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Einer der kritisierten Artikel auf kath.net

Die Freiburger Fachschaft der Theologie-Studenten hat ihren Professor Hubert Windisch in einem offenen Brief für die Gleichsetzung von Homosexualität und Kindesmissbrauch kritisiert.

Windisch hatte in mehreren Artikel für die österreichische Nachrichtenseite kath.net über den Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche geschrieben - und dabei Homosexuelle beschuldigt, die wahren Täter zu sein: "Eine solche Aussage ist homosexuell empfindenden Menschen gegenüber diskriminierend und verletzt sie in ihrer Würde", erwiderte daraufhin die Fachschaft. Die Studenten fordern den Professor auf, die Aussagen öffentlich zu korrigieren.

"Homosexueller Hintergrund"


Vorstellung von Professor Windisch auf der Website der Uni Freiburg

Mit wissenschaftlichen Fakten versucht die Fachschaft, ihren Professor zu überzeugen: "In psychologischer Fachliteratur wird ein ursächlicher Zusammenhang zwischen sexualisierter Gewalt an Kindern und Homosexualität nicht hergestellt. Als zentrale Ursachen für solche Taten werden dagegen zum Beispiel 'Einsamkeit, Mangel an Selbstvertrauen, geringe soziale Kompetenz' genannt". Es gebe jedoch keine Untersuchungen, ob Pädophile homo- oder heterosexuellen Partner wünschten. Ohne Beweise sollte daher das Thema Homosexualität in der Diskussion keine Rolle spielen.

In einem seiner Artikel hat Professor Windisch erklärt, dass sich Missbrauchsfälle durch Geistliche meistens auf heranwachsende Jungen beziehen. "Sie haben also fast ausschließlich einen homosexuellen Hintergrund", schließt der Theologe daraus - und fordert den Ausschluss von Homosexuellen aus verantwortungsvollen Positionen in der Kirche: "Ohne sich der Unvereinbarkeit von Homosexualität und Weiheamt zu stellen, kann der hauptsächliche Grund für kirchliche Missbrauchsfälle nicht behoben werden."

In den letzten Monaten haben katholische Vertreter immer wieder versucht, Schwulen die Schuld an den Missbrauchsfällen aufzubürden. So stellte etwa Kardinal Tarcisio Bertone, nach dem Papst die Nummer zwei im Vatikan, diesen Zusammenhang her (queer.de berichtete). Seit dem Beginn des Skandals sind mehrere heimlich lebende schwule Priester geoutet worden - die Geistlichen wurden sofort des Amtes enthoben (queer.de berichtete). (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.

21 Kommentare

#1 EnyyoAnonym
  • 17.06.2010, 18:17h
  • > "Sie haben also fast ausschließlich einen homosexuellen Hintergrund", schließt der Theologe daraus - und fordert einen Ausschluss von Homosexuellen aus verantwortungsvollen Positionen in der Kirche<

    Daraus folgt: "sie haben also fast ausschließlich einen bigotten und geistesschwachen Hintergrund", schliesse ich daraus - und fordere einen Ausschluss solcher Akademiker ("Professor" - sic!) aus verantwortungsvollen Positionen in der akademischen Lehre!

    So ein Vollpfosten wird von unseren Steuergeldern finanziert - unglaublich!

    Bravo an die Fachschaft!
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#2 dummfugAnonym
  • 17.06.2010, 19:04h
  • Studien haben ergeben, das Mitarbeiter der katholischen Kirche, die in Missbrauchsskandale verwickelt sind, zu einem extrem hohen Anteil Priester sind. Daher sollte man den Ausschluss von Priestern aus verantwortungsvollen Positionen in der Kirche fordern.

    Problem gelöst.
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#3 GeorgFalkenhagenProfil
  • 17.06.2010, 19:12hBremen
  • Mein Gott, die Sache ist doch so einfach:

    "Natürlich" finden sich in der erzkatholischen Bruderschaft massenweise Schwule; wer "das Übel" der eigenen Homosexualität los werden will, flüchtete nun mal unter den Rock.

