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Vorsicht, Polizei: In Deutschland ist das Nacktwandern eine Ordnungswidrigkeit

In ganz Europa ist der Nacktwandertourismus auf dem Vormarsch - nicht immer zur Freude der lokalen Bevölkerung und der Textilwanderer.

Von Werner Jakob Weiher

Was sich zunächst nach Blasphemie oder Orgie in der freien Natur anhört, hat einen ernsten Hintergrund: Nacktwandern auf dem Jakobsweg ist der neue Trendsport.

Das Nacktwandern ist ein Ableger der FKK-Bewegung, wie auch Nacktreiten, Nacktbaden oder auch Nacktyoga. 1984 wurde in Österreich der erste offizielle Nacktwanderweg eröffnet, der allerdings keine vier Kilometer lang ist. Das Phänomen hat sich in den letzten Jahren, trotz Verbotes von offizieller Seite, verbreitet. Einige Gruppen und Vereine führen regelmäßig Nacktwanderungen durch. Dazu wandern die Teilnehmer, um die "öffentliche Ordnung" nicht zu stören, zunächst bekleidet in ruhige, abgelegene Landschaften, um sich dann dort zu entkleiden und ihrem außergewöhnlichen Hobby nachzugehen. So ist in einigen Regionen eine Art Nacktwandertourismus entstanden - nicht immer zur Freude der lokalen Bevölkerung und der Textilwanderer.

Seit einiger Zeit berichten auch Jakobsweg-Pilger von unbekleideten Wanderern auf dem Pilgerweg nach Santiago de Compostela, die nur mit Wanderschuhen und Rucksack unterwegs sind. Es ist anzunehmen, dass Anhänger dieser Freikörperkultur auch den mehrere tausend Kilometer langen Camino de Santiago bewandern - vermutlich aber nur in sehr abgelegenen Regionen und während der Nacht. Denn ist das Nacktwandern in Deutschland lediglich eine Ordnungswidrigkeit, würde man nackt auf dem Jakobusweg in Frankreich oder Spanien nicht nur von der sehr gläubigen Bevölkerung auf das Ärgste beschimpft werden, sondern auch von der Polizei verhaftet...



#1 KrawallschwesterAnonym
  • 22.06.2010, 09:14h
  • Dieses Thema hatten wir doch schon! Es steht ja jedem frei, ob er diesen Jakobsweg als sündiges Nackedei oder konventionell angezogener Christ bewältigen will!
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#2 FloAnonym
  • 22.06.2010, 10:54h
  • Ich finde eh, dass jeder so rumlaufen sollte, wie es ihm gefällt. Wenn jemand gerne Rock trägt soll er das tun, wenn jemand gerne Jeans trägt ebenfalls und wenn jemand gerne Anzug und Krawatte trägt ist das auch okay. Schlimm finde ich nur, wenn man im Beruf z.B. zu Anzug und Krawatte gezwungen wird.

    Und genauso finde ich auch, dass man (wenn man das möchte) auch nackt rumlaufen darf! Wir sind alle nackt geboren und jeder von uns hat eine "Ausstattung", die die Hälfte der Menschheit genauso hat. Und die "Ausstattung" der anderen Hälfte wird auch jeder schon mal gesehen haben. Insofern verstehe ich die Aufregung über Nacktheit nicht. Die Hälfte der Menschen hat selbst einen Schwanz, die andere Hälfte hat selbst eine Muschi, so what?

    Die Prüderie nimmt ja teils absurde Ausmaße an: in Bayern wurde ich mal in einer Schwimmhalle schief angeguckt, weil ich mich unter der Dusche ausgezogen habe. Hier in Aachen zieht sich die Mehrheit unter der Dusche aus, weil man sich ja auch aus hygienischen Gründen am ganzen Körper waschen sollte bevor man ins Becken geht (und am besten auch danach). Aber da in Bayern war mal wohl lieber unhygienisch. In Bayern findet man wahrscheinlich auch die Kunst von Spencer Tunick pervers.

    Fazit:
    jeder soll so sein, wie es ihm passt. Und an Nacktheit ist nichts Verwerfliches oder Schlimmes, auch wenn manche prüde Person das gerne so darstellen will (wahrscheinlich nur Neid). Nackte Körper sind das natürlichste überhaupt auf der Welt!!
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#3 Krzyszek
  • 22.06.2010, 12:00h
  • "... in Frankreich oder Spanien nicht nur von der sehr gläubigen Bevölkerung ..."

    Gewisse Vorurteile sterben bei unseren Schreiberlingen wohl nie aus ...
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#4 moornAnonym
#5 Katrin
  • 22.06.2010, 17:11h
  • Wo lässt man denn das Geld für den Klingelbeutel wenn man nackert auf dem Jakobsweg wandelt?
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