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Abdullah ibn Abd al-Aziz Al Saud duldet in seinem Reich keine Schwulen.

Saudi-Arabien hat private Arbeitsvermittlungen auf den Philippinen angewiesen, keine schwulen Gastarbeiter mehr in das Land am Roten Meer zu schicken.

Wie philippinische Nachrichtenagenturen berichten, hat Saudi-Arabien bereits am 26. Mai eine von König Abdullah unterzeichnete Anweisung nach Manila gesendet. Die Arbeitsvermittlungen müssen nun sicherstellen, dass ihre Arbeitskräfte heterosexuell sind, so die Forderung aus Riad: "Die Arbeisvermittlungen werden aufgefordert, in Vorstellungsgesprächen darauf zu achten, dass keine Mitglieder des dritten Geschlechts eine Zusage erhalten", heißt es in der Anweisung. Würden dennoch nicht-heterosexuelle Gastarbeiter nach Saudi-Arabien gelangen, könnten die Arbeitsvermittlungen ihre Lizenz verlieren.

Im reichen Saudi-Arabien arbeiten mehrere Millionen Gastarbeiter aus asiatischen und afrikanischen Ländern. Allein eine Million Philippiner befinden sich derzeit im absolutistisch regierten Königreich. Im vergangenen Jahr nahm die Religionspolizei 67 Philippiner bei einer angeblichen Schwulenparty fest (queer.de berichtete). Die Betroffenen sind inzwischen ausgewiesen worden.

Proteste sinnlos

Philippinische Homo-Gruppen warnen nun vor Diskriminierung: "Wie soll der Auswahlprozess laufen? Werden Männer mit zu langem Haar ausgeschlossen? Oder Männer, die ihre Augenbrauen seltsam bewegen?", fragte etwa Homo-Aktivist Danton Remoto. Er erklärte auch, dass Proteste gegen die Beschränkungen sinnlos seien, da die einheimische Wirtschaft auf die Devisen der Gastarbeiter angewiesen ist und es viele Länder gebe, die Arbeitskräfte anböten.

Offizielle Gesetzesgrundlage in Saudi-Arabien ist die islamische Scharia. Auf Homosexualität steht daher im Höchstfall die Todesstrafe, meist durchgeführt durch öffentliche Enthauptung. Die saudische Regierung erklärte, dass gewöhnlich nur Kinderschänder hingerichtet werden würden. Diese Angaben können allerdings nicht von unabhängigen Quellen bestätigt werden. (dk)



10 Kommentare

#1 dagewesenAnonym
  • 18.06.2010, 13:32h
  • die unsägliche Arroganz und Bigotterie in diesem Land bringt mich zur Weißglut!
    Ich hatte 87 das sehr zweifelhafte Vergnügen ein Jahr im Wüstenkönigreich zu arbeiten und konnte als Westeuropäer fast nicht das Haus verlassen, ohne von Saudis jeglichen Alters aufs Übelste angebaggert zu werden...

    hinter hohen Palastmauern säuft und hurt das werte Haus al Saud ... alle jungen saudischen Männer schlafen aufgrund des Kontaktverbotes zu weiblichen Wesen miteinander und werden von ihren Familien 2 mal im Jahr mit dem Bumsbomber nach Thailand geschickt..... über die HIV Rate kann nur spekuliert werden ... aber infiziert zu sein ist in diesem Land eh ein Verbrechen und enset nicht selten in einer Steinigung um familäre Schande zu tilgen.

    die armen Schweine ... oder hier freundlich "Gastarbeiter" genannt werden gehalten wie moderne Sklaven. (Nicht verwunderlich in einem Land, in dem die Sklaverei erst in den 70er Jahren abgeschafft wurde) Arbeiten 7 Tage die Woche 12 Stunden täglich vergleichsweise für Hungerlöhne und wenn sie dann mit nem anderen Mann im Bett erwischt werden gehts in den "kalbush" oder im Höchstfall Freitags nach dem Mittagsgebet auf den Vorplatz der großen Moschee in Rhiyadh, um sich den Kopf abhacken zu lassen.