    Den Rock des "Stellvertreters". Insofern verstehe ich die kathPriester sogar, die missbrauchen mehr Knaben als Mädels.

    ABER: Daran sind doch nicht die Schwulden schuld, das ist doch das System von gestern (du darfst keinen [falschen] Sex haben!

    ABER: Daraus nun schließen zu wollen, dass es keine schwulen Priester geben dürfte, weil die am Kindesmissbrauch schuld seien, hieße doch den Esel vom Schwanz her aufzuzäumen.

    Interessant die Feststellung, dass wir auf "Epheben" stehen. Stimmt! AB der Pubertät wird man(n) interessant, nicht nur für die gleiche Art. Gezähmt werden muss ab dann aber kein natürlicher Trieb, dass führt zur geistigen Verstopfung.

    Gott sei Dank merken das jetzt auch schon die Studenten der katholischen Theologie an der Universität zu Freiburg im Breisgau...

    Weiter so! Nachlegen!!
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#4 mok120Profil
  • 17.06.2010, 19:20hNürnberg
  • Sinnvoller, als Homsexuelle vom Priesteramt auszuschließen fände ich ja, offensichtlich geistig eingeschränkte Hassprediger von Professorentiteln auszuschließen.
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#5 ninjatoon72Profil
  • 17.06.2010, 19:29hOldenburg
  • Ich würde mir Wünschen, dass sich auch mal eine "Fachschaft" in offiziellen Diskussion zu Wort melden würde. Der Theologie-Professor scheint mir ein hoffnungsloser Fall von Religiöser Verdummung zu sein, den kann man nicht mehr retten (nur in eine Zwangsjacke stecken).

    Wenn ich z.B. Talkshows sehe die sich mit diesen Themen befassen sehe ich immer als Gegenstück zum (klein) Geistlichen immer einen Quotenschwulen, dem man sowieso unterstellt er würde nur seinen "perversen" Trieb propagieren wollen. Da kann er sachlich argumentieren wie er will. Aber ich habe bisher noch keine Sendung gesehen in denen mal echte Psychologen oder Sexualwissenschaftler zu Wort gekommen wären (christliche Wissenschaftler zählen da nicht). Es gibt Statistiken, die belegt haben, das es fast ausschliesslich Heteros sind die Kinder missbrauchen. Ein Christliches Blatt hatte mal diese Statistik verdreht und jeden "gleichgeschlechtlichen" Missbrauch den Schwulen angelastet (ein Mann mit einem Jungen = Homosexuell) obwohl es eigentlich eher Hetero-Familienväter waren. Und die zählt man ja wohl kaum du den 18% Homos in der Bevölkerung (diese Leute sind ja noch nicht mal Klemmschwestern).
    Man sollte solche sexuell Verklemmten nicht mit selbstbewussten Homos in einen Zusammenhang stellen wollen.

    Abgesehen davon würde ich mir mal wünschen, das man mal die religiöse Community psychologisch durchleuchtet, immerhin sprechen die mit "unsichtbaren" Welterschaffern (Aliens?) und sind krankhaft aggressiv obwohl sie ständig von "Nächstenliebe" sprechen. Solche Menschen dürfen sogar Kinder erziehen, obwohl doch gerade Kinder unter einem besonderen Schutz stehen (Grundgesetz). Diese Leute gehören eigentlich weggesperrt.
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#6 bastapapsta
  • 17.06.2010, 19:47h
  • Wenn dieser Hassprediger schon Artikel für Kreuz.net schreibt, sollte sich die Uni ersthaft Überlegen, ob sie diesen Fanatiker weiter beschäftigt, wenn sie einen seriösen Ruf haben will. Windisch müsste ausgesetzt werden.
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#7 Linu86Profil
  • 17.06.2010, 20:06hAachen
  • Diesen Schwachsinn muss man sich auch immer wieder anhoeren... und dann das auswendig gelernte Argument: "Wenn 50% der Missbrauchsopfer Jungen sind und nur 5 % der Bevoelkerung schwul, dann ist doch bewiesen, dass Homosexuelle haeufiger paedophil sind."

