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Will Philips bei einem öffentlichen Auftritt

Ein zehnjähriger Schüler ist der "Grand Marshal" des Northwest Arkansas Gay Pride in Fayetteville - eine christlich-konservative Lobbygruppe spricht von "Kindesmissbrauch".

Will Philips hat bereits letzten Herbst für Aufregung gesorgt, als er sich geweigert hat, in der Schule das übliche Gelöbnis auf die USA zu sprechen. Grund: In der "Pledge of Allegiance" wird allen Bürgern "Freiheit und Gerechtigkeit" garantiert - Will argumentiert aber, dass Schwule und Lesben in den USA nicht die selben Freiheitsrechte besitzen würden. Daher sei er erst wieder bereit, das Gelöbnis zu sprechen, wenn es mit der Wirklichkeit überein stimmt.

CSD-Organisatorin Joney Harper erklärte, dass die Pride-Parade im 60.000 Einwohner zählenden Fayetteville wie gemacht sei für einen jungen Aktivisten: "Wir sind nicht San Francisco oder New York, bei uns ist das praktisch eine Familienangelegenheit", so Harper. Der junge Will habe mit seinen zehn Jahren ohnehin mehr für die Gleichbehandlung getan "als Leute, die viermal so alt sind." Der Schüler ist im letzten halben Jahr durchs Land gereist ist und hat Reden über Toleranz gehalten. Seinem neuen Job sieht der Routinier gelassen entgegen: "Alles, was ich tun muss, ist zu lächeln und zu winken", erklärte er gegenüber den Lokalnachrichten. Die Parade findet am Samstag statt.

Youtube | CNN-Bericht über die Weigerung von Will, die "Pledge of Allegiance" zu sprechen.

Das "Aushängeschild für unnatürliche sexuelle Praktiken"

Konservative Homo-Gegner halten den Einsatz des Jungen dagegen für verwerflich: "Es ist eine Schande, dass Erwachsene dieses Kind nach einer Gehirnwäsche so missbrauchen", erklärte Tim Wildmon, Chef der American Family Association (AFA). "Der Junge plappert ja nur nach, was ihm manipulierende Erwachsene erzählt haben. Dass schwule Aktivisten dieses Kind auf Trab halten und ihn zum Aushängeschild für unnatürliche sexuelle Praktiken macht, ist eine Form von Kindesmisshandlung."

Nach der Kritik hat Lioneld Jordan, Bürgermeister von Fayetteville, mehrere hundert E-Mails und Briefe erhalten, in dem er aufgefordert wird, die Unterstützung für den CSD einzustellen. Nach Angaben seiner Pressesprecherin will der Gemeindevorsteher aber offenbar keinen Rückzug veranlassen: "Die Sache läuft. Der Bürgermeister ist wegen Samstag schon aufgeregt", erklärte sie gegenüber dem "Fayetteville Flyer". (dk)

Youtube | Will bei den GLAAD-Awards in New York


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13 Kommentare

#1 Julek89
  • 24.06.2010, 17:03h
  • Wer betreibt denn Gehirnwäsche?
    Doch wohl diese kranken christlichen "Homo-Heiler" Krass, was man sich anhören muss!
    Heuchlerei hoch zehn!
    Ein super Junge ist das!
    Und recht hat er allemal..
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#2 BiologeAnonym
  • 24.06.2010, 18:08h
  • "Unnatürlich"

    Homosexualität ist in der Natur mindestens so verbreitet wie Heterosexualität.

    Der antiwissenschaftliche Herrschaftsdiskurs hat das aber leider bis vor wenigen Jahren gezielt unter den Teppich gekehrt.

    In deutschen Schulen tut er das übrigens weiterhin.
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#3 schwulenaktivist
  • 24.06.2010, 19:12h
  • Ich sage schon lange: "Erst holen sie die Pädophilen, dann die Eltern und zuletzt auch noch die Kinder!"
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#4 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 24.06.2010, 19:25h
  • Ich beglückwünsche den Schüler Will Philips zu der ehrenvollen Aufgabe! Wer weiß, vielleicht wird er ja auch einmal US-Präsident. Arkansas ist ja auch die Heimat von Bill Clinton und der hat es ja auch soweit gebracht!

    Der christlich-konservativen Lobbygruppe wünsch ich dagegen nur eins: fahrt zur Hölle!
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#6 TimmometerProfil
  • 24.06.2010, 21:37hNordeifel
  • Also zuerst dachte ich, das Kind würde instrumentalisiert werden.

    Habe mir dann die Videos angeschaut und leider nicht alles verstanden. Doch wesentliches habe ich schon verstanden. Und seine Sicherheit und sein Ausdruck hatten mich fast überzeugt.

    Dann suchte ich eine deutsche Seite im Internet. Und bin auf dieses wirklich lesenwerte Interview mit ihm gestoßen:

    sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/32904

    Jetzt glaube ich nicht mehr, dass er instrumentalisiert wurde. Nachdem ihm seine Eltern sagten, dass man das Gelöbnis nicht sprechen muss, blieb er einfach sitzen und schwieg. Alles andere im Link.

    Wunderbar! Gratulation! Und mal unabhängig vom Thema "Gay" - ist es einfach mach wirklich richtig verstandene und gelebte Demokratie!

    Herrlich!
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#7 MichaelAS
  • 25.06.2010, 05:56h
  • Klasse, gerade die Fundamentalistischen Rechtsextremistischen Faschistischen Gotteskrieger, die aus den USA einen Gottesstaat machen wollen erzählen etwas von Kindesmißbrauch!!
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#8 ninjatoon72Profil
  • 25.06.2010, 11:53hOldenburg
  • Was soll das heissen "...man wurde das Kind instrumentalisieren".

    Es sind doch wohl eher die christlich-konservativen die ihre Kinder instrumentalisieren. In jeder Diskussion über Homosexualität werden doch wohl immer die Kinder vorgeschoben. Man müsse die Kinder schützen vor Homosexualität um sie daran zu hindern sich jemals eigenständig zu entwickeln und von der Norm abzuweichen.
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#9 FloAnonym
  • 25.06.2010, 14:34h
  • Aha, aber wenn die Gegner Kindern Schilder in die Hand drücken und sie zum demonstrieren schicken, ist das okay?
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#10 UweBerlinProfil
  • 26.06.2010, 16:35hBerlin
  • Bravo für so viel Courage und Engagement.

    Auch 10jährige denken bereits bestens, wenn ihr Gehirn auch genügend Nahrung erhält.
    Ich find s klasse.
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