    als Geste unermesslicher Humanität wird aber Donnerstags Abends noch im Central Hospital durch den zuständigen Anästhesisten eine Hals- Nackenblockade gelegt, damits micht so schmerzt, falls der Scharfrichter mal abrutscht...

    zum Kot*...... !
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#2 KrawallschwesterAnonym
  • 18.06.2010, 16:51h
  • Sagt der Scheich zum Emir: "Geh'n wir?" Sagt der Emir zum Scheich: "Geh'n wir gleich!"

    Scherz beiseite, anscheinend hat der Scheich aus Saudi-Arabien einen eingebauten "Gaydar" oder wie will er erkennen, welcher Gastarbeiter denn schwul ist? Nicht nachvollziehbar!
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#3 carolo
  • 19.06.2010, 11:24h
  • Das kann doch alles überhaupt nicht sein, wo der Islam doch so eine tolerante friedliebende Religion ist und die meisten Muslime uns Schwule doch so feste liebhaben.

    Warum wählen die ganzen toleranten friedliebenden Saudis den ollen Scheich nicht einfach ab?

    SCNR,
    Carolo
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#4 Liedel
  • 19.06.2010, 13:59h
  • "(...) über die HIV Rate kann nur spekuliert werden ... aber infiziert zu sein ist in diesem Land eh ein Verbrechen und enset nicht selten in einer Steinigung um familäre Schande zu tilgen."

    Das ist nun aber nichts "saudi"- typisches, lediglich der berühmte erhobene moralische Zeigefinger geht leichter nach oben, da "islamisches" Land, keine Demokratie, extremer Reichtum in der Hand weniger Clans usw.

    Ist nur ein Gedankengang meinerseits, aber gib mal der bundesdeutschen LGBT- Community die Möglichkeit, selbiges juristisch abgesichert und parlamentarisch abgesegnet mit HIV- Positiven bzw. Barebackern im eigenen Land zu tun.

    Du hättest ein ganzes Heer von Männern (und sicher auch einigen Frauen) aus der eigenen Community, die sich eifrig anstellen, den ersten Stein werfen zu dürfen...
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#5 anonymusAnonym
  • 19.06.2010, 16:37h
  • Was ich interessant an diesem Artikel finde ist daß der König sich so geäussert hat - "keine Mitglieder des dritten Geschlechts" Wow, das ist mal was anderes.
    Aber als "Mitglied des 3. Geschlechts "würde ich sowieso nicht nach Saudi Arabien gehen - schon gar nicht würde ich dort, wo mir und meinesgleichen die Todesstrafe dafür droht, nur weil ich ein Mitglied des 3. Geschlechts bin, eine Schwulenparty besuchen.
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#6 anonymusAnonym
#7 esb963_2Anonym
  • 22.06.2010, 21:27h
  • Ich käme nicht im Traum auf die Idee, diesem radikalen Moslemstaat, aus dem die meisten und schlimmsten Terroristen kommen, mein Know-How in Form einer (und noch so zeitlich begrenzten) Gast-"Arbeiter"-Schaft anzubieten.
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#8 Georg WilhelmAnonym
#9 Synthia OajacaAnonym
  • 04.05.2011, 10:32h
  • Ein Land mit Demokratie gibt es nicht in Arabien. Der Staat Libanon könnte unter Umständen so ein demokratischer Staat werden, wenn er nicht fremdbestimmt wäre. Im Libanon und auch in Somalia ist die USA mit ihrerm Eingriff total gescheitert. Woher kommt in der heutigen Zeit dieser kritiklose Optimismus her? In Libyen würde eine Volksherrschaft aufgestellt, wenn Amerika dort "Schützenhilfe" leistet. Nutzen ziehen aus der Kriegsbegeisterung der vereinigten Staaten machen dann doch nur Austatter für Kochgeräte von Cookmax.de oder im Allgemeinen die Volkswirtschaft. Aber möglicherweise ist dies so gewollt.
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#10 baby watchAnonym
  • 04.05.2011, 12:29h
  • In Europa wird in naher Zukunft ein Spruch des Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in der Frage erwartet, ob für die Folter von Europäern verantwortliche Saudis von europäischen Regierungen Immunität gewährt werden darf.

