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"Time for Payback": Eine beeindruckende Sammlung des unsterblichen "Godfather of Soul". Wir stellen sie vor.

Sein Ausruf "You gotta get ready for the big payback" ist unvergessen! Mit der gerade erschienenen Compilation "Time For Payback" bewahrheitet sich diese Zeile von James Brown ein für allemal: Die 2-CD, die für Sammler auch als 4fach-Vinyl erscheint, ist in der Tat ungemein groß angelegt, eine überdimensionale Schatztruhe und ein wahres Fest für alle Fans des "Godfather of Soul", da die Zusammenstellung besonders tiefe Einblicke in die Karriere der 2006 verstorbenen Ikone gewährt.

Neben etlichen musikalischen Leckerbissen und Raritäten befinden sich auch diverse O-Töne von Mr. Brown und anderen illustren Zeitgenossen auf dem Longplayer. Abgerundet wird die Compilation durch ein umfangreiches Booklet mit spannenden Linernotes von Brown-Kenner Fred Kogel, seines Zeichens ehemaliger Radio-DJ und seit 25 Jahren Programmchef und Geschäftsführer bei führenden Medienunternehmen, der auch für die exklusive Songauswahl von "Time For Payback" verantwortlich ist.

Youtube | James Brown live

Kogels erklärtes Ziel lautete, auf diesem Longplayer "spezielle Versionen bekannter Hits zu liefern und damit die ungeheure musikalische Bandbreite und Leistung von James Brown aufzuzeigen." Was ihm eindrucksvoll gelungen ist: Zu diesen speziellen Versionen zählen zum Beispiel die in Deutschland bis dato unveröffentlichte Single-Version von "The Payback Part 1" aus dem Jahr 1973, die längere Remix-Version von "Give It Up Or Turnit A Loose", eine ungewöhnlich schnelle Aufnahme von "It's A Man's Man's Man's World" oder legendäre Live-Mitschnitte aus dem New Yorker Apollo, unter anderem von "Cold Sweat", jenem Song aus dem Jahr 1967, der die Funk-Ära einläutete, und - selbstverständlich - "Get Up (And Feel Like Being A Sex Machine)".

Doch hat Kogel, inzwischen seit rund 40 Jahren Fan von Brown, für die mehrere Dekaden umspannende Compilation noch etliche weitere Highlights ausgegraben: so auch Stücke von Blaxploitation-Soundtracks ("People Get Up And Drive Your Funky Soul"), das 11-minütige "For Goodness Sakes, Look At Those Cakes", bei dem erstmals deutlich Disco-Elemente in JBs Sound auftauchten, "I Refuse To Lose", mit dem sich Brown Mitte der Siebziger in den "Minister Of The New Super Heavy Funk" verwandelte, sowie die hierzulande bislang unveröffentlichte Single-B-Seite "No Static" aus dem Jahr 1988, die man ohne Übertreibung als grandiosen Brückenschlag zum HipHop bezeichnen darf.