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Präsident Robert Mugabe

Bereits jetzt drohen Schwulen in Simbabwe mehrjährige Haftstrafen. Das Homo-Verbot soll nun auch in der neuen Verfassung festgeschrieben werden.

Der Generalsekretär der regierenden Zanu-PF, Didymus Mutasa, erklärte nach Angaben von Radio VOP bei einem Parteitag, dass "alles, was menschliche und öffentliche Moral beschädigt, verboten werden sollte". Dazu gehören seiner Ansicht nach "Homosexualität, Abtreibung und Sterbehilfe". Mutasa zeigte sich überrascht, dass zuletzt christliche Aktivisten dafür geworben haben, das Homo-Verbot abzuschaffen: "Wir wissen doch, dass die Bibel die schwule Ehe verboten hat".

Die von Präsident Robert Mugabe und Ministerpräsident Morgan Tsvangirai geführte Regierung hat sich in der Vergangenheit stets gegen Homosexualität ausgesprochen. So nannte Mugabe Homosexualität unlängst "Idiotismus", während sich Tsvangirai um die Fortpflanzung sorgt, sollten Schwule das Land übernehmen (queer.de berichtete).

2006 hatte Mugabe erst das Homo-Verbot verschärft und die Gesetzgebung als "Präventivschlag" bezeichnet (queer.de berichtete). Damit kann nicht nur Homo-Sex mit Haftstrafen bis zu zehn Jahren geahndet werden, auch Umarmungen unter Männern sind verboten. Mugabe hat wiederholt betont, dass er Homosexualität als eine Waffe weißhäutiger Kolonialherren ansieht, mit der Afrika weiter kontrolliert werden soll. Trotz des Homo-Verbots gehört Simbabwe mit einem Bruttoinlandsprodukt von 200 Dollar pro Kopf zu den ärmsten Ländern der Welt. (dk)



#1 GastGastGastAnonym
  • 23.06.2010, 12:40h
  • Es ist doch immer wieder interessant, daß gerade die Länder mit den größten Problemen, mit der meisten Armut usw. meinen ausgerechnet so massiv gegen Homos vorzugehen, anstatt sich mal um sich selbst zu kümmern. Naja vielleicht steigt ja jetzt der allgemeine Wohlstand, wenn man es den ganzen Sündern ordentlich gegeben hat...
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#2 EvilAnonym
  • 23.06.2010, 12:50h
  • Ich empfehle dann noch folgendes festzuschreiben:

    - Die Erde ist eine Scheibe
    - Die Sonne umkreist die Erde
    - Kritik an Regierungen, ist volkszersetzend
    - AIDS gibt es unter Heterosexuellen gar nicht
    - Hexen sind für Krankheiten verantwortlich
    - Viren u. andere Krankeitserreger gibt es nicht
    - Die Berufstätigkeit von Frauen ist unnatürlich
    - In Simbabwe *gibt es gar keine Schwulen
    - *Homosexualität ist unafrikanisch
    - China bringt Reichtum nach Simbabwe
    - Menschenrechte sind Teufelszeug
    - Frauenbeschneidung ist afrikanisch
    - Opposition und Kritik bedeutet Todesstrafe

    Willkommen im 21. Jahrhundert in einer angeblich globalisierten Welt!
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 23.06.2010, 13:33h
  • Wann gebietet endlich jemand den drastischen Menschenrechtsverletzungen Einhalt? Muß denn erst eine miliärische Intervention, so wie damals beim Sturz von Saddam Hussein, dieses ekelhafte Demagogenpack aus dem Land jagen???
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#4 xdaAnonym
  • 23.06.2010, 13:39h

  • in afrika werden ja auch noch hexen etc verbrannt. wundert man sich nur, dass ein solches land scheinbar keine anderen probleme hat.

    also ich spende nichts mehr für afrika, die hilfsgelder kommen eh nur bei den prädidenten im palast an und nicht bei drn armen _ echt eine farce ...
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#5 KlofrauAnonym
  • 23.06.2010, 13:58h
  • Antwort auf #2 von Evil
  • @ Evil:

    Du schreibst:

    "Willkommen im 21. Jahrhundert in einer angeblich globalisierten Welt!"

    ----------------------

    Globalisiert ist die Welt gewiss - das trifft leider aber auch auf die Dummheit zu. Gegen die ist kein wirkliches Kraut gewachsen.
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#6 FloAnonym
#7 Roman BolligerAnonym
  • 24.06.2010, 00:19h
  • Wir können auf Queer.de Frust ablassen und lästern über diktatorisch regierte Staaten und deren antidemokratische und homophobe Führungs- und Ausbeutungsklasse. Zimbabwe und Robert Mugabe sind nur ein Beispiel unter leider zahlreichen auf der ganzen Welt, sogar in Europa (Beispiel Weissrussland).

    Wahrscheinlich tut das Dampfablassen und Schimpfen unseren Psychen gut. Ist ja auch schon etwas. Und gemeinsames Klagen dient der Bildung eines individuellen und kollektiven Bewusstseins.
    Ändern wird sich dadurch bei den Diktatoren (leider!) wohl kaum etwas und sicher nicht rasch, zumal Queer.de wie eine geschlossene Gesellschaft funktioniert mit Stammpublikum und gelegentlichen Eindringlingen, die auch zum Spiel gehören.

    Unsere Einzelstimmen müssten gebündelt zu einem lauten und mächtigen Chor, dessen Stimmgewalt nach aussen dringt.

    Wir müssten gemeinsam wirksamen Druck ausüben auf Träger von Macht (religiöse Institutionen, Wirtschaftsunternehmen, Politiker, internationale Organisationen), damit diese durch geeignete Mittel (welche?) den Druck an die Diktatoren weitergeben.

    Wahrscheinlich, und da bin ich etwas fatalistisch, gehört es auch zum Leben und zur Welt, dass es Dinge gibt, die man gar nicht oder im Moment nicht direkt steuernd ändern kann.

    Es wird immer wieder missbrauchte Machtverhältnisse geben und allerlei Ängste vor dem "Verschiedenen". Immer wieder wird das "Andere" Opfer von Hass und Ausmerzungsverhalten werden.
    Aber auch der normale Wandel der Zeit gehört zur Welt. So werden sich Dinge automatisch ändern und weiterentwickeln.

    Als wirksamsten persönlichen Betrag dazu sehe ich die Feinarbeit im persönlichen Wirkkreis der persönlichen Lebenswelt aus Partnerschaft, Familie, Freundschaft, Nachbarschaft, Verein (inkl Kirche), Schule und Arbeit. Die Vernetzung der Welt erledigt den Rest.

    Briefe an Botschaften können nicht schaden, sofern sie dort nicht als belangloses Papierkorbmaterial wahr- sondern ernstgenommen werden.
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#8 KatholenhasserAnonym
  • 24.06.2010, 06:52h
  • Antwort auf #6 von Flo
  • Religion [Bearbeiten]

    85% der Bevölkerung sind Christen und 62% gehen regelmäßig in christliche Kirchen.[7] Die größten christlichen Gemeinden sind die Anglikanische, Römisch-Katholische und Methodistische Kirche. Wie in den meisten anderen ehemaligen europäischen Kolonien mischen sich Reste lokaler Religionen aus der Zeit vor der Christianisierung in den christlichen Glauben. Daneben und teilweise mit christlichen Glaubensinhalten vermischt gibt es naturreligiöse Vorstellungen wie Ahnenkult, Besessenheitskulte wie Mashawe und Heilserwartungen. Der traditionelle Himmelsgott der Shona ist Mwari, das höchste Prinzip. Weniger als 1% der Bevölkerung sind Muslime.

    de.wikipedia.org/wiki/Simbabwe#Religion
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#9 MichaelAS