    Diesbezüglich Klage eingereicht hatte laut The Scotsman der Brite Sandy Mitchell, der im Jahre 2000 von saudischen Sicherheitsbehörden inhaftiert, durch Folter zu einem falschen Mordgeständnis gezwungen worden war und anschließend in einem geheimen Kurzprozess zum Tod durch Kreuzigung und partielles Kopfabschlagen verurteilt worden war, 32 Monate später jedoch freikam, nachdem Saudi Arabien ihn gegen einige Terroristen aus wohlhabenden saudischen Familien, die in Guantanamo einsaßen, getauscht hatte.

    Sandy Mitchell hatte Sadui Arabien danach in Großbritannien erfolgreich auf Schadensersatz verklagt, die britische Regierung verfügte anschließend jedoch unter Erwägung saudischer Rüstungsaufträge, dass Saudi Arabien bezüglich der Folter britischer Staatsbürger Immunität genießt und auf Bemühungen zur Durchsetzung des Urteils gegen Saudi Arabien deshalb verzichtet wird.

    Deutsche Medien haben über Köpfungen in Saudi-Arabien offenbar eine Art Nachrichtensperre verhängt, um die guten Beziehungen zu Saudi-Arabien nicht durch antiwahhabitische Stimmungen in der deutschen Bevölkerung zu gefährden.

    Saudische Sicherheitsbehörden verhaften häufig Iraker in der Region der unmarkierten Grenze, die sie dann für alle möglichen ungelösten Verbrechen verantwortlich machen, für die sie ansonsten keine Täter präsentieren könnten (angeblicher Drogen- und Alkoholschmuggel nach Saudi-Arabien). Sie werden dann ohne Vorlage von Beweismitteln verurteilt.

    Kein einziges der deutschen Medien berichtete im Januar über die jüngsten Köpfungen in Saudi-Arabien (z.B. auch ein 15-jähriger Iraker).

    Stattdessen wird Saudi-Arabien, dessen wahhabitisches Monarchen-Regime nicht nur Deutschland, den USA und den Eliten der wirklich einzigartigsten Demokratie im Nahen Osten freundschaftlich verbunden ist, von der deutschen Propaganda regelmäßig als „gemäßigt“ bezeichnet.

    Der deutsche Außenminister Guido Westerwelle lobte dem Focus zufolge bei seinem letztjährigen Besuch in Saudi-Arabien die „großartige Gastfreundschaft“.

    Er betonte angesichts des saudischen Umgangs mit Menschenrechten, Saudi-Arabien „spiele als regionale Führungsmacht eine Schlüsselrolle“.

    Der königliche saudische Außenminister Prinz Saud al-Faisal, dessen Königsfamilie für ihre ausgelassen Parties mit Alkohol, Drogen und Prostituierten weltberühmt ist, betonte dabei Tagesschau zufolge, es gebe „unterschiedliche Wertesysteme“.

    Saudi-Arabien unterhält in Bonn, der Heimatstadt des deutschen Außenministers, seit geraumer Zeit eine Schule, in der auch Schülern in Deutschland das saudische Wertesystem nahegebracht wird.

    Bald Urgroßmutter ?

    www.exposay.com/celebrity-photos/queen-elizabeth-ii-king-abd
    ullah-of-saudi-arabia-visits-with-queen-elizabeth-ii-of-the-
    united-kingdom-on-october-30-2007-0SxX3o.jpg
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