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Die Katholiken sind nicht so keusch und schwulenfeindlich, wie es die Kirchenspitze gerne hätte.

Nur einer von sechs Katholiken in Deutschland unterstützt die ablehnende Haltung seiner Kirche gegenüber Schwulen und Lesben.

Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Institus für Demoskopie in Allensbach. Demnach sind nur 17 Prozent zufrieden mit der Homo-Politik des Vatikans. Noch weniger Zustimmung äußern die Katholiken bei den Themen Sexualität und Zölibat (je 13 Prozent) sowie der Empfängnisverhütung (9 Prozent). Auch mit der eingeschränkten Rolle der Frau in der Kirche sind lediglich 19 Prozent einverstanden.

"Vorschriften, die die persönliche Lebensführung betreffen, sind nicht erwünscht", kommentiert Rüdiger Schulz vom Allensbach-Institut die Ergebnisse. Populär ist dagegen das Engagement der Kirche für die Schwachen der Gesellschaft: 86 Prozent unterstützen die karikative Arbeit, 77 Prozent das Engagement für den Frieden und 68 Prozent den Einsatz für Menschenrechte.

70 Prozent der westdeutschen und 81 Prozent der (wenigen) ostdeutschen Katholiken bezeichnen sich der Studie zufolge als religiös. "Kirchennah" sind aber nur 37 Prozent der Befragten. Eine "Renaissance des Religiösen" konnte das Alensbach-Institut nicht feststellen, so Schulz. Auch ein Ende der Kirchenaustritte sei nicht abzusehen.

Die Studie wurde von einer kircheneigenen GmbH in Auftrag gegeben. Im November 2009 - noch bevor das Ausmaß des Missbrauchsskandals bekannt war - wurden insgesamt 2.000 Katholiken über 16 Jahre befragt.

In den letzten Monaten haben katholische Würdenträger immer wieder gegen Homo-Rechte protestiert. So bezeichnete etwa Papst Benedikt XVI. die Homo-Ehe als eine von "heimtückischen und gefährlichen Herausforderungen", der sich die Katholiken entgegenstellen müssen (queer.de berichtete). Der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck behauptete bei "Anne Will" sogar, Homosexualität widerspreche der Natur (queer.de berichtete). (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
#1 FloAnonym
  • 17.06.2010, 15:02h
  • Dann muss man sich fragen, ob man diese Politik dann auch noch unterstützen will, wenn man dagegen ist.

    Meiner Meinung nach ist es unmenschlich und auch auch unchristlich, Menschen zu verachten und zu diskriminieren, nur weil sie lieben...
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#2 bastapapsta
  • 17.06.2010, 15:12h
  • Eines von 6 Schaafen, das dümmste will anderslebende noch denunzieren.

    Und zu dem Gefasel von karitativer Arbeit usw. möchte ich anmerken, dass diese Aktionen zu fast 100 % vom Staat finanziert werden. Armut in Deutschland und die Kirchenfürsten baden im Geld:

    Link:
    www.spiegel.de/spiegel/0,1518,700545,00.html

    An der Basis ( der Lobbyarbeit der scheinheiligen sozialen kirchlichen Aktivitäten ) wird gespart, während die Bistümer versteckte Kassen haben.

    Aber viele Schaafe lassen sich weiterhin für dumm verkaufen und wollen die Realität nicht sehen. Steigende Armut und Bischöfe und Bistümer leben weiter im staatlich finanzieretn Luxus.

    Und selbige Kirchenfürsten, die genüsslich gegen die Menschenrechte von Homos hetzen zerfleischen sich derzeit. Da sehe ich genüsslich zu, wie die sich gegenseitig fertig machen und Mixa wir als "Psyschisch krank gehandelt

    Link:
    www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1071148/Pater-Gemmingen-Mixa-handelt-toericht#/beitrag/video/1071148/Pater-Gemmingen-Mixa-handelt-toericht

    Am Beispiel Mixa sieht man aktuell ganz deutlich, wie Kirchenfürsten an längst überholten Privilegien krampfhaft festhalten wollen und nicht merken, dass die Realität sie längst überholt hat. Deutlich ansteigende Zahl bei den Kirchenaustritten.

    Mixa wird jetzt wohl Rache schwören und Infos über weitere Kirchenfürsten ausplaudern, die die Öffentlichkeit nicht erfahren sollte ;-)).

    Der reinste Genuss, zuzuschauen, wie die sich derzeit gegenseitig durch den Wolf drehen, da wird man in Utzmemmingen sicher eine ganz miese Flappe ziehen ;-))))

    Verständnis abgeleitet von Verstand und der ist den pöbelnden Bischöfen derzeit gewaltig abhanden gekommen. Dadurch dass sie sich selbst unglaubwürdig machen, verliert die Kirche mehr an Einfluss und dadurch haben sie es zukünftig wohl auch schwerer uns politisch weiter so zu denunzieren.

    Oh, lieber Gott, danke für dieses geile Donnerwetter.
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#3 KatholenbasherAnonym
  • 17.06.2010, 16:48h
  • Da sieht man es mal wieder: die Katholen gehen mit ihren Meinungen nicht konform mit der Ihrer Würdenträger. Hoffentlich gibt es noch sehr viele Kirchenaustritte!
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#4 chrisProfil
  • 17.06.2010, 17:06hDortmund
  • "... Auch mit der eingeschränkten Rolle der Frau in der Kirche sind lediglich 19 Prozent einverstanden."

    Steht da echt lediglich? Ich finde fast 20% Sexisten ganz schön viel.
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#5 maaaartinAnonym
  • 17.06.2010, 17:43h
  • das ist zwar ganz interessant, aber im endeffekt irrelevant. es wird immer so getan als könnten die kleinen schäfchen was ändern, von innen heraus und so. bullshit. das ist kein demokratieclub und was schäfelein in einem heidenland wie dem unseren so alles denken, geht den alten männern in rom gehörig am stützstrumpf vorbei.
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#6 KonstantinEhemaliges Profil
  • 17.06.2010, 18:23h
  • dann sollen die unzufriedenen katholen doch aus der sekte austreten oder zumindest konvertieren. ich glaube, dann erst würde sich vielleicht endlich mal was ändern. aber solange die kohle noch fleissig in die taschen fliesst, besteht doch für die oberkatholen gar kein grund ihre strategie zu ändern. einfache marketingregel bei gleichbleibendem marktanteil!
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#7 jochenProfil
  • 17.06.2010, 19:09hmünchen
  • Langsam gehen den Hinterwäldlern die überzeugende Argumente aus, warum "Männerliebe" etwas Böses sein soll....

    Man kann den Leuten heute eben nicht wortgenau das Gleiche erzählen wie vor 1000 oder 3000 Jahren.

    Diese homofreundlichere Entwicklung bei den Religiösen ist erfreulich.

    Allerdings ist es nicht selbstverständlich, dass diese Entwicklung nun automatisch so weitergeht!
    Die Geschichte zeigt, dass sich das Blatt manchmal ganz schnell wenden kann.
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#8 GastGastGastAnonym
  • 17.06.2010, 19:15h
  • Also ich frage mich auch immer, warum so unglaublich viele Menschen immer noch einer Kirche angehören, die ihnen praktisch nichts mehr bedeutet, deren theologisch-moralische Regularien sie für falsch halten und selbst in keinster Weise in ihrem Leben umsetzen und deren Gottesdienst sie so gut wie nicht besuchen. Warum will man Mitglied in einer Kirche sein, von der man nichts hat und mit der man sich überhaupt nicht verbunden fühlt.

    Sämtliche karitative Aufgaben werden wie schon gesagt mit Geld vom Staat bezahlt, während die Kirchensteuer zu über 90% für kircheninterne Posten verwendet wird.

    Das schlimmste ist aber, daß die Kirche, insbesondere in dem Fall natürlich die katholische Kirche trotzdem Autorität genießt, weil sie mit der Stimme all dieser Menschen spricht. Jeder der in einer Kirche ist überträgt schließlich durch seine Mitgliedschaft und die Zahlung der Kirchensteuer auch in gewisser Weise seine Stimme der Kirche und unterstützt zumindest unbewusst deren Meinung...

    Das sollte mal zu denken geben...
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#9 mok120Profil
  • 17.06.2010, 19:16hNürnberg
  • Diese Studie sagt ja eigentlich noch viel mehr aus, als auf den ersten Blick ersichtlich.

    Der Katholizismus funktioniert ja zu einem Großteil über Autorität. X sagt etwas, Y glaubt daran. Ein Hinterfragen wird hier nicht gern gesehen.

    Widersprechen Katholiken, so sind sie eigentlich keine "guten" Katholiken. Sie sind im Prinzip "à-la-Carte-Katholiken", die sich aus der Religion das rauspicken, was ihnen gefällt. Kirchensteuer zahlen sie mit dem Argument, dass das "ja alles für den guten Zweck ist".

    Das ist natürlich Schwachsinn. Nur 8-10% der Kirchensteuer werden für karitative Zwecke verwendet. Spendet man also den Betrag, den man als Kirchensteuer zahlen würde, direkt für einen guten Zweck, würde deutlich mehr ankommen.

    Warum also immer noch so viele Leute Mitglieder bei diesem Verein sind, kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen. Noch merkwürdiger finde ich allerdings, warum man der katholischen Kirche öffentlich noch so eine große Bedeutung zumisst, wenn sie ja scheinbar so wenig Zuspruch in der Allgemeinheit findet.
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#10 herve64Profil
  • 17.06.2010, 20:21hMünchen
  • Antwort auf #5 von maaaartin
  • So ist es. Das allerdings wirft die Frage auf, was dann ein Kirchenaustritt bewirken soll: die Bezüge für die alten Geier werden ohnehin von den ALLGEMEINEN Steuern bezahlt, d. h. egal, ob Katholik, Evangele, Atheist, Jude, Moslem oder Schieß-mich-tot-welcher-Weltanschauung-Angehöriger löhnt für diese Säcke ohne überhaupt gefragt zu werden (schöne Grüße von dem Konkordat, das bereits im III. Reich geschlossen wurde und weiterhin in der Bundesrepublik gültig ist), die klerikalen "Würdenträger" scheren sich einen Dreck darum, was ihre Schäflein so denken und ob sie aus der Kirche austreten oder nicht.
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