    Dazu laesst sich folgendes sagen: 1.) Wie kommt man darauf, dass ein Paedophiler, der sich an einem kleinen Jungen vergreift nebenher auch noch auf Maenner steht? 2.) Das Geschlecht spielt bei Paedophilen nur eine untergeordnete Rolle, der primaere Reiz geht vom praepubertaeren Koerperschema aus. Hierbei ist es meistens egal ob Junge oder Maedchen (daher auch die hohe Zahl missbrauchter Jungen). Die meisten Paedophilen geben in Befragungen an, dass das Geschlecht keine, bzw. nur eine untergeordnete Rolle spiele.

    Nehmen wir doch den Herrn Theologieprofessor beim Wort und kehren seine Argumentationsweise um: Ich behaupte, dass praktisch alle Tierficker heterosexuell sind. Warum? Nunja, die meisten Kuehe und Schafe auf der Weide sind eben Weibchen... (Annaeherungsversuche an einen Stier waeren wohl auch etwas gefaehrlich fuer nen Zoophilen). Dabei geht die "formalrichtige" Behauptung voellig am Thema vorbei, da die meisten Tierficker das Schaf vorher nicht erst nach seinem Geschlecht befragen werden. So makaber der Spruch "drehste ein fuenfjaehriges Maedchen beim GV auf den Bauch wird aus ihr ein fuenfjaehriger Junge"auch klingt, so wahr ist er im Bezug auf die meisten Paedophilen.
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#8 Angry Gay ManAnonym
  • 17.06.2010, 20:43h
  • Hoffentlich schließen sich noch viel mehr diesem Protest an! Hoffentlich macht Herr Windisch bald die Fliege!
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#9 bravik
  • 17.06.2010, 21:29h
  • Schwul oder Hete - wer katholischer Prieser aus Überzeugung werden möchte... sollte das Zölibat als Lebensauffassung aktzeptieren. Ich persönlich halte nichts davon, jedoch weiß doch jeder, dass es bei der katholischen Kirche so ist. Niemand zwingt einen, Priester zu werden...
    Homophobie in der katholischen Kirche ist natürlich ein ernsthaftes Problem.
    Aber Kinderschändungen der katholischen Peiester mit Homosexualität zu begründen ist ein absolutes NO-GO!
    Und Jungs, ich sag euch Austreten ist da nicht die beste Löung... wie viele behaupten!
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#10 Timm JohannesAnonym
  • 18.06.2010, 02:15h
  • Erstmal herzlichen Dank für den guten Offenen Brief der katholischen Fachschaft an der Universität Freiburg. Das habt Ihr gut gemacht.

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    Zweitens das Windisch als reaktionär und geistiger Brandstifter einzustufen ist, beweist bereits die Tatsache, das er als Autor auf kreuz.net schreibt. Auf kath.net zu schreiben, ist noch voll okay, aber als Autor auf der hetzerischen Seite von kreuz.net im Internet zu schreiben, zeigt, wessen Geistes Kind Windisch ist. Vor seiner Zeit in Freiburg war er übrigens an der Universität Graz in Österreich tätig...

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    Übrigens hat Windisch in der konservativen Zeitung Die Welt bekanntlich zur Nichtwahl von Angela Merkel aufgerufen, da diese den Papst kritisiert hatte.

    Da muss man schon festhalten: wenn Windisch nicht einmal die CDU-Bundeskanzlerin für wählbar hält, dann wohl erst Recht nicht die Politiker von SPD, Grüne, Linkspartei und FDP mit Guido Westerwelle. Wen will er denn dann wählen ? die rechtsradikale NPD ????

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    Fazit: Klarer rechtskonservativer Überzeugungstäter....Da er Jahrgang 1949 ist, ist er bereits 61 Jahre alt und dürfte in spätestens vier Jahren dann pensioniert werden. Die "armen" andersdenkenden Theologiestudenten, die bei ihm noch durch die Prüfung müssen.

    Eigentlich müßte WIndisch nicht Hochschullehrer sein; wer mit solchen hasserfüllten Äußerungen in die Presse geht, der sollte nicht Hochschullehrer in Deutschland sein.
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