mitgenommen (queer.de berichtete). SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles hatte daraufhin kritisiert, dass der Unternehmer Mronz aus den Auslandsreisen Profit schlage. Daraufhin warf die FDP den Sozialdemokraten vor, die "niedersten Vorurteile gegen Schwule" zu bedienen (queer.de berichtete).


Schwusos-Chef Ansgar Dittmar

Nach acht Monaten in der Bundesregierung ist Westerwelle in Umfragen unbeliebter denn je - obwohl der deutsche Außenminister in der Vergangenheit stets populär unter Wählern gewesen ist. Zuletzt kam der 48-Jährige etwa im ZDF-Politbarometer mit -1,3 Punkten auf den letzten Platz. Sogar Linkspartei-Talkshow-Hopper Gregor Gysi schnitt besser ab als der FDP-Chef.

Anlass des Interviews mit Dittmar ist eine von den Schwusos initiierte Unterschriftenkampagne, die auf die fehlende Gleichstellung von Schwulen und Lesben aufmerksam machen soll. Unter dem Motto Vielfalt statt Einfalt - Gemeinsam gegen Homophobie werden die Vereinten Nationen und die Bundesrepublik aufgefordert, sexuelle Vielfalt anzuerkennen und nicht mit Gesetzen zu beschneiden. Die Kampagne soll am Freitag anlässlich des Berliner CSDs in der Hauptstadt beginnen. (dk)



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#1 MarekAnonym
  • 15.06.2010, 11:23h
  • Spaßkanzler Guido ist (selbstverschuldet) DIE absolute Lachnummer der Nation.

    Ich hoffe ja immer noch, dass irgendwann die Perücke fällt und es ist doch Hape Kerkeling.

    Aber die ganze FDP ist so lächerlich und peinlich. Wie dreist die die Leute belügen und wie selbstverständlich die all ihre Versprechen brechen...

    Die FDP wird Deutschland noch komplett ruinieren, wenn die nicht sehr bald gestoppt werden.
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#2 de saare louisAnonym
#3 HandoAnonym
#4 stromboliProfil
#5 Frankyboy
  • 15.06.2010, 12:17h
  • Kann dem nur zustimmen, für mich ist Westerwelle ebenfalls eine Luft- und Lachnummer... und seine arrogante Art wird ihn weiter unbeliebter machen! Hoffentlich werden die schwulen FDP-Wähler jetzt wach!

    Die Unterschriftenaktion finde ich super. Bin gespannt, was daraus wird...
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#6 Timm JohannesAnonym
  • 15.06.2010, 12:27h
  • @Marek und stromboli

    Zwar finde ich es gut, wenn die Schwusos auf die fehlende Gleichstellung erneut hinweisen und sich dafür einsetzen; dafür gibt es ein Lob an die SPD.

    Aber so ganz toll, war der Einsatz der SPD für die Rechte homosexueller Menschen in der Grossen Koalition auch nicht. Da gab es "nur" das AGG, das auf europäischer Ebene zuvor bereits durchgebracht wurde, und einige Verbesserungen in der Erbschaftssteuer für Lebenspartner. Dann hörte dies aber auch bei der SPD auf: Gleichstellung in der Einkommenssteuer und bei den verpartnerten Bundesbeamten war da Fehlanzeige bei der SPD.

    Und jetzt regiert seit 10 Monaten CDU/FDP und es geschieht sehr wohl einiges:
    * der CDU/FDP-Gesetzentwurf zur Gleichstellung von Lebenspartnern im BaföG/"Meister-BaföG" ist derzeit im Parlament
    * der CDU/FDP-Gesetzentwurf zur Gleichstellung von Lebenspartnern bei den Bundesbeamten ist derzeit in der Ressortabstimmung
    * der CDU/FDP-Gesetzentwurf, Jahressteuergesetz 2010, bei der Erbschaftssteuer/Schenkungssteuer und Grunderwerbssteuer ist derzeit ebenso im Parlament

    Sollten diese drei Gesetzentwürfe der Regierung verabschiedet werden, was durchaus im Rahmen des Möglichen ist, dann hat die FDP bereits mehr durchgesetzt, als es die SPD im Rahmen der Grossen Koalition mit der CDU gemacht hat.

    Und wie ich lesen durfte, plant Familienministerin Köhler eine Reform des Adoptionsrechtes, inklusive Lebenspartnerschaft...ob es kommt, warte ich dann ab.

    ----
    Insgesamt muss ich doch festhalten, das die angeschobenen Regierungsgesetzentwürfe vielversprechend sind und sich nun zeigen wird, ob sie denn auch im Parlament im Sommer/Herbst verabschiedet werden.

    Derzeit sieht es, liebe Schwusos, so aus, als wenn die FDP mehr für homosexuelle Paare durchsetzt, als es die SPD in der Grossen Koalition gemacht hat. Das ist leider Fakt.

    Daher groß mit Lorbeeren schmücken, dürfen sich eigentlich im Bundestag nur zwei Parteien: Grüne und Linkspartei.

    Die Resultate der SPD in der Grossen Koalition waren erbärmlich, um es milde zu formulieren.

    Da schafft jetzt anscheinend sogar die FDP mehr, als es bei der SPD der Fall war.

    So gesehen - mir ist da dann die FDP in ihren Resultaten lieber als die SPD, wobei mir natürlich die Grünen am Liebsten sind. Das war zu wenig, was die SPD in der Grossen Koalition homopolitisch durchgesetzt hat.
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#7 HandoAnonym
  • 15.06.2010, 12:37h
  • Westerwelle und sein Lebenspartner sind ganz genau die Typen von Schwulen, die Neid auf sich ziehen. Wenn es mit der Wirtschaft weiterhin bergab geht, werden die ärmeren Schichten der Bevölkerung, die bisher alle Schwulen (so wie sie sie bei RTL II und bei einigen Prominenten gesehen haben) toll fanden, Sündenböcke suchen. Als erstes werden die im roten offenen Cabriolet fahrenden Schwulenpärchen ("double income no kids") das Ziel von Aggressionen sein. Kann man das dann den Leuten verdenken? Familien mit Kindern wissen kaum noch, wie sie mit ihrem Geld auskommen sollen und -gewollt- kinderlose Ehepaare und Schwulenpärchen leben in Saus und Braus - und zeigen das auch noch - allen voran Westerwelle und Partner.
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#8 seb1983
  • 15.06.2010, 13:05h
  • Antwort auf #7 von Hando
  • Das ist mehr ein Problem der deutschen Einstellung.
    Wenn hier das rote Cabrio vorbeifährt denkt man sich etwa: der verdient zu viel, hinterzieht Steuern, hat es zu leicht, wie kann ich dem eins reinwürgen, warum hilft der Staat mir nicht.

    Der Amerikaner sieht das eher lockerer: Geiles Auto, wie schnell geht der, den hätte ich auch gerne, was kann ICH dafür tun dass es mir besser geht?? Denn helfen wird mir dabei keiner und besonders nicht der Staat, der soll sich aus meinem Leben raushalten.

    Da kommt einfach beim Deutschen diese anerzogene Obrigkeitshörigkeit raus und dass man sich schämen muss wenn man gut verdient. Frag mal hier jemanden was er verdient, da sagt er dir eher wie lang sein Schwanz ist...
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#9 Timm JohannesAnonym
  • 15.06.2010, 13:10h
  • @Hando

    Natürlich ist es leider so, das Westerwelle und Partner Neid auf sich ziehen. Das ist auch ein Mitgrund, warum sie derart angegriffen werden.

    Nur dieser Neid ist ungerecht, denn beide Personen sind auch starke Leistungsträger und arbeiten auch sehr viel. Gerade bei diesem Argument zeigst Du mir dann wieder, warum ich durchaus auch die FDP schätze und sie neben den Grünen, die ich sehr mag, bei mir hoch im Kurs steht.

    Leistung ist NICHTS Negatives, sondern ganz im Gegenteil, etwas sehr, sehr POSITIVES. Sie sichert den Wohlstand der Gesellschaft und schafft Sicherheit in unserem Lande.

    Wenn Leistung Neid provoziert, dann ist dies weder Westerwelle noch seinem Partner Mronz vorzuwerfen, sondern ganz im Gegenteil das ist den Menschen vorzuwerfen, die neidisch sind.

    Und das Westerwelle und Partner keine Kinder haben, kann man ihnen sicherlich nicht zum Vorwurf machen; insbesondere da noch nicht einmal das Adoptionsrecht bisher angepasst wurde, so dass eine Adoption durch schwule Paare bisher in Deutschland blockiert ist und ebenso die Leihmutterschaft.

    ---
    Was die FDP jetzt durchsetzt im Herbst von Ihren angeschobenen Gesetzentwürfen, wird genau beobachtet:
    - Gleichstellung in der BaföG-Novelle
    - Gleichstellung im Jahressteuergesetz 2010 (Grunderwerbssteuer/Erbschafts- und Schenkungssteuer)
    - Gleichstellung bei verpartnerten Bundesbeamten

    Und es fehlt dann noch die Gleichstellung in der Einkommenssteuer.

    ----

    Die SPD hat keine großen Erfolge aus der Grossen Koalition aufzuweisen; da schafft die FDP jetzt mehr.

    Wer SPD wählt, landet wieder in einer Grossen Koalition, die homopolitischer Stillstand bedeutet. Dann lieber eine der drei kleinen Parteien (Grüne, FDP oder Linkspartei) im Bundestag wählen, das bringt mehr Chancen auf Gleichstellung.

    Mein homopolitisches Ranking der Bundestagsparteien lautet derzeit:
    1. Grüne
    2. FDP
    3. Linkspartei
    3. SPD
    5. CDU
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#10 hwAnonym
  • 15.06.2010, 13:59h
  • Antwort auf #8 von seb1983
  • beides gigantisch !

    das ist keine (typisch) deutsche einstellung

    die hast du überall, wo man menschen mit mehrheitlich gleichen sichtbaren merkmalen erzählt: fleißig arbeiten & und ehrlich währt am längsten.

    irgendwann dämmert es einigen:
    ehrlich währt 's am längsten

    wenn dann allgemein benachteiligt gedachte mit
    erheischenswertem sichbar werden, geht's los:

    woher haben die wohl die knete ? ist ja eh klar.

    selbst erlebt in vier kontinenten. mitunter bei bekannten, die ich für resistent hielt.
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