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Eminem in Aktion

Der amerikanische Rapper Eminem hat sich in einem Interview für die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben ausgesprochen.

Die "New York Times" fragte den 37-Jährigen, wie er reagieren würde, wenn in seinem Heimatstaat Michigan die Homo-Ehe eingeführt werden würde. Seine Antwort: "Wenn zwei Menschen sich lieben, warum nicht? Ich denke, jeder sollte das Recht haben, genau so unglücklich zu sein wie alle anderen, wenn man das will". "Ist das das neue, 37 Jahre alte tolerante Du", fragte die Interviewerin daraufhin. "Das ist das neue tolerante Ich", erwiderte Eminem kurz.

In der Vergangenheit galt Eminem nicht als Kämpfer für Homo-Rechte: Anfang des letzten Jahrzehnts haben Homo-Gruppen wiederholt gegen Eminems homophobe Texte protestiert. In einem Lied rappte er etwa: "Hate fags? The answer's yes". Selbst in seinem neuen Album "Relapse" verwendet Marshall Bruce Mathers III, wie Eminem bürgerlich heißt, das Wort "gay" ausschließlich negativ. Er selbst hat - anders als etwa jamaikanische Hass-Sänger - stets abgestritten, Schwule zu hassen; sein Slang sei lediglich missverstanden worden. Das erklärte er bereits in einem Interview aus dem Jahr 2001: "Ich bin kein Homo-Hasser, die Leute verstehen bloß nicht, wo ich herkomme. Das Wort 'Schwuchtel' ('Faggot') bedeutet für mich einfach Schwächling und hat nichts mit Homosexualität zu tun."

Einer der besten Freunde von Eminem ist seit Jahren der schwule englische Sänger Elton John. Die beiden sind in den vergangenen zehn Jahren bereits wiederholt miteinander aufgetreten. Sir Elton erklärte, die homofeindlichen Texte seines amerikanischen Kollegen störten ihn nicht: "Das reizt meinen britischen Sinn für schwarzen Humor", sagte er schlicht. Außerdem verbindet die beiden, dass sie in der Vergangenheit drogenabhängig waren - und nun clean sind. Elton John half seinem amerikanischen Kollegen sogar dabei, von Schmerztabletten loszukommen, wie Eminem im vergangenen Jahr erklärte (queer.de berichtete). (dk)



Eminem will weiter "Schwuchtel" sagen dürfen

Der Rapper zieht wieder über "Faggots" (Schwuchteln) her, beschimpft damit aber eigenen Angaben zufolge keine Schwulen.
Arsch-Anschlag auf Eminem war abgesprochen

MTV-Autor Scott Aukerman hat nun bestäigt, dass der "Eklat" zwischen Sacha Baron Cohen alias Bruno und dem Musiker Eminem bei den MTV Movie Awards inszeniert worden war.
Bruno: Arsch-Anschlag auf Eminem

Einen Monat vor dem Start seines neuen Filmes schockt der britische Komiker Sacha Baron Cohen alias Bruno den Musiker Eminem: Bei den MTV-Awards ließ sich Bruno am Wochenende auf den blonden Rapper abseilen – und landete mit dem Unterleib auf dessen Gesicht.
#1 KreuzbergerAnonym
  • 18.06.2010, 11:32h
  • Finde ich interessant - wo er doch immer als Schwulenhasser galt!

    Naja, auch Leute wie er können sich ändern.
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#2 schwulenaktivist
  • 18.06.2010, 11:48h
  • Wie schnell Homosexuelle "verzeihen" können... ;)
    Im Vergleich. Das Wort "Nigger" hat natürlich auch nichts mit Schwarzen zu tun, es ist einfach ein Schimpfwort... Prost!
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#3 XDAAnonym
  • 18.06.2010, 12:17h
  • Was heisst hier Eminem unterstützt die Homo-Ehe. Er hat nur gesagt, warum nicht, es ist ihm also mehr oder weniger egal - was auch ok ist. Aber Unterstützung ist doch was anderes ...ein wenig übertrieben der Artikel
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#4 themightyatroposAnonym
  • 18.06.2010, 12:20h
  • Eminem war nie Homophob! Wer sich einmal die Mühe macht sich seine Texte genau an zu hören, zwischen den Zeilen zu lesen und das Ganze in einen popkulturellen Kontext zu stellen kann das sehr schnell feststellen. Aber das würde Aufwand bedeuten und man müsste am Ende vielleicht zerknirscht fest stellen, dass man die falsche Sau durchs Dorf getrieben hat! So liebe Mitschwulen, jetzt artig rot klicken, weil es kann ja nicht sein, dass uns ein Feindbild abhanden kommt. Über was sollte man sich dann noch definieren, wenn nicht über die Diskriminierung?!?
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#5 No Racism!Anonym
#6 alexander
#7 Popp-LuderAnonym
#8 Liedel
  • 18.06.2010, 20:15h
  • Right @ xda, ich denke mal: mit 37 gibts massiv Konkurrenz durch jüngere Rapper, vielleicht holt man sich da besser die ein oder andere potenzielle Fangruppe zurück, die man bisher eher vergrault hat?

    Schlimmer finde ich, dass ausgerechnet der auch im realen Leben gewalttätig homopohobe deutsche Rapper Bushido zu allem Überfluss auch noch nen WM-Song "komponiert" hat.
    Ich will unseren Jungs in Südafrika wirklich nix Böses wünschen.
    Aber mit einem "Bushido-WM-Hit" gepaart mit diesen fürchterlichen Vuvuzelas (pure Lärmbelästigung, die Spieler müssen zwei Halbzeiten lang den Lärmpegel vergleichbar mit dem einer startenden Boeing 747 ertragen) kam das 0:1 gegen Serbien von heute wohl nicht von ungefähr...
    Die Vuvuzelas bekommen wir jetzt nicht mehr weg, aber den Song können die Medien gern bewusst mal NICHT pushen. Nicht dass sich bei mir noch gewisse Sympathien für die Mannschaft Ghanas einstellen
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#9 PopmusikAnonym
  • 18.06.2010, 23:52h
  • Ich habe Eminem nie wirklich etwas Diskriminierendes über Schwule (=Homosexuelle) sagen hören, und wenn man sich mal umschaut, ist es nun mal tatsächlich so, dass das Wort "schwul" oder "Schwuchtel" negativ belegt ist, ohne etwas mit Menschen zu tun zu haben, die homosexuell sind. Selbst Schwule in minem Umkreis haben schon mehr als einmal so gesprochen, ohne sich dabei selbst diskriminieren zu wollen ;-) Man darf das alles mal nicht so eng sehen. Ich habe schon ganz andere Interviews von Rappern gelesen, die frei zugegeben haben, (körperliche) Liebe unter Männern "eklig" zu finden und anderes. Das ist zwar auch jedem seine eigene Meinung (ganz schlechter Satzbau, ich weiß...), aber das sollte man mit Vorbildfunktion für Jugendliche vielleicht dann doch nicht so rumposaunen. Ich finde - auch angesichts der Freundschaft zu Elton John und der witzigen, übrigens abgesprochenen Showeinlage mit "Brüno" Sacha Baron Cohen - Eminems Statement jetzt nicht mal wirklich überraschend, da er ja von jeher nicht wirklich als "Homo-Hasser" aufgefallen ist und einfach seine Texte im Slang seiner Zielgruppe geschrieben hat. Und Sprachgeschichte wird Eminem, egal wie gut oder schlecht seine Musik sein mag, ganz sicher nicht schreiben ;-)
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#10 Rassist!Anonym
  • 19.06.2010, 00:20h
  • Antwort auf #9 von Popmusik
  • Ja klar!!!

    Ein viermal höheres Suizidrisiko homosexueller Jugendlicher, weil sie in jedem zweiten Satz "Nigger", ähmm, "schwul" als Schimpfwort und "Schwuchtel" hören müssen, sollte man "nicht so eng sehen".

    Ich könnte gerade wild um mich schlagen, wenn ich so einen widerwärtigen, rassistischen Müll lese.
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