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  • 25. Juni 2004, noch kein Kommentar

London Das britische Oberhaus hat das von der Labour-Regierung initiierte Lebenspartnerschaftsgesetz abgelehnt. Es sollte schwulen und lesbischen Paaren einen legalen Status geben und beinhaltete eheähnliche Rechte, die über die deutsche Homo-Ehe hinausgehen. Die Lords votierten mit 148 gegen 130 Stimmen für einen Änderungsantrag, der die Partnerschaft nicht nur gleichgeschlechtlichen Paaren sondern Jedem erlauben würde. Das Gesetz muss jetzt wieder zurück ins Unterhaus. Nach Meinung der Oberhausmehrheit diskriminiere der Regierungsentwurf gegen Heterosexuelle, die keine Partnerschaft eingehen könnten und daher nicht von den Vorteilen profitieren könnten. Der offen schwule Lord Alli (Labour) hält das lediglich für eine Verzögerungstaktik: "Dieser Änderungsantrag ist bösartig, er hat nur ein Ziel: Das Gesetz soll verhindert werden." Baronin O'Cathain (Konservative) wähnt die Familie in Gefahr: "Mit diesem Plan sagt die Regierung, dass die Familie weniger wert ist als gleichgeschlechtliche Beziehungen. Homo-Paare sollen einen höheren Status als Familien kriegen. Das ist unfair gegenüber allen Familienmitgliedern, die sich füreinander aufopfern." Lord Maginnis (parteilos) ging noch weiter: Er lehnte das Gesetz ab, da es nur Leuten helfe, "die sehr wahrscheinlich unnatürliche Sex-Praktiken vollziehen." Ein Regierungssprecher sagte, man wolle das Gesetz unverändert lassen. (